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title: "ETH Zürich lanciert das Programm «ETH Netto-Null» in Zürich; 2030: 50% Emissionsreduktion"
sdDatePublished: "2026-06-16T13:27:00Z"
source: "https://ethz.ch/content/dam/ethz/main/eth-zurich/nachhaltigkeit/05_netzero/2026_ETHNettoNull_Broschuere_DE.pdf"
topics:
  - name: "environmental policy"
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  - name: "sustainability"
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locations:
  - "Lugano"
  - "Bern-Mittelland"
  - "Zürich"
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ETH Zürich lanciert das Programm «ETH Netto-Null» in Zürich; 2030: 50% Emissionsreduktion

2026_ETHNettoNull_Broschuere_DE

Sustainability
Programm
«ETH Netto-Null»
Auf dem Weg zu einer
klimafreundlichen Hochschule

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Programm «ETH Netto-Null»
Programm «ETH Netto-Null» 
Die ETH Zürich begreift Klimaschutz als integralen Bestandteil ihres institutionellen
Auftrags. Als öffentliche Hochschule und Teil der dezentralen Bundesverwaltung
ist sie gesetzlich verpflichtet, ihre direkten und indirekten Treibhausgasemissionen
bis spätestens 2050 auf Netto-Null zu senken. Darüber hinaus strebt sie im
Sinne der im Klimaschutz- und Innovationsgesetz verankerten Vorbildfunktion an,
bereits bis 2040 eine Netto-Null-Bilanz in allen relevanten Emissionsbereichen
zu erreichen. Vor diesem Hintergrund hat die ETH Zürich im Jahr 2024 das Programm
«ETH Netto-Null» lanciert – nicht als kurzfristige Reaktion auf regu­latorische
Vorgaben, sondern als Ausdruck ihres Selbstverständnisses als Institution, die Wissen
schafft und Verantwortung übernimmt und gesellschaftliche Transformation aktiv
mitgestaltet.
Der Programm-Charakter von «ETH Netto-Null» trägt dem ge-
setzlichen Auftrag, der thematischen Breite, der fachlichen Kom-
plexität sowie den Erwartungen der ETH-Angehörigen Rechnung.
Er ermöglicht eine strategische Koordination und Priorisierung
zentraler Hebel und stärkt die Vernetzung zwischen den Schul-
leitungsbereichen, den Departementen sowie bestehenden Gre-
mien- und Beteiligungsstrukturen.
Institutionelle Ver­ankerung des Netto-Null Programms
Getragen wird das Programm durch eine klar strukturierte Gover-
nance. Die Programmsteuerung umfasst elf Personen und vereint
Vertretungen aus den Schulleitungsbereichen sowie je eine Stän-
devertretung der Studierenden und der Professor:innen. Ergänzt
wird sie durch ein Sounding Board mit derzeit 17 Mitgliedern aus
der ETH-Gemeinschaft, das zusätzliche Perspektiven von Pro-
fessor:innen, Mitarbeitenden, Doktorierenden, Studierenden und
Alumni einbringt.
Ein gemeinsamer Lernprozess in Richtung Netto-Null
Im Zentrum von «ETH Netto-Null» stehen die transformativen
Projekte – jede Initiative spiegelt die DNA des Programms wider
und setzt die Ziele von Emissionsreduktion, Innovation und institu-
tioneller Transformation konkret um. Das Programmmanagement
koordiniert diese Projekte, bündelt Reporting, Zeitplanung, Bud-
get, Risiken und Gremienarbeit und sorgt so für eine kohärente
und wirkungsvolle Umsetzung.
In den vergangenen zwei Jahren ist so eine Steuerungsstruktur
gewachsen, die bestehende Zuständigkeiten für eine effiziente
und effektive Umsetzung der Massnahmen nutzt. «ETH Netto-
Null» entwickelt sich damit zu einem gemeinsamen Lern- und
Veränderungsprozess, der die gesamte Institution aktiv einbe-
zieht.
Zeitmarke 2030: Gezielte Reduktion spezifischer Emissionen
Die Ambition des Programms ist eng mit dem Grundauftrag der
ETH verknüpft: Als wissenschaftliche Institution, Bildungsstätte
und Betreiberin komplexer Infrastrukturen übernimmt sie Ver-
antwortung im eigenen Betrieb und wirkt dabei wesentlich an
der Dekarbonisierung und Transformation von Gesellschaft und
Wirtschaft mit.
Ein zentraler Meilenstein ist das Zwischenziel 2030: Bis dahin
sollen die direkten Emissionen, die indirekten Emissionen aus
Energie sowie die Emissionen aus Geschäftsreisen um 50 Prozent
reduziert werden. Für die Emissionen aus den Lieferketten (Sco-
pe 3) wird eine Reduktion von mindestens 20 Prozent angestrebt.
Diese Zielsetzungen werden in einem regulatorischen Umfeld
verfolgt, das sich laufend weiterentwickelt.
GEMEINSAM VERANTWORTUNG
ÜBERNEHMEN AUF
DEM WEG ZU NETTO-NULL
«Die ETH Zürich versteht Klima­-
schutz als eine gemeinsame Aufgabe,
getragen von Mitarbeitenden,
Forschenden und Studierenden mit
unterschiedlichen Rollen und
Perspektiven»
Prof. Dr. Ulrich Weidmann,
Vizepräsident für Infrastruktur und Nachhaltigkeit, ETH Zürich
Der Weg zu Netto-Null ist ein Prozess, der Entscheidungen er-
fordert, Kompromisse aushält – und vor allem in den Alltag ein-
zieht. Diese differenzierte Herangehensweise ist essenziell, um
wirkungsvolle und tragfähige Lösungen zu entwickeln: Die Expe-
dition zu Netto-Null ist nicht nur ein technisches oder finanzielles
Vorhaben – sie ist auch eine Frage des Miteinanders. Die ETH
Zürich versteht Klimaschutz als gemeinsame Aufgabe – eine, die
nur gelingt, wenn Studierende, Forschende und Mitarbeitende sie
in ihrer täglichen Arbeit mittragen: in Entscheidungen, in Projek-
ten, in neuen Ideen. Genau dafür steht der Pioniergeist der ETH
Zürich – und genau das braucht es. Der Weg zu Netto-Null erfor-
dert Veränderung – und beginnt mit dem Wissen um die Selbst-
wirksamkeit im organisationalen Gefüge unseres spannenden
ETH-Universums.

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Programm «ETH Netto-Null» 
Programm «ETH Netto-Null» 
HIGHLIGHTS AUS DEN
TRANSFORMATIVEN PROJEKTEN
Die Etablierung der Programmstruktur sowie die Einführung eines
einheitlichen Reporting- und Controlling-Tools schafft Übersicht
über Massnahmen, Kosten, Einsparungen und Emissionswirkungen;
Entscheidungsgrundlagen werden vergleichbar und priorisierbar.
Die Sichtbarkeit des Programms innerhalb der ETH ist hoch – ebenso
die Anschlussfähigkeit an bestehende Prozesse und Zuständigkeiten.
Heizungssteuerung – mit erwarteten Ein-
sparungen von 20 bis 40 Prozent.
Emissionsreduzierte Dienstreisen
Bei diesem transformativen Projekt geht
es darum, die Treibhausgasemissionen
aus dienstlich veranlassten Reisen an der
ETH Zürich bis 2030 deutlich zu reduzieren
und bis 2040 Netto-Null zu erreichen. Dazu
zählen insbesondere Flugreisen, Reisen
mit dem öffentlichen Verkehr (z. B. Zug,
Bus, Tram) sowie Fahrten mit motorisier-
tem Individualverkehr (z. B. Privatwagen,
Taxi oder Mietwagen). Dazu werden Anrei-
ze für klimafreundlichere Reiseentschei-
dungen geschaffen und gezielt Massnah-
men unterstützt, die Emissionen senken,
wo Reisen weiterhin stattfinden.
Emissionsreduzierte Beschaffung
Eine breite Lieferantenbefragung und
-Analyse hat die CO2-Management-Reife
und Emissions-Hotspots sichtbar werden
lassen. Die geplanten Massnahmen zur
Bereitstellung von unternehmens- und
beschaffungsbezogenen CO2-Daten sind
ambitioniert. Harmonisierte ökologische
Zuschlagskriterien fliessen nun systema-
tisch in Beschaffungsvorlagen ein, die An-
wendung wird über SAP erfasst. Auf der
ETHIS-Plattform wird die Beschaffung von
nachhaltigen Produkten gefördert.
Emissionsreduzierte Infrastruktur
Die Bautätigkeit der ETH ist der schwie-
rigste – und wichtigste – Teil des Wegs zu
Netto-Null. Mit der Einbindung von Real
Estate Management und konkreten Ar-
beitssträngen zu Flächensuffizienz, Future
of Work und dem HIL Living Lab werden
Veränderungen sichtbar. Darüber hinaus
bilden die aktualisierten baulich-techni-
schen Vorgaben mit Fokus nachhaltiges
Aus Emissionssicht ergibt sich für das
Jahr 2025 erstmals eine Reduktion um
rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Diese Entwicklung ist unter anderem auf
ein reduziertes Beschaffungsvolumen,
weniger Flugreisen sowie den Abschluss
emis­sionsintensiver Grossbauprojekte
zurückzuführen. Aufgrund anstehender
Bauprojekte ist jedoch mit einem erneuten
Anstieg der Emissionen zu rechnen.
Der jährliche ETH Net Zero Day dient als
wiederkehrender Moment, um Fortschritte
sichtbar zu machen, einzuordnen und den
Transformationsprozess zu erfahren.
Dekarbonisierter Campus
Mittlerweile liegen für fast alle Bereiche
Umsetzungsplanungen vor, die grösste
Emissionsreduktion wird die fossilfreie
Wärmeversorgung auf dem Hönggerberg
bringen. Mit wenigen gezielten Massnah-
men werden die Gebäude praktisch aus-
schliesslich mit der Abwärme aus Pro-
zessen und über Wärmepumpen beheizt.
Ein weiterer Fortschritt konnte bei der
Optimierung der Dampferzeuger im HPL
Gebäude erzielt werden.
Energieeffizienz & erneuerbare Energie
Der Photovoltaikausbau schreitet voran –
für die Gebäude LCA (Lugano), FST, EHA,
EHB (Lindau) und HCP (Hönggerberg) sind
die Vorprojekte abgeschlossen und die
PV-Module werden in diesem Jahr instal-
liert. Weiter wird mit den Partnern USZ,
UZH, der SBB und Energie 360° im Jahr
2037 eine Seewasserleitung in Betrieb
genommen, welche den Campus Zentrum
ökologisch klimatisieren wird. Zusätzlich
hat die Schulleitung die Warmwasserstra-
tegie verabschiedet, und im ETZ-Gebäude
läuft mit viboo ein Pilot zur prädiktiven
Bauen den verbindlichen Rahmen für die
Besteller- und bauherrenspezifischen An-
forderungen der ETH Zürich und gelten für
alle Bauvorhaben.
Scope 3 Exploration
Nachhaltigkeitsaspekte fliessen in Caterer-
Verträge ein und ein übergreifender Stan-
dard für die ETH-Gastronomie wird vor-
bereitet. Das Label für nachhaltige und
inklusive Events – seit Ende 2024 bei über
60 ETH-Anlässen in Gold oder Silber ver-
geben – macht klimafreundlicheres Ver-
anstalten sichtbar. GreenLabs unterstützt
Labore in der Nachhaltigkeitstransforma-
tion durch zentrale Massnahmen und eine
Zertifizierung.
Emissionsreporting
Pilotprojekte zur präziseren Erfassung
von Beschaffungsemissionen und die
Weiterentwicklung von Methoden und Sys-
temgrenzen erhöhen Transparenz, Ver-
gleichbarkeit und Belastbarkeit der Bilanz.
Netto-Null Reallabore
Mit dem in den institutionellen Prioritäten
verankerten Reallabor-Ansatz will die ETH
ihre Campus als Experimentier- und Lern-
felder nutzen. Lehre, Forschung und Be-
trieb werden eng miteinander verknüpft
und Lösungen unter realen Bedingungen
entwickelt, getestet und umgesetzt. Ziel
ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse
unmittelbar in die Praxis zu überführen
und Ergebnisse aus dem Betrieb in Lehr-
und Forschungsprozesse zurückzuspielen.
Eine Arbeitsgruppe mit breiter Beteiligung
hat ein Reallabor-Konzept erarbeitet – und
die Vizepräsidien Infrastruktur und Nach-
haltigkeit und Forschung treiben nun des-
sen Umsetzung voran.
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Nachhaltigkeit & Ethik in der Lehre
Mit einer dedizierten Projektleitung und
gesicherter Finanzierung liefert das Pro-
jekt erste konkrete Produkte: Nachhaltig-
keits- und Ethik-Linsen auf dem ETH-Kom-
petenzraster, einen Innovedum-Call zur
Förderung von entsprechenden Lehrpro-
jekten und eine wachsende Sammlung von
Lehrbeispielen aus ETH-Departementen
und ENHANCE+-Partneruniversitäten, und
vieles mehr ist in Arbeit.
Kommunikation & Community Engagement
Das Projekt setzt auf engagierende Kom-
munikation, die die Ziele von «ETH Netto-
Null» sichtbar macht und den institutio-
nellen Wandel aktiv unterstützt. Genutzt
werden dabei interne News, Newsletter,
die ETH-Sustainability-Website sowie eine
ETH-weite Netto-Null-Rubrik. Ergänzt wird
dies durch einen Netto-Null-Styleguide und
ein einheitliches Branding. Ein Kommuni-
kationskonzept bis 2030 legt die Grundlage
für gezielte Kampagnenwellen und strate-
gische Ansprache. So wird Nachhaltigkeit
erlebbar und die aktive Mitwirkung der
gesamten Institution gestärkt.
Hinweis: Scope 3 Emissionen wurden einmalig in 2017 berechnet und daher bis 2023 als konstant angenommen.
Die Daten für 2030/2040 sind extrapoliert zur Darstellung der Zielerreichung.
Direkte Emissionen – Scope 1
Indirekte Emissionen – Scope 2
Indirekte Emissionen – Scope 3
(Dienstreisen)
Indirekte Emissionen – Scope 3
(Rest)
Die Hauptquellen der ETH Treibhausgasemissionen 2025, tCO2eq (Stand: 16.04.2026)
2,699
Indirekte Emissionen durch Energielieferanten
6,735
Direkte Emissionen aus ETH-Gebäuden (Heizung, Kühlung und Fahrzeugflotte)
10,422
Emissionen aus
Dienstreisen
29,500
Weitere Kategorien aus Scope 3
(z.B. Kantinen, Pendlerverkehr)
12,500
ICT Hard- und Software
15,500
Gebäudebetrieb
und Unterhalt
18,000
Wissenschaftliche Apparate,
Maschinen und Werkzeuge
26,500
Laborbedarf
32,000
Immobilien und
Infrastruktur
Ungefähr
153,000 tCO2eq
über
Scopes 1–3
2006
2012
2017
2020
2025
2030
2040
210,000
180,000
150,000
120,000
90,000
60,000
30,000
0
«Unver­
meidbare»
Emissionen
werden
neutralisiert
...
Scope 3 – Unvermeidbar
Scope 3 – Rest
Scope 3 – Dienstre