SPD-GRÜNE Antrag zur Einsamkeit in Harburg; BgEH-Vertreter in Ausschuss eingeladen, Berichte aus Harburg.
22-1897 - Gemeinsamer Antrag SPD - GRÜNE betr. Gemeinsam … - Harburg
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Gemeinsamer Antrag SPD - GRÜNE betr. Gemeinsam aus der Einsamkeit
Allein und isoliert: Für viele alte Menschen in Hamburg ist die traurige Realität. Wer die Wohnung nicht mehr ohne fremde Hilfe verlassen kann, trifft keine Freunde und Bekannten mehr, verliert alle sozialen Beziehungen. Oft ist der Pflegedienst der einzige Kontakt zur Außenwelt. Doch die Mitarbeitenden haben meist keine Zeit für ein längeres Gespräch oder einen gemeinsamen Spaziergang.
Lange Zeit wurde Einsamkeit als Problem der älteren Generation betrachtet. Heute ist aber auch klar: Menschen aller Altersgruppen und sozialen Milieus sind davon betroffen. Spätestens seit der Corona-Pandemie ist das Thema in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, und dies nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit. Auch in Hamburg setzen sich zahlreiche Organisationen und Engagierte täglich für sozialen Zusammenhalt und ein gelingendes Miteinander ein.
Die Bundesregierung hat eine ressortübergreifende Strategie gegen Einsamkeit verabschiedet, die 111 Maßnahmen umfasst. Die Strategie wurde in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet.
Einsamkeit benötigt eine intersektionale Bearbeitung
Einsamkeit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Einsamkeit als politische Aufgabe
Einsamkeit ist in Hamburg wie auch in Harburg ein drängendes Thema. Im Bezirk Harburg sind 50,1 % der Haushalte Einpersonenhaushalte. In 13,0 % Einpersonenhaushalte leben Menschen mit einem Alter über 65 Jahre. In Absoluten Zahlen sind dies 11.585 Menschen. Um aktiv gegenzusteuern, hat die Stadt das „Bündnis gegen Einsamkeit“ in Hamburg ins Leben gerufen.
Im „Bündnis gegen Einsamkeit in Hamburg (BgEH)“ vernetzen sich Stiftungen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Wohlfahrtsverbände, Genossenschaften, öffentliche Verwaltung, Politik und Unternehmen. Denn um Vereinsamung und Einsamkeit nachhaltig entgegenzuwirken, braucht es starke Allianzen und viele Aktive – und natürlich Anlässe und Räume für Austausch und Zusammenarbeit.
In Harburg bieten die verschiedenen Wohlfahrtsverbände mit ihren Stadtteiltreffs deren ehrenamtlichen Besuchsdienste einen Ansatz, Menschen aus der Einsamkeit zu befreien.
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten einen Vertreter*in der „Bündnis gegen Einsamkeit Hamburg (BgEH)“ in den Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion einzuladen, um die Arbeit die Ziele des Bündnisses vorzustellen.
Weiterhin wird darum gebeten Vertreter*innen der Projekte „In guter Gesellschaft“ des ASB Hamburg und des „Stadtteiltreff Mittendrin“ des DRK-Kreisverband Hamburg-Harburg e.V. einzuladen, um über die konkrete Arbeit in Harburg zu berichten.
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