Bauspielplatz beantragt Prüfung einer WC-Lösung in Parkanlage Norbert-Schmid-Platz; Notdurftprobleme durch mehr Besucher, Lösung ausstehend

22-3803 - Antrag auf Prüfung einer WC-Lösung in der Parka… - Wandsbek

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Antrag auf Prüfung einer WC-Lösung in der Parkanlage Norbert-Schmid-Platz Eingabe

Letzte Beratung: 22.06.2026 Hauptausschuss Ö 4.10

Der Geschä ftsstelle der Bezirksversammlung liegt folgende Eingabe vor:

Sehr geehrte Damen und Herren, die Parkanlage Norbert-Schmid-Platz ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Naherholungsgebiet fü r Poppenbü ttel und Hummelsbü ttel. Dieses wurde nun durch die millionenschwere RISE-Baumaß nahme groß flä chig aufgewertet. Es sind deutlich mehr unterschiedliche Themenbereiche entstanden, wie das Sportban d mit Basketball, Fuß ball, Bogenschieß en sowie Flä chen fü r Skateboards, Inliner oder die Pumptrack-Anlage, Tischtennisplatten oder andere gesellschaftliche Orte wie neue Spielplä tze, der Schachplatz oder die Hundeauslaufwiese. Natü rlich sind auch die neuen Grillflä chen als sozialer Treffpunkt – Essen verbindet – nicht zu vergessen. Diese neuen Flä chen hatten das Ziel, dass die Anwohner den Park mehr und auch lä nger nutzen. Schulen und Kitas machen dorthin Ausflü ge, Familien gehen dort spielen, fahren Fahrra d oder gehen mit ihren Hunden spazieren. Die neu geschaffene Beleuchtung vom Neubaugebiet Butterbauernstieg bis zum Norbert-Schmid-Platz hat darü ber hinaus besonders fü r diese Bewohner ebenfalls die Akzeptanz des Parks gesteigert. Alles in allem genau das, was man erreichen wollte. Jedoch fü hren mehr Besucher – und ich wü rde, ohne sie gezä hlt zu haben, davon ausgehen, dass wir hier von einer Verdopplung der Nutzerzahlen des Parks sprechen kö nnen – und diese Mehrbesucher, die dann auch noch spü rbar lä nger im Park verweilen, nicht nur zu groß er Freude, sondern auch zur Notdurft. Wir vom Bauspielplatz sind mitten in dieser Situation und bekommen nun fast tä glich – im besten Falle – die Frage, ob jemand auf Toilette gehen dü rfe. Leider gibt es immer mehr Persone n , die zum Teil ü bergriffig unsere Kolleginnen und Kollegen ü bergehen und ohne „ Hallo“ an den Kindern vorbei auf die Kindertoilette gehen. Sicher sind sich alle Beteiligten einig, dass ein solches Verhalten in einem Schutzraum fü r Kinder nicht zumutbar ist ! Aber was ist anders und warum funktioniert die Aussage „ Na ja, dann mü ssen die eben nach Hause gehen, die wohnen ja alle in der Nä he“ heute nicht mehr so gut wie frü her? Die Antwort ist recht klar: Einerseits stimmt dies schlichtweg nicht mehr, anderers e its hat sich die Verweildauer durch die vielfä ltigen Angebote erheblich gesteigert. Somit gibt es natü rlich nach wie vor Anwohner, die „ in der Nä he wohnen“ und vielleicht keine Minute lä nger bleiben als frü her – fü r viele Nutzende des Parks gilt dies jedo c h nicht mehr. Selbst Anwohner, die „ in der Nä he“ wohnen, brauchen beispielsweise bis zur Mitte des Mü ssenredders oder bis zum Ende des Tegelsbargs gut und gern 10 bis 15 Minuten bis zu ihrer Haustü r. Durch die Attraktivitä tssteigerung kommen gezielt Kinde r , Jugendliche und junge Erwachsene, die beispielsweise die Skateranlage oder den Pumptrack nutzen und Fahrtwege von bis zu 60 Minuten mit ö ffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf nehmen. Also ortsfremde Personen, die sich nicht auskennen und nicht „ mal eben k u rz“ nach Hause kö nnten. Aber auch diverse Schulklassen und Kindergartengruppen bringen Menschen mit, die, wenn sie „ mü ssen“ , eben auch „ sofort mü ssen“ . Neben der Tatsache, dass viele Gebü schbereiche und Hecken reduziert wurden, mö chte man ja auch nicht, d a ss an jedem Busch ein Haufen Taschentü cher als Klopapierersatz liegen bleibt. Schon weit vor dem RISE-Verfahren war dies immer wieder ein Thema in der Bevö lkerung. Daher ü berrascht es wenig, dass bei jedem einzelnen Beteiligungsverfahren im Rahmen der RIS E -Maß nahme die Toilettenfrage ein Thema war – bei Fachkrä ften wie bei den Anwohnern gleichermaß en. Auch die Verantwortlichen, mit denen ich auf ganz unterschiedlichen Ebenen gesprochen habe, sagen, dass sie diese Haltung sachlich nachvollziehen kö nnen und e ine Toilette im Park absolut begrüß en wü rden, ihnen jedoch ohne politischen Willen die Hä nde gebunden seien. Genau dafü r mö chten wir diesen Antrag nun politisch bewegen – mit der klaren Bitte, diese Missstä nde zu prü fen und Abhilfe zu schaffen. Oft wird a r gumentiert, dass sich WC-Anlagen nur neben Einrichtungen wie einem Kiosk wirtschaftlich umsetzen ließ en. Ein solcher wü rde sich in der Parkanlage jedoch wirtschaftlich vermutlich nicht halten lassen. Ein Verweis auf die nä chste ö ffentliche Toilette ist hi e r ebenfalls nicht mö glich – schlichtweg, weil es weit und breit keine gibt. Ein „ Dixi“ -Klo aufzustellen, ist sicher ebenfalls keine optimale Lö sung, da dieses hä ufig als „ Baustellen-Klo“ nicht die notwendige Akzeptanz bei den Menschen hä tte und als Kunsts t offkabine zu anfä llig fü r Umkippen oder andere Vandalismusschä den wä re. Oft wird davon gesprochen, dass allein der Bau einer WC-Lö sung ohne Wartung und Reinigung mindestens 500.000 Euro kosten wü rde. Daher mö chte ich Ihnen als Diskussionsgrundlage gern fo l gende Idee aufzeigen. Wie man es auch von Groß veranstaltungen, Festivals oder anderen Ereignissen kennt, gibt es mobile WC-Anlagen auch als Containerlö sung. Fü r einen solchen Container habe ich beispielhaft ein Angebot angefragt – einmal mit wö chentlicher Reinigung und einmal mit Reinigung zweimal die Woche. Zu ü berlegen wä re dann, ob eine solche Lö sung ganzjä hrig oder beispielsweise nur fü r neun Monate als „ Saison-WC“ realisierbar wä re. Angeboten wurde ein Sanitä rcontainer

, der ü ber zwei WCs fü r Mä nner, zwei fü r Frauen sowie ein rollstuhlgerechtes WC mit integriertem Wickeltisch, drei Urinale und drei Waschbecken verfü gt. Das Angebot umfasst e ine wö chentliche Reinigung . Sollte beispielsweise eine Reinigung am Montag und Donnerstag erfolgen, wü rde sich dieser Betrag entsprechend verdoppeln. Der Container wurde mit Wasser- und Abwassertank angeboten. Diese mü ssten voraussich tlich monatlich geleert bzw. befü llt werden. Eine genaue Aussage ist hier jedoch schwierig, da dies stark von der Nutzung abhä ngt – und diese wiederum von Wetterlage und Besucheraufkommen im Park beeinflusst wird. Weiterhin wurde uns der Container mit Haf t ungsbeschrä nkung, also entsprechend versichert, angeboten. Im Angebot wird darauf hingewiesen, dass Einmalkosten (z. B. Transport, Auf- und Abbau sowie Erstbefü llung) anfallen. Monatliche Kosten entstehen regulä r fü r Reinigung sowie Wasser- und Abwasserve r sorgung – abhä ngig vom Bedarf. Hier gehe ich von einem monatlichen Intervall als Berechnungsgrundlage aus. Ich habe beispielhaft eine Saison ü ber neun Monate (z. B. Mä rz bis November, ohne Strom

mit Strom) sowie eine ganzjä hrige Nutzung kalkuliert:

  • Einmalkosten inkl. Auf- und Abbau: 4.325 € brutto

  • Monatliche Kosten bei 1 Reinigung

  • Monatliche Kosten bei 2 Reinigungen

Woche: 4.275 € brutto Gesamtkosten (9 Monate):

Wenn auf Auf- und Abbau verzichtet und der Container ganzjä hrig genutzt wird, ergeben sich ab dem zweiten Jahr folgende jä hrliche Kosten:

Dieses Angebot macht eine bislang eher unkonkrete Idee greifbarer und kann als Diskussionsgrundlage dienen. Sicher eines der größ ten technischen Hindernisse ist das Thema Strom. Im e rsten Angebot wurde dieser nicht berü cksichtigt. Die Firma bestand zunä chst darauf, dass Strom vonseiten des Kunden zur Verfü gung gestellt werden mü sse. Ich bat spä ter darum, dies dennoch anzubieten. Diese Preise lagen spä ter allein wegen des Faktors Stro m fast doppelt so hoch. Ein Subunternehmer des Anbieters wü rde dafü r einen Stromgenerator in einem separaten Container neben dem WC-Container anbieten. Allein aus wirtschaftlichen Grü nden wü rde ich vorschlagen, grü ndlich zu prü fen, ob eine Stromversorgung ü ber die vorhandene Infrastruktur der Parkbeleuchtung mö glich wä re. Alternativ wä re bei einem Aufstellort im Eingangsbereich des Parks – also an einem zentralen Ort, der bei den Nutzern Sicherheit vermittelt, im Lichtschein der Parkbeleuchtung liegt und au c h fü r Nutzer des Norbert-Schmid-Platzes gut zugä nglich ist – zu prü fen, ob eine Stromentnahme ü ber den Christian-Koch-Weg mö glich wä re. Zwischen diesem Weg und einem mö glichen Aufstellort im Parkeingangsbereich liegen lediglich Gebü schflä chen, sodass es t e chnisch vermutlich gut mö glich wä re, eine Leitung zu verlegen. Ich bitte alle Beteiligten eindringlich, den groß en Wunsch der Bevö lkerung zu prü fen und hierbei bitte auch die zunehmenden Sicherheitsbedenken des Bauspielplatzes mitzubedenken. Bitte versetz e n Sie sich bei der Situation auch immer in den Gedanken, dass im Wort „ Notdurft“ eben auch das Wort „ Not“ steckt. Aufgrund wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verstehe ich selbstverstä ndlich, dass genau geprü ft werden muss, was realisierbar ist. Unter der V oraussetzung, dass einmal eine Stromversorgung geschaffen werden kann, kö nnte ein solcher Container bei einer Saisonlö sung ü ber 15 Jahre betrieben werden – inklusive einer Reinigung pro Woche – bevor man die vermeintlichen Baukosten von ü ber 500.000 Euro e rreichen wü rde (natü rlich ohne Betrieb, Wartung und Reinigung ü ber diesen Zeitraum). Wir als Bauspielplatz werden einen solchen WC-Container nicht selbst als Projektantrag stellen, da wir ihn nicht betreiben kö nnen. Einerseits, weil wir glauben, dass dies nicht die Aufgabe eines Jugendhilfeträ gers ist, andererseits, weil wir mit lediglich drei Stellen dafü r ü berhaupt nicht die personellen Ressourcen hä tten. Somit wä re zu prü fen:

  • Ist eine WC-Lösung gewünscht?

  • Welche Optionen gibt es?

Im Falle des angeh ä ngten Vorschlags:

Wo wä re ein geeigneter Aufstellort? o Wer wü rde den Betrieb ü bernehmen?

  • Gibt es Möglichkeiten, Kosten zu sparen und Strom anderweitig zu organisieren?

  • Wo und wie könnte eine Finanzierung realisiert werden?

  • Gibt es die Möglichkeit, diese Maßnahme als Pilotprojekt beispielsweise für 2026

2027 zu testen und anschließend zu evaluieren?

Wir danken Ihnen fü r Ihre Aufmerksamkeit. Das vollstä ndige Angebot der Firma kann ich Ihnen gerne per E-Mail nachsenden. Mit bestem Dank und freundlich en Grüß en

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