GAG Immobilien AG berichtet Geschäftsjahr 2025 auf Hauptversammlung in Köln; Klimaneutralität bis 2045

Wohnungsbau im Zeichen der Nachhaltigkeit | GAG Immobilien AG

Wohnungsbau im Zeichen der Nachhaltigkeit

Neubau und Modernisierung von dringend benötigtem Wohnraum, und das vor dem Hintergrund ambitionierter Klimaschutzziele: Bei der virtuellen Hauptversammlung der GAG Immobilien AG verfolgten die Aktionärinnen und Aktionäre im Livestream interessiert die Ausführungen des Vorstands zu den Leistungen und Herausforderungen des vergangenen Geschäftsjahres. Vertreten waren rund 96 Prozent des Grundkapitals der GAG. Es war die erste Hauptversammlung für den neuen GAG-Vorstand Christian Eiff, der erst kurz zuvor sein Amt angetreten hatte. Gemeinsam mit seiner Vorstandskollegin Anne Keilholz berichtete er den Zuhörenden über das Geschäftsjahr 2025 und beantwortete die Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre.

Das vergangene Geschäftsjahr war für die GAG wie für die gesamte Wohnungswirtschaft von sehr vielen Unsicherheiten geprägt. „Globale Krisen sorgten für enorm gestiegene Energiepreise, was die ohnehin schwächelnde Gesamtwirtschaft zusätzlich belastet hat. Das hat starke Auswirkungen auch auf die Wohnungswirtschaft. Die Zinsen sind nach wie vor hoch, und die Kosten für Baumaterialien und Dienstleistungen bewegen sich auf hohem Niveau“, fasste Anne Keilholz die wirtschaftliche Lage zusammen. Gleichzeitig bestehe für die GAG eine hohe Notwendigkeit für Investitionen, vor allem in der Modernisierung, um die ambitionierten Klimaschutzziele zu erreichen.

Wie erfolgreich die GAG im vergangenen Jahr bei der Erreichung dieser Ziele gewesen ist, listet der neue Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 auf, den der Vorstand ebenfalls bei der Hauptversammlung vorstellte. Die wichtigsten Werkzeuge auf dem Weg zur angestrebten Klimaneutralität sind die energetische Modernisierung der Bestände, die konsequente Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien und der Einsatz innovativer Technologien sowie nachhaltiger Materialien. „Aus den gesammelten Daten und den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich sehr gut Modelle ableiten, wie wir unser Ziel der Klimaneutralität bis 2045 erreichen können. Darüber hinaus gibt es ein sehr starkes Interesse an unseren Nachhaltigkeitsdaten, sowohl in der Stadtgesellschaft als auch bei unseren Geschäftspartnern wie beispielsweise Banken.“, begründete Anne Keilholz das Engagement der GAG für seinen Nachhaltigkeitsbericht, auch wenn das Unternehmen derzeit nicht berichtspflichtig sei.

Als Beispiel für das soziale Engagement von Kölns größter Vermieterin nannte Christian Eiff den Belegungsrechtsvertrag mit der Stadt Köln, der im vergangenen Jahr neu verhandelt wurde und dessen neue Fassung Anfang 2027 in Kraft trete. „Der neue Belegungsrechtsvertrag leistet einen entscheidenden Beitrag zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit in Köln und unterstreicht die Rolle der GAG als sozial verantwortliches Wohnungsunternehmen“, so der neue Vorstand.

Doch nicht nur aktuelle Herausforderungen, sondern auch die wirtschaftlichen Leistungen der GAG im Geschäftsjahr 2025 nahmen breiten Raum bei der Versammlung ein. Das EBITDA, also das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, betrug 173,3 Millionen Euro, beim Konzernergebnis wurde mit rund 40 Millionen Euro das sehr gute Ergebnis aus dem Vorjahr annähernd wieder erreicht. 166,2 Millionen Euro hat die GAG im Geschäftsjahr 2025 investiert. Resultat dieser Anstrengungen waren 605 fertiggestellte Wohnungen – 328 im Neubau, davon 189 öffentlich gefördert, und 277 nach abgeschlossener Modernisierung. Von denen waren insgesamt 253 öffentlich gefördert. Durch die erneut intensive Bau- und Modernisierungstätigkeit hat sich der Bestand von Kölns größter Vermieterin auf 46.279 Wohnungen erhöht. Die Wohn- und Nutzfläche liegt nunmehr bei rund 3,2 Millionen Quadratmetern. Weitere 1.604 Wohnungen im Neubau und in der Modernisierung befanden sich Ende 2025 in ganz Köln im Bau, überwiegend öffentlich gefördert. Für die Instandhaltung, die laufende Pflege des vorhandenen Bestands, wurden im vergangenen Jahr rund 79,1 Millionen Euro oder 24,50 Euro

m 2 aufgewendet. Die Investitionen in Neubau und Modernisierung sowie die Aufwendungen für die Instandhaltung zusammen haben sich in den vergangenen drei Jahren auf annähernd 793 Millionen Euro summiert. „Das ist eine Summe, die wir gerade in diesen Zeiten nicht ausdrücklich genug betonen können“, sagte Christian Eiff.

Die Aktionärinnen und Aktionäre stimmten der von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Dividendenausschüttung in Höhe von einem Euro je Aktie (Gesamtausschüttung: rund 16,1 Millionen Euro) zu. Vorstand und Aufsichtsrat wurden von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2025 entlastet. Außerdem wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH für das Geschäftsjahr 2026 zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer bestimmt.

Darüber hinaus wurden Sabine Pakulat, Pascal Pütz und Thomas Welter wieder- sowie Sercan Bars, Sergen Belen, Heiner Kockerbeck und Hans Schwanitz neu in den Aufsichtsrat gewählt. Bei der Wahl durch die Belegschaft im Frühjahr dieses Jahres wurde Markus Niester bereits anstelle der aus dem Unternehmen ausgeschiedenen Martina Richter für den Aufsichtsrat bestimmt. Alle Beschlüsse der Hauptversammlung wurden mit großer Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst.

Im Anschluss an die Hauptversammlung trat der Aufsichtsrat in neuer Besetzung zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Dabei wählte das Gremium erneut Pascal Pütz zu seinem neuen Vorsitzenden. Stellvertretend für ihn fungieren nun Sabine Pakulat und Andreas Schubring.

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