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title: "Dow Jones Industrial Average +0,9% New York; Rekordhoch"
sdDatePublished: "2026-06-16T07:06:00Z"
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Dow Jones Industrial Average +0,9% New York; Rekordhoch

Marktkommentar_Aktien_International

Aamor!mMarktkommentar
16. Juni 2026

Aktien International

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht
Übersee
Schluss
Veränderung (in %)
Volumen (Mrd.)
Dow Jones Industrial
51'671
+ 0.9
S&P 500
7'554
+ 1.7
NYSE: 1.50
Nasdaq Composite
26'684
+ 3.1
Nasdaq: 10.76
Nikkei 225
69'712
+ 0.5
Hang Seng
24'501
- 1.4
Shanghai Composite
4'093
- 0.1

Europa
Vortag
Trading Range
Weitere Kurse
DAX
24'894
24'565 – 25'165
USD/CHF 0.7955 EUR/CHF 0.9210
EuroStoxx 50
6'229
6'080 – 6'380
Gold 4'323 USD/Unze
Stoxx 50
5'295
5'145 – 5'445
NY WTI-Rohöl-Future 80.45 USD

New York
Die temporäre Übereinkunft über eine Einigung auf ein
Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs hat
am Montag an der Wall Street wie schon zuvor an den
anderen Börsen weltweit für Kauflaune gesorgt. Für
Risikobereitschaft sorgte insbesondere, dass möglich-
erweise ab Freitag die Seestrasse von Hormus wieder
geöffnet werden solle, wenngleich die Nachrichtenlage
in den Details unklar war. So gab es auch Meldungen,
wonach die USA zugestimmt hätten, dass der Iran zu-
künftig eine Maut erheben kann. Die Ölpreise fielen den-
noch deutlich auf das niedrigste Niveau seit Anfang

www.bekb.ch | Aamor!mMarktkommentar | 16. Juni 2026
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März, kurz nach Ausbruch des Krieges. Der Dow-
Industrial beendete den Tag mit einem Plus von 0,9 %
und damit auf einem Rekordhoch. Der S&P-500 legte
um 1,7 % zu, die Nasdaq-Indizes um 3,1 % an. Die um
weitere gut 4 % gesunkenen Ölpreise dämpften Infla-
tionssorgen und drückten auf die Anleiherenditen. Zu-
gleich sorgte die Entwicklung für zusätzliche Spannung
im Hinblick auf die am Mittwoch anstehende Zinsent-
scheidung in den USA. Ein Zinsschritt wird zwar nicht
erwartet, am Zinsterminmarkt sank aber Wahrschein-
lichkeit für eine Zinserhöhung im September um knapp
10 Prozentpunkte auf gut 25 %. Zu den Tagesgewin-
nern gehörten mit den weiter gesunkenen Ölpreisen
Aktien aus dem Reise- und Freizeitsektor, beispiels-
weise die von Fluglinien. Dagegen wurden Papiere aus
dem Ölsektor verkauft. Unter den Einzelwerten galt der
Fokus dem Börsenneuling SpaceX. Nach dem fulminan-
ten Start am Freitag mit einem Kursplus von rund 20 %
gegenüber dem Ausgabekurs macht der Kurs nochmals
einen Satz um fast 20 % an. Die Hausse der als extrem
hoch bewertet geltenden Aktie des Raumfahrt- und KI-
Konzerns sorgte für Zuversicht im Hinblick auf die Auf-
nahmebereitschaft des Marktes für die in den Startlö-
chern steckenden ebenfalls grossen Börsengänge von
OpenAI und Anthropic. Fox sackten um 16,8 % ab. Der
Medienkonzern will 22 Milliarden Dollar in die Hand
nehmen für die Übernahme der Streaming- und Werbe-
plattform Roku. Thematisiert wurde, dass Investoren
offenbar daran zweifeln, dass die Transaktion in der
angekündigten Form und zu den vereinbarten Konditio-
nen tatsächlich abgeschlossen werde, unter anderem,
weil es fraglich sei, ob Fox dies stemmen könne. Die
Roku-Aktie profitierte daher nicht von der Nachricht,
sondern gab sogar um 1,9 % nach. Salesforce gaben
um 0,8 % nach mit der Nachricht, für 3,6 Milliarden Dol-
lar das Technologieunternehmen Fin zu übernehmen,
das als Experte für autonome KI-Lösungen gilt. Micron
Technology zogen um 10,8 % an. Neben dem wieder
Fahrt aufnehmenden KI-Momentum verwiesen Händler
auf ein knappes Angebot an Speicherchips. Entspre-
chend schnellten auch Western Digital um 16,1 oder
Sandisk um 6,5 % nach oben. Paramount zeigten sich
mit einem Plus von 0,7 % wenig bewegt davon, dass die
US-Regierung die Übernahme von Warner Bros. Dis-
covery ohne Auflagen genehmigte. Die Warner-Aktie
gab um 0,6 % nach.

Asien
Die fernöstlichen Aktienindices zeigen heute Morgen
kein übereinstimmendes Handelsbild. Während der
japanische Nikkei-225 nach der Zinsentscheidung der
Notenbank erstmals über die Marke von 70'000 Punk-
ten sprang, belasten schwache Daten in China. In Süd-
korea trieb die Rally bei Halbleiterwerten den technolo-
gielastigen Kospi nach oben. Die Hoffnung auf ein Ende
des Iran-Krieges hatte die regionalen Börsen bereits am
Vortag beflügelt, wirkte aber tendenziell noch ein wenig
nach. Der Nikkei-225 kam nach seinem Rekordsprung
leicht zurück und stieg nun um 0,1 % Punkte. Die Bank
of Japan hat die Zinssätze auf ein 31-Jahreshoch an-
gehoben und stemmt sich damit gegen die Inflationsrisi-
ken, die von einem kriegsbedingten Anstieg der Energie-
kosten ausgehen (siehe Marktnachrichten). Der südko-
reanische Kospi stand erneut an der Spitze der regiona-
len Indizes, er stieg um 1,8 % - getragen von andauern-
den Aufschlägen bei Technologie- und Halbleiterwer-
ten. Der Sektor folgt den kräftigen Kursgewinnen seiner
US-Pendants vom Vortag. SK Hynix zogen um 2 % an.
Samsung Electronics gewann anfänglich noch an Ter-
rain, drehte aber im Handelsverlauf knapp ins Minus. In
China hinkten die Börsen hinterher: Der Shanghai-
Composite verlor um 0,2 %, der HSI in Hongkong verlor
indes 1,6 %. Einzelhandelsumsätze und Investitionen
in Sachanlagen gingen stärker als erwartet zurück. Letz-
tere erreichten den niedrigsten Stand seit der Covid-
Pandemie. Die Daten zeigen, dass die chinesische Wirt-
schaft angesichts einer nachlassenden Binnennachfrage
weiterhin auf der Stelle tritt. Die Immobilienpreise haben
ihre Abwärtsspirale im Mai fortgesetzt. Dies verschärft
die Immobilienkrise, die weiterhin eine erhebliche Belas-
tung für die Binnennachfrage darstellt. Die Industriepro-
duktion stellt einen Lichtblick dar und stieg dank starker
Auslandsnachfrage etwas stärker als veranschlagt. Der
australische S&P/ASX-200 in Sydney stagnierte - ge-
bremst durch Verluste bei Bergbau- und Bankaktien. Die
Reserve Bank of Australia hat die Zinsen nach drei
aufeinanderfolgenden Anhebungen stabil gehalten. Die
Zentralbank will damit mehr Klarheit über den voraus-
sichtlichen Inflationspfad und die Auswirkungen der
Volatilität an den Ölmärkten gewinnen. Dieser Schritt
war allgemein erwartet worden, gleichwohl gibt der aust-
ralische Dollar leicht nach.

Europa
Die seit Freitag noch kurstreibende Hoffnung auf eine
sich abzeichnende Lösung im Iran-Krieg hatte sich bis
gestern verstärkt. Diesen Freitag sollen nun Nägel mit
Köpfen gemacht werden. Allerdings wären ja noch Isra-
els Feldzug im Libanon gegen die Hizbullah sowie zahl-
reiche andere Fallgruben vor einem nachhaltigen

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Fazit. Die europäischen Aktienmärkte könnten sich heu-
te Morgen vorerst unverändert zeigen. Während die
japanische Notenbank die Zinsen erwartungsgemäss
anhob, zeigten sich die chinesischen Konjunkturdaten
mit Farbtupfer. In Deutschland legt dann das Mannhei-
mer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
(ZEW) die Umfrage zur Konjunktureinschätzung der
Investoren im Juni vor. Ökonomen erwarten, dass Inves-
toren die Aussichten für die deutsche Wirtschaft weni-
ger skeptisch sehen. Das Barometer dürfte demnach auf
- 6,0 Punkte von - 10,2 Zählern steigen. Die Finanzex-
perten hatten bereits im Mai etwas optimistischer auf
die Konjunktur geblickt.

Marktnachrichten

Bank of Japan: Erwartete Leitzinserhöhung auf
höchsten Stand seit 31 Jahre
Die Zentralbank (Bank of Japan) hob ihren Leitzins von
0,75 % auf 1 % an, womit die Kreditkosten den höchs-
ten Stand seit 1995 erreichen. Die Entscheidung war
von Anlegern und Ökonomen weithin erwartet wor-
den und an den Märkten bereits fast vollständig einge-
preist. Die Zentralbank signalisierte angesichts der
hartnäckigen Inflation eine Fortsetzung ihres Straf-
fungskurses. Zudem kündigte die Zentralbank an, das
Tempo ihrer monatlichen Anleihekäufe in den kom-
menden Quartalen zu drosseln, um die geldpolitischen
Bedingungen weiter zu straffen. Die Entscheidung wurde
im geldpolitischen Ausschuss der BoJ mit 7 zu 1 Stim-
men getroffen. "Die Weitergabe der gestiegenen Rohöl-
preise schreitet im Geschäftsverkehr zwischen Unter-
nehmen relativ schnell voran, was sich auf die Verbrau-
cherpreise ausweiten könnte", wurde in einer Erklärung
der BoJ gemeldet. Sie warnte, dass dieser Trend die
Verbraucherpreisinflation wahrscheinlich über das Jah-
resziel der Zentralbank von 2 % treiben werde.

China: Widersprüchliche Konjunkturdaten
Die chinesische Wirtschaft hat im Mai nach offiziellen
Angaben ein gemischtes Bild abgegeben. Während die
Industrieproduktion
im
Mai
an
Fahrt
gewann,
schrumpften die Einzelhandelsumsätze erstmals seit
mehr als drei Jahren. Die Industrieproduktion stieg im
Mai im Jahresvergleich um 4,5 %, wie das Nationale
Statistikamt mitteilte. Analysten hatten mit einem Plus
von 4,3 % gerechnet, nach 4,1 % im April. Getrieben
wurde die Entwicklung von einem Exportplus von 19,4
%, das unter anderem von weltweiten Investitionen in
Künstliche Intelligenz (KI) profitierte. Die Einzelhandel-
sumsätze als wichtiges Barometer für den Konsum
fielen dagegen um 0,6 %. Dies ist der erste Rückgang
seit Dezember 2022. Experten hatten im Vorfeld mit
einer Stagnation gerechnet. Die Konsumflaute zeigte
sich deutlich im Autosektor.

Autosektor: Erneut deutlich schwächerer Absatz
– 22 %
Eigentlich ist China seit Jahren ein Zugpferd bei Auto-
verkäufen. Nun aber gehen die Absatzzahlen stark zu-
rück. Besonders eine Fahrzeugkategorie leidet massiv.
Auch für deutsche Autobauer ist die Entwicklung in Chi-
na alarmierend. Laut jüngsten Daten des chinesischen
Verbands für Personenkraftwagen (CPCA) wurden in
China im Mai nur noch rund 1,5 Millionen Fahrzeuge
verkauft - ein Minus von 22 % verglichen mit demsel-
ben Vorjahresmonat. Zwischen Januar und Mai sanken
die Verkäufe zudem um fast 20 % gemessen am Wert
desselben Vorjahreszeitraums. Bislang galt China als
Markt mit Wachstumsaussichten. Die Annahme fusste
auch darauf, dass die Mittelschicht und damit die Zahl
kaufkräftiger Kundschaft mit einem potenziellen Auto-
wunsch wächst. Laut staatlichen Medien sind mehr als
400 Millionen der 1,4 Milliarden Einwohner Chinas Teil
der Mittelschicht. Schätzungen gingen bislang davon
aus, dass diese Zahl bis 2030 deutlich steigen wird. Die
Entwicklung verlief dabei in zwei Stufen. Seit Jahresbe-
ginn litt besonders die in China als "Neue Energieautos"
(NEV) bezeichnete Gruppe der E-Autos und Plug-in-
Hybride unter den zurückgefahrenen Kaufanreizen.
Seit Beginn des Kriegs und den gestiegenen Kraftstoff-
preisen verschob sich der Druck dann zu klassischen
Verbrennern. Hinzu kommt die schwache Konsum-
stimmung. Viele Verbraucher halten sich zurück. Die in
China andauernde Immobilienkrise belastet Vermögen
und Vertrauen. Laut Keim haben viele Kunden mit Kre-
ditrückzahlungen aus Immobiliengeschäften zu kämp-
fen. Ein Auto ist für viele Haushalte damit eine Anschaf-
fung, die sich leichter verschieben lässt.

Deutsche Börse: Handelt sich Zugeständnis der EU
ein
Deutschland hat bei den Gesprächen zwischen den
grössten Volkswirtschaften der EU über die Verlagerung
der Aufsicht über grosse Börsen von den nationalen
Regulierungsbehörden auf die in Paris ansässige Euro-
päische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde
(ESMA) eine Ausnahmeregelung für die Deutsche Börse
durchgesetzt. Demnach würde die Deutsche Börse im
Rahmen der kürzlich zwischen Berlin, Frankreich, Italien,

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Polen, Spanien und den Niederlanden vereinbarten Pläne
zur Neugestaltung der Finanzmarktaufsicht die Option
behalten, unter der Aufsicht ihrer nationalen Regulie-
rungsbehörde zu bleiben.

Lufthansa: Entschlackt Streckennetz
Die Schrumpfung des Kurzstreckennetzes der Lufthan-
sa-Gruppe wird auch nach dem Ende von Lufthansa
Cityline und der Herausnahme von 20'000 Flügen im
laufenden Sommerprogramm weitergehen. "Wir wer-
den immer dann gezielt Kapazität auf der Kurzstrecke
reduzieren, wenn es wirtschaftlich geboten ist", sagte
Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer im Konzern-
v