Mario Voigt verleiht Thüringer Verdienstorden an sechs verdiente Bürgerinnen und Bürger Kaisersaal, Futterstraße 15; Sechs Auszeichnungen in Politik, Sport, Kultur
Ministerpräsident Mario Voigt verleiht Thüringer Verdienstorden an sechs verdiente Bürgerinnen und Bürger
Ministerpräsident Mario Voigt verleiht Thüringer Verdienstorden an sechs verdiente Bürgerinnen und Bürger
2026 13.06.2026 Erstellt von Thüringer Staatskanzlei
„Alle sechs Persönlichkeiten, die in der kommenden Woche mit dem Thüringer Verdienstorden geehrt werden, verdeutlichen, wie unterschiedlich und doch gleichermaßen wertvoll sich Menschen für Thüringen stark machen. Ob herausragende Persönlichkeiten der Kommunal- und Landespolitik oder Schlüsselfiguren in Sport und Kultur – jeder und jede der Auszuzeichnenden hinterlässt auf eigene Weise riesige Fußstapfen. Ihr Engagement wird viele Menschen auch künftig inspirieren. Umso schöner sind die unzähligen individuellen Spuren ehrenamtlichen Engagements in Thüringen. Jede von ihnen macht einen entscheidenden Unterschied für unser Gemeinwesen im Grünen Herzen Deutschlands“, sagt Ministerpräsident Mario Voigt.
Und weiter: „Es ist mir eine außerordentliche Freude und große Ehre,
Jörg Brömel aus Suhl OT Vesser
Dr. Werner Henning aus Geismar
Erika Schirmer aus Harztor OT Ilfeld
den Thüringer Verdienstorden für ihre Verdienste um das Gemeinwohl verleihen zu dürfen.“
Die Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen, von den Ehrungen zu berichten.
Wann: Dienstag, 16. Juni 2026, 14:00 Uhr Wo: Kaisersaal, Futterstraße 15
Hinweis: Die Auszeichnung für Erika Schirmer wird Ministerpräsident Mario Voigt am darauffolgenden Tag, den 17. Juni 2026, persönlich an ihrem Wohnort übergeben.
Gern stellen wir nach den jeweiligen Verleihungen Fotos zur Verfügung: https:
Über mehr als dreißig Jahre übernahm Thomas Karnofka als ehrenamtlicher Bürgermeister von Großengottern konkret kommunalpolitische Verantwortung und stärkte damit das bürgerschaftliche Leben in der Region nachhaltig. Auch sein langjähriges Mandat im Kreistag des Unstrut-Hainich-Kreises ist eindrucksvoller Beleg für die hohe Wertschätzung und das Vertrauen, das sich der gebürtige Mühlhäuser durch seinen Sachverstand und sein großer Gemeinsinn über Parteigrenzen hinweg erworben hat. Seine aktive kommunalpolitische Hingabe gab er erst aus gesundheitlichen Gründen und schweren Herzens auf.
Thomas Karnofka hat die Entwicklung seiner Heimat aktiv gestaltet. Unter seiner Mitwirkung wurden wichtige Projekte verwirklicht, die bis heute sichtbar sind. Dazu gehört die Restaurierung der historischen Hospitalbauten St. Andreas in Großengottern, ebenso wie die nachhaltige Stärkung der Freiwilligen Feuerwehr – insbesondere durch die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeugs.
Auch über seine kommunalpolitischen Ämter hinaus stellte sich der engagierte Ehrenamtler in den Dienst der Gemeinschaft. Ob als Gründungsmitglied und langjähriger Unterstützer des AWO-Ortsvereins Großengottern, im Vereinsleben oder in kulturellen Initiativen generell – stets setzte sich Thomas Karnofka für ein lebendiges Miteinander ein. Ganz nach dem Motto: Eine starke Gemeinde lebt nicht allein von Verwaltung und Politik, sondern vom Zusammenwirken vieler engagierter Menschen. Dieses Miteinander zu fördern, war ihm über Jahrzehnte hinweg ein besonderes Anliegen.
Thomas Karnofka hat den ländlichen Raum über Jahre hinweg aktiv gestaltet und sich in außerordentlichem Maße um das Gemeinwohl im Freistaat verdient gemacht. Für dieses vorbildliche Engagement wird ihm der Thüringer Verdienstorden verliehen.
Einmal im Jahr wird der Rennsteig zur Bühne für eine der größten Sportveranstaltungen unseres Landes, bei der aus bloßem sportlichem Ehrgeiz ein ganz besonderes Gemeinschaftserlebnis und sogar ein Stück Thüringer Identität wächst. Dass der Rennsteig in diesem Sinne noch viel mehr ist, als nur einer der bekanntesten Wanderwege Deutschlands, ist ganz maßgeblich auch der Verdienst von Jörg Brömel.
Seit über dreißig Jahren prägt er den GutsMuths-Rennsteiglauf in herausragender Weise. Als ehrenamtlicher Leiter des Zielortes Schmiedefeld sorgt er mit seinem Organisationstalent und seiner Verlässlichkeit unermüdlich dafür, dass sich das Prädikat „Schmiedefeld – das schönste Ziel der Welt“ weit über Thüringen hinaus etabliert hat. Hinter diesem Satz stehen unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit und insbesondere die Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Der gemeinsame Anspruch: Jahr für Jahr etwas Besonderes zu schaffen. Genau dieser prägte auch sein jahrelanges Wirken als Geschäftsführer der Rennsteiglauf GmbH sowie als Vizepräsident des GutsMuths-Rennsteiglaufvereins.
Jörg Brömel hat den Sport im Grünen Herzen Deutschlands über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgestaltet und das auch über den Rennsteiglauf hinaus. Als Übungsleiter und als Vorsitzender des Wintersportvereins Schmiedefeld
Rennsteig ging es ihm nie allein um sportliche Erfolge. Gemeinschaft zu stiften, junge Menschen zu fördern und Begeisterung für Bewegung und Leistung zu wecken stand dabei vielmehr für ihn im Fokus.
Besonders sichtbar wurde dieses Engagement in seiner Arbeit als Landestrainer der Nordischen Kombination. Mit Fachwissen, vielen guten Ideen und großer Leidenschaft hat der gebürtige Elgersburger Talente nicht nur entdeckt, sondern mit viel individuellem Einsatz gefördert. Die wohl größte Anerkennung dabei bleibt die Wertschätzung der vielen jungen Sportler selbst. Diese ist ihm bis heute sicher.
Jörg Brömel hat dem Sport im Grünen Herzen Deutschlands über Jahrzehnte seinen Stempel aufgedrückt und die Rennsteigregion nachhaltig geprägt. Für diese außergewöhnlichen Verdienste wird ihm der Thüringer Verdienstorden überreicht.
Bereits als junger Mensch entschied sich Christian Carius für den Weg in die Politik. Mit nur 22 Jahren zog er in den Thüringer Landtag ein und brachte dort die Perspektiven einer jungen Generation in die politische Debatte ein. Fast zwei Jahrzehnte lang hat er die politische Entwicklung Thüringens in unterschiedlichen Funktionen begleitet und geprägt – als Abgeordneter, als stellvertretender Fraktionsvorsitzender, als Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr und schließlich als Präsident des Thüringer Landtags.
Gerade in seinem Wirken als Präsident des Thüringer Landtags wurde ersichtlich, was demokratische Verantwortung bedeutet: ein respektvoller Umgang miteinander und die stete Bereitschaft zum Dialog – auch dort, wo scharfe Unterschiede bestehen. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung war Christian Carius damit ein wichtiger Brückenbauer und überzeugter Vertreter einer demokratischen Kultur.
Das gesellschaftliche Engagement des gebürtigen Mühlhäusers reicht jedoch weiter. Als Präsident des Deutschen Roten Kreuzes in Thüringen setzte er sich für Ehrenamt im Katastrophenschutz ein. Besonders lagen ihm dabei die Jugendarbeit, die Wasser- und Bergwachten sowie die Unterstützung von Geflüchteten am Herzen.
Als Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Point Alpha Stiftung hat Christian Carius zudem dazu beigetragen, die Erinnerung an die deutsche Teilung lebendig zu halten und auch für junge Generationen zu bewahren. Der historische Ort Point Alpha wurde unter seiner maßgeblichen Mitwirkung zu einer starken Erinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte ausgebaut.
Auch in zahlreichen Stiftungen, kirchlichen und sozialen Einrichtungen sowie als Reserveoffizier der Bundeswehr ist Christian Carius kein Unbekannter. Durch sein vielfältiges Wirken zieht sich ein roter Faden: die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Menschen zusammenzuführen und damit das Gemeinwesen nachhaltig zu stärken.
Ob in der Landespolitik, im sozialen Bereich oder in der Erinnerungsarbeit – mit seinem unermüdlichen Wirken hat sich Christian Carius in herausragender Weise um den Freistaat Thüringen verdient gemacht. Für diese außergewöhnlichen Verdienste erhält er den Verdienstorden des Freistaats Thüringen.
Mit Mut, Gestaltungswillen und großer persönlicher Hingabe hat Birgit Diezel die Entwicklung des Freistaats seit der Wiedervereinigung geprägt. Ihr Wirken steht beispielhaft für jene Menschen, die aus dem Geist des Aufbruchs heraus dauerhaft Verantwortung für das Gemeinwesen in Thüringen übernommen haben.
Bereits 1990 engagierte sie sich aktiv für den Aufbau demokratischer Strukturen in ihrem Heimatbundesland. In den folgenden Jahrzehnten übernahm sie zahlreiche Aufgaben im politischen Betrieb – als Landtagsabgeordnete, Staatssekretärin, Finanzministerin, Stellvertreterin des Ministerpräsidenten und zuletzt als Präsidentin des Thüringer Landtags. In all diesen Funktionen hat sie sich sachorientiert, verlässlich und stets dem Gemeinwohl verpflichtet für die Gesellschaft engagiert.
Auch nach ihrer politischen Karriere engagierte sich Birgit Diezel in vielfältiger Weise. Als Mitglied des MDR-Verwaltungsrates übernimmt sie fortlaufend Verantwortung für eines der wichtigsten Medienhäuser Mitteldeutschlands und damit für einen starken und unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Darüber hinaus engagiert sich die gebürtige Greizerin bis heute als Vorsitzende des Fördervereins „Rudolf Elle“, der die Arbeit der Waldkliniken Eisenberg generell, und die Behandlung von kranken Kindern im Speziellen unterstützt. Besonders eindrucksvoll zeigt sich ihr gesellschaftliches Engagement jedoch in ihrer langjährigen Tätigkeit für die Lebenshilfe Thüringen. Über 15 Jahre hinweg setzte sie sich als Vorsitzende dafür ein, die Interessen von Menschen mit Behinderungen sichtbar zu machen und ihnen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Ihr Ansatz, nicht über, sondern mit Betroffenen zu sprechen, steht beispielhaft für Birgit Diezels Verständnis von Respekt und gesellschaftlichem Miteinander.
Birgit Diezel hat die Nachwendezeit Thüringens in bedeutenden politischen Ämtern maßgeblich mitgestaltet und sich zugleich weit über die Politik hinaus für ihre Mitmenschen engagiert. Für Ihre außergewöhnlichen Verdienste erhält sie den Verdienstorden des Freistaats Thüringen.
Verantwortung für seine Heimat, das Eichsfeld, zu übernehmen, wurde zu einer Lebensaufgabe von Dr. Werner Henning, der er sich über Jahrzehnte hinweg mit Herzblut voll und ganz gewidmet hat.
Bereits in den Monaten des demokratischen Aufbruchs in der DDR betrat er zunächst als Abgeordneter der ersten frei gewählten Volkskammer und wenig später auch als Landrat des damaligen Kreises Heiligenstadt das politische Parkett. Zum Zeitpunkt seines Ruhestandes im Jahr 2024 stand er rückblickend mehr als drei Jahrzehnte lang an der Spitze des Landkreises Eichsfeld. Eine solche Kontinuität ist ein beeindruckender Ausdruck des jahrelangen Vertrauens der Eichsfelderinnen und Eichsfelder für den damals dienstältesten Landrat in Deutschland.
Entscheidend aber ist nicht die Amtsdauer allein, sondern Dr. Werner Hennings Amtsverständnis: nah bei den Menschen – ungeachtet möglicher Parteigrenzen – und mit großer Verbundenheit zu seiner Heimat. Als Landrat setzte er wichtige Impulse in vielen Bereichen, sei es Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung oder auch bei der Neugestaltung der Krankenhauslandschaft im Landkreis. Dr. Werner Henning war dabei stets Botschafter und Fürsprecher für seine Heimat. Sein Einsatz für den Hülfensberg als geistliches Zentrum des Eichsfelds, sein Engagement rund um den Papstbesuch 2011 oder sein Wirken für die Partnerschaft mit dem Kreis Olpe zeigen, wie sehr ihm der gesellschaftliche Zusammenhalt, die regionale Identität und das Miteinander der Menschen am Herzen lagen.
Bei aller Verantwortung und allen Erfolgen hat sich Dr. Werner Henning eines stets bewahrt: jene Bodenständigkeit, die das Eichsfeld und Thüringen in besonderer Weise prägt. Er bleibt seiner Heimatgemeinde Geismar bis heute eng verbunden – nicht zuletzt im ehrenamtlichen Dienst an der Kirchenorgel.
Dr. Werner Henning hat sich in eindrucksvoller Weise um das Eichsfeld und den Freistaat Thüringen als Ganzes überaus verdient gemacht. Dafür wird ihm der Verdienstorden des Freistaats Thüringen ver