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title: "Studierende der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW veranstalten Neurodiversitäts-Pride-Tag am FHNW; Interviews, Paper, Workshop entstehen"
sdDatePublished: "2026-06-16T09:06:00Z"
source: "https://www.fhnw.ch/de/soziale-arbeit/aktuelles/news-storys/alle/freiform-buendnis-adhs"
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Studierende der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW veranstalten Neurodiversitäts-Pride-Tag am FHNW; Interviews, Paper, Workshop entstehen

Neurodiversitäts-Pride-Tag: Vielfalt im Denken sichtbar machen,Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

Heute wird weltweit der Neurodiversitäts-Pride-Tag begangen. Der Aktionstag am 16. Juni setzt ein Zeichen für die Anerkennung neurologischer Vielfalt und macht darauf aufmerksam, dass unterschiedliche Denk-, Lern- und Wahrnehmungsweisen ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft sind.

So wissenschaftlich der Begriff «Neurodiversität» auch daherkommen mag, so greifbar ist das, was dahintersteckt. Wer hätte nicht schon einmal von Hochbegabung, ADHS, Autismus, Legasthenie, Dyslexie oder Hochsensibilität gehört? Der Ansatz des Aktionstags ist es, diese Ausprägungen nicht primär als Defizite zu verstehen, sondern als Ausdruck menschlicher Vielfalt.

Das Thema gewinnt aktuell zunehmend an Bedeutung, nicht nur in der Sozialen Arbeit, sondern vor allem auch im Bildungsbereich und in der Arbeitswelt. Und obwohl die Sensibilität zunimmt, begegnen viele neurodivergente Menschen nach wie vor Vorurteilen, Missverständnissen oder fehlender Unterstützung.

Um diese Problematik näher zu beleuchten, schufen Studierende der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW im Rahmen der Freiform einen Raum für Austausch und Auseinandersetzung. Zwei Semester lang beschäftigten sie sich im Rahmen des «Bündnis ADHS» mit Fragen rund um Neurodiversität, Inklusion und Teilhabe.

Die Beteiligten beschäftigten sich mit Themen wie Lernstrategien, Motivation, Stärkenorientierung und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Menschen mit ADHS. Dabei trafen wissenschaftliche Erkenntnisse auf persönliche Erfahrungen und konkrete Alltagsrealitäten.

Und was zunächst als offener Austausch begann, entwickelte sich zu einem Projekt mit vielen fruchtbaren Ergebnissen: So entstanden im Rahmen des Bündnisses Interviews mit Fachpersonen und Betroffenen, ein theoretisches Paper und auch ein Workshop, bei dem die Studierenden in den engen Austausch mit einer Schulklasse gingen.

Gerade dieser Austausch ist es, der bei dem Thema so wichtig ist, findet Ramon. Er hat im Bündnis ADHS den Workshop federführend erarbeitet und weiss: «Es braucht Begegnungen und Berührungspunkte. Je mehr Menschen sich mit Neurodiversität auseinandersetzen, desto selbstverständlicher wird sie Teil des gesellschaftlichen Alltags.»

Sichtbarkeit und Wissen sind zentrale Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe – das wird im Austausch mit den Studierenden deutlich. Dabei geht es jedoch nicht um oberflächliches Wissen à la «ADHS, ja, hab ich schon mal gehört», sondern es geht um ein tieferes Verständnis für die konkreten Auswirkungen, die diese neurodiverse Ausprägung mit sich bringt.

Joshua, der im Rahmen des Bündnisses unter anderem einen Neuropsychologen interviewt hat, formuliert seine Erkenntnisse so: «Viele Menschen wissen, dass es ADHS gibt. Aber oft fehlt das Verständnis dafür, wie stark es sich auf den Alltag auswirken kann.»

Die Erfahrungen aus dem Bündnis zeigen, welches Potenzial in einer offenen Auseinandersetzung mit Neurodiversität liegt. Dort, wo Menschen ihre Erfahrungen teilen können, entstehen Verständnis, neue Handlungsmöglichkeiten und ein differenzierter Blick auf Vielfalt.

Und genau dazu lädt der Neurodiversitäts-Pride-Tag ein: Unterschiede nicht als Defizite zu betrachten, sondern als Teil einer vielfältigen Gesellschaft. Oder, wie Ramon es formuliert: «Langfristig sollte Neurodiversität nicht mehr als Sonderthema betrachtet werden, sondern als selbstverständlicher Teil menschlicher Vielfalt.

Was nehmen die Studierenden der Freiform aus dem Bündnis ADHS mit? Hier geht's zum Interview

Neurodiversitäts-Pride-Tag: Vielfalt im Denken sichtbar machen , Hochschule für Soziale Arbeit FHNW

16.6.2026 – Hochschule für Soziale Arbeit, Studienzentrum Soziale Arbeit