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title: "Tourismusbetriebe in Thüringen und Ostdeutschland vor Nachfolge; 6,5 Übergabewillige Betriebe pro Nachfolger"
sdDatePublished: "2026-06-16T13:35:00Z"
source: "https://www.dehoga-thueringen.de/fileadmin/dehoga-thueringen.de/Projekte/wissenswert/2026-06-15_wissensWert_Teil_3_Unternehmensnachfolge.pdf"
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  - name: "hotel and accommodation"
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  - "Gotha (Landkreis)"
  - "Thüringen"
  - "Germany"
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Tourismusbetriebe in Thüringen und Ostdeutschland vor Nachfolge; 6,5 Übergabewillige Betriebe pro Nachfolger

Microsoft PowerPoint - 2026-06-05 Unternehmensnachfolge

16.06.2026
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Herausforderungen
Unternehmensnachfolge
Bildquelle:
Eigene.
•
Jahrgang 1965
•
Hauptgeschäftsführer DEHOGA Thüringen und DEHOGA Thüringen
KOMPETENZZENTRUM gGmbH
•
Geschäftsführender Gesellschafter HOGA Gastgewerbe Service GmbH
Gern etwas zu mir…
2
Ich bin auch Betroffener…

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2
UNSERE THEMEN HEUTE
TOP 1 Wo liegen die Herausforderungen?
TOP 2 Grundlagen
TOP 3 Formen der Übergabe
TOP 4 Nachfolge gut geplant
TOP 5
Was sonst noch?
Bildquelle:
Eigene.
UNSERE THEMEN HEUTE
TOP 1 Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
TOP 2 Grundlagen
TOP 3 Formen der Übergabe
TOP 4 Nachfolge gut geplant
TOP 5
Was sonst noch?
Bildquelle:
Eigene.

16.06.2026
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5
Wo liegen die Herausforderungen?
Quelle:
Bildzeitung 21. Mai 2026
Quelle:
Gastgewerbe Zahlenspiegel 1. Quartal 2026 – DEHOGA Bundesverband
6
Wo liegen die Herausforderungen?
Das Gastgewerbe verzeichnete einen schwachen Start in das Jahr 2026
Anzeichen für eine baldige Trendwende sind nicht in Sicht. Von Januar bis März 2026 musste die Branche sowohl
im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zur Vorkrisenzeit erneut deutliche reale (preisbereinigte)
Umsatzverluste hinnehmen.
Damit befindet sich der reale Umsatz im ersten Quartal 2026 auf dem niedrigsten Niveau seit 2022, als
die Auswirkungen der Corona-Krise noch spürbar waren.
Der wirtschaftliche Druck auf die Betriebe verschärft sich zusehends. Die konjunkturelle Stagnation in Deutschland
und steigenden Kosten für Energie, Waren und Personal zehren die Erträge der Branche auf. Gleichzeitig dämpfen
die Sorgen um die langfristigen Effekte des Nahost-Konflikts die Geschäftserwartungen der Unternehmen.

16.06.2026
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Nachfolge???
Ein zentrales Thema für Thüringen und Ostdeutschland ist die Unternehmensnachfolge.
Deutschlandweit stehen rund 85.000 Betriebe im Tourismussektor vor einer Nachfolge, es gibt jedoch nur etwa
13.000 potenzielle Nachfolger. Das bedeutet, dass rechnerisch 6,5 übergabewillige Betriebe auf einen
Interessenten kommen.
Dieses Ungleichgewicht macht die Nachfolgeplanung zu einer entscheidenden Herausforderung für die langfristige
Sicherung des gastronomischen Angebots in Thüringen.
So sind zwischen 2010 und 2023 insgesamt 1.481 Unternehmen aus dem Markt ausgeschieden.
Detailanalysen zeigen, dass es sich bei den Betriebsaufgaben überwiegend um Klein- und Kleinstbetriebe handelt.
Als Hauptgrund kann gelten, dass dort das Verhältnis zwischen dem erforderlichen Engagement der
Inhaberfamilie und den Gewinn- bzw. Einkommenserwartungen besonders ungünstig ist.
Auch die Suche nach geeigneten Nachfolgern bei Betriebsübergaben dürfte in den nächsten Jahren nicht
leichter werden. Da das Angebot aber – auch nach dieser ausgeprägten Marktbereinigung – noch
immer kleinbetrieblich strukturiert ist, muss befürchtet werden, dass sich auch in Zukunft die Zahl
der gastgewerblichen Betriebe verringert.
Quelle:
Betriebsvergleich Thüringer Gastgewerbe 2026
Nachfolge???
Rund 37 % der ostdeutschen Betriebe planen innerhalb der nächsten zehn Jahre eine geregelte Übergabe, in
Thüringen liegt dieser Anteil bei 31,3 %.
Gleichzeitig geben etwa zehn Prozent der Betriebe an, in den kommenden Jahren durch Geschäftsaufgabe,
Stilllegung oder Verkauf aus dem Markt ausscheiden zu wollen, in Thüringen sind es 15,6 %.
Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch höher liegen, da sich viele Betriebe erst spät mit dem Thema Nachfolge
auseinandersetzen.
Der demografische Wandel und Abwanderungstendenzen verstärken diese Problematik, insbesondere in
Ostdeutschland. Zudem zeigt sich, dass Nachfolgefragen in der Gastronomie häufiger ungelöst bleiben als im
Beherbergungsgewerbe. Betroffen sind insbesondere Betriebe im ländlichen Raum. Fehlende Nachfolgelösungen
wirken dabei nicht nur strukturverändernd, sondern hemmen auch Investitionen, da viele Betriebe keine
langfristigen Perspektiven haben.
Quelle:
Betriebsvergleich Thüringer Gastgewerbe 2026

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Nachfolge???
Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Investitionshemmnisse im Gastgewerbe nicht auf einzelne Ursachen
zurückzuführen sind, sondern das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels aus:
-
wirtschaftlicher Unsicherheit,
-
vorsichtiger Risikoeinschätzung,
-
strategischen Defiziten und
-
strukturellen Herausforderungen darstellen.
Investitionen werden zwar grundsätzlich als notwendig an erkannt, ihre Umsetzung bleibt jedoch häufig hinter den
Erfordernissen einer langfristig tragfähigen und wettbewerbsfähigen Entwicklung zurück.
Thüringen hat im Vergleich mit Ostdeutschland insgesamt einen etwas geringeren Investitionsdruck, dennoch ist
der Anteil an Betrieben mit Investitionsstau hoch.
Thüringer Betriebe agieren vorsichtiger und stärker kosten-/risikogetrieben. Investitionen zielen häufiger auf
Effizienz, Kostensenkung und Stabilisierung, während Differenzierung, neue Angebote und neue Zielgruppen –
also innovative und zukunftsorientierte Bereiche – schwächer priorisiert werden.
Überdurchschnittlich viele geplante Marktaustritte bremsen das Investitionstempo in Thüringen weiter aus.
Quelle:
Betriebsvergleich Thüringer Gastgewerbe 2026
Nachfolge???
Neben grundsätzlichem Investitionsmut sorgen die folgenden Faktoren für Erfolg bei Investitionen,
gerade wenn die Finanzierung notwendige Investitionen hemmt:
•
Vollständiger Businessplan mit klarem Konzept und langfristiger Strategie; Investitionen müssen erkennbar Teil
dieser langfristig erfolgversprechenden Ausrichtung sein.
•
In touristischen Betrieben ist die Qualifikation der Betreiber ein zentraler Erfolgsfaktor: fachspezifische
Ausbildung sowie kontinuierliche Weiterbildung erhöhen die Chancen auf Finanzierungszusagen.
•
Reicht die Eigenkapitalquote nicht aus, sollten alternative Finanzierungswege offen geprüft und/oder
zusätzliche Sicherheiten (z. B. Bürgschaften) in die Gespräche mit dem Kreditinstitut eingebracht werden.
•
Sorgfältiges, laufendes Controlling stärkt das Vertrauen der Geldgeber und liefert entscheidungsrelevante
Kennzahlen. Entscheidend sind wenige, aber aussagekräftige Kennzahlen, insbesondere zur Leistungsfähigkeit
sowie zur Ertrags- und Innenfinanzierung; der Cash flow-Quotient ist gegenüber der Eigenkapitalquote häufig
die aussagekräftigere Größe.
•
Kreditinstitut frühzeitig in die Projektplanung einbinden und anschließend kontinuierlich ab stimmen;
Kritikpunkte sind aufzunehmen und der Businessplan entsprechend nachzubessern.
Quelle:
Betriebsvergleich Thüringer Gastgewerbe 2026

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Quelle:
Report Unternehmensnachfolge 2025 - Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) - www.dihk.de/
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Wo liegen die Herausforderungen?
Warum denken immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer ans Aufhören?
•
Eine der zentralen Ursachen ist die nach wie vor verfestigte Wirtschaftskrise. Zur
Konjunkturschwäche kommen strukturelle Hemmnisse, die in Deutschland zu langsam
angegangen werden. Die Unternehmen kämpfen mit schleppender Nachfrage einerseits und
hohen Kosten etwa für Energie und Rohstoffe andererseits. Hinzu kommen eine in weiten Teilen des
Mittelstands erhebliche Verunsicherung über das geschäftliche Umfeld und eine in vielen Bereichen
überbordende Regulierung.
•
Zudem zeigen sich in Deutschland die negativen Auswirkungen des demographischen Wandels.
Immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer erreichen das Ruhestandsalter. 72 Prozent
wollen bzw. müssen aus Altersgründen abgeben. Sie wollen oder können die steigenden
Belastungen und Unsicherheiten nicht mehr stemmen. Zugleich stehen dem aber immer weniger
Personen in gründungsaktiven Jahrgängen zwischen 18 und 40 Jahren gegenüber. Gerade in
diesem Alter entscheidet sich, ob man bereit und in der Lage ist, unternehmerische
Verantwortung zu übernehmen.
Quelle:
Report Unternehmensnachfolge 2025 - Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) - www.dihk.de/
12
Wo liegen die Herausforderungen?
Warum denken immer mehr Unternehmerinnen und Unternehmer ans Aufhören?
•
Lediglich zwölf Prozent der (Alt-)Unternehmen geben betriebswirtschaftliche Gründe dafür an,
ihr Unternehmen weiterzugeben zu wollen. Dies deutet darauf hin, dass die deutliche Mehrheit
der zur Nachfolge anstehenden Unternehmen sich zumindest nicht in existenziellen
wirtschaftlichen Nöten befinden, es also eine gute Chance auf eine Übernahme geben sollte.
•
Fehlende Fachkräfte werden nicht nur für Unternehmen auf Nachfolgesuche zum Problem, wenn
dadurch z. B. die personelle Neuausrichtung des Unternehmens erschwert wird. Der Engpass
schmälert auch das „Angebot“ an Übernahmewilligen – er macht es für eigentlich geeignete
Nachfolge-Interessierte einfacher, gute Konditionen in „risikoärmerer“ abhängiger Beschäftigung
auszuhandeln.

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Quelle:
DIHK Report Unternehmensnachfolge 2025
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Wo liegen die Herausforderungen?
Quelle:
DIHK Report Unternehmensnachfolge 2025
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Wo liegen die Herausforderungen?
2023: 25 Prozent

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Quelle:
DIHK Report Unternehmensnachfolge 2025
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Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
Quelle:
DIHK Report Unternehmensnachfolge 2025
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Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?

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Quelle:
DIHK Report Unternehmensnachfolge 2025
17
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
Quelle:
DIHK Report Unternehmensnachfolge 2023
18
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?

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Bildquelle:
www.immobilie-selbst-ohne-makler-verkaufen.de/
19
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
Bildquelle:
www.immobilie-selbst-ohne-makler-verkaufen.de/
20
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?

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11
Bildquelle:
www.immobilie-selbst-ohne-makler-verkaufen.de/
21
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
Bildquelle:
www.immobilie-selbst-ohne-makler-verkaufen.de/
22
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?

16.06.2026
12
Bildquelle:
www.immobilie-selbst-ohne-makler-verkaufen.de/
23
… und so sieht das Finanzamt Ihr Haus.
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
Bildquelle:
funmail.de
24
Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
Seit über 175
Jahren funktioniert
es…
ABER…

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UNSERE THEMEN HEUTE
TOP 1 Vorab – Wo liegen die Herausforderungen?
TOP 2 Grundlagen
TOP 3 Formen der Übergabe
TOP 4 Nachfolge gut geplant
TOP 5
Was sonst noch?
Bildquelle:
Eigene.
Bildquelle:
Eigene Graphik – Betriebsberatung Thüringer Gastgewerbe.
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Einführung

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Was ist ein (Ihr) Unternehmen(santeil) wert?
Der Wert eines Unternehmens ist nicht das, was sich mathematisch in Gutachten mit theoretischen
Unternehmensbewertungen errechnen lässt.
Der Wert ist das, was der Markt bereit ist zu zahlen oder das, was einem Übernehmer die
Möglichkeit gibt eine Refinanzierung zu erlangen.
Grundlagen
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Was ist Wert?
•
Verkehrswert
•
Marktwert
•
Buchwert
•
Ertragswert nach Bewertungsgesetz
•
Ertragswert nach Immobilienwertermittlungsverordnung
•
Sachwert
•
Substanzwert
•
Gemeiner Wert
•
Teilwert
•
Bodenwert
Grundlagen

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Bildquelle: Eigene.
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Sie (die Steuerpflichtigen) kommen der
Mitwirkungspflicht insbesondere dadurch
nach, dass sie die für die Besteuerung
erheblichen Tatsachen vollständig und
wahrheitsgemäß offenlegen und die Ihnen
bekannten Beweismittel angeben. Der Umfang
dieser Pflichten richtet sich nach den
Umständen des Einzelfalls.
Quelle: § 90 Abs. 1 Satz 2 AO
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Aus einem aktuellen Beratungsfall…
Grundsätzlich ist die Unternehmensübergabe durch den hier gegenständlich beschriebenen Verkauf
eine wirksame Strategie das Unternehmen fortzuführen.
Quelle:
Aktueller Beratungsfall HOGA Gastgewerbe Service GmbH
Bildquelle: Eigene.
Grundlagen
Quelle:
Aktueller Beratungsfall HOGA Gastgewerbe Service GmbH
32
Aus einem aktuellen Beratungsfall…
2020
2021
2022
2023
BWA 12/2024
Umsatzerlöse
845.821,53 €

765.394,48 €

1.222.924,95 €

1.361.270,09 €

1.352.959,68 €

Abschreibungen
39.763,98 €
-
40.192,25 €
-
38.755,65 €
-
31.807,80 €
-
-
 €