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title: "Vatikanstaat, Güterverwaltung des Heiligen Stuhls, Acea planen Errichtung großer Photovoltaik-Farm auf Ponte Galeria nördlich von Rom; weltweit erster Staat mit Überschuss an Solarstrom"
sdDatePublished: "2026-06-16T09:06:00Z"
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Vatikanstaat, Güterverwaltung des Heiligen Stuhls, Acea planen Errichtung großer Photovoltaik-Farm auf Ponte Galeria nördlich von Rom; weltweit erster Staat mit Überschuss an Solarstrom

Große Photovoltaik-Farm für den Vatikan rückt näher - katholisch.de

Große Photovoltaik-Farm für den Vatikan rückt näher

Vatikanstadt ‐ Der Vatikanstaat umfasst nur 44 Hektar, doch ihm gehören mehrere große Flächen im Umland von Rom. Eine davon soll bald zur Photovoltaik-Farm umgebaut werden. Die wäre dann eine der leistungsstärksten Europas.

Der Bau einer großen Photovoltaik-Farm auf vatikaneigenem Gelände rückt näher. Wie die Verwaltung des Vatikanstaates am Montag mitteilte, haben der Zwergstaat des Papstes, die Güterverwaltung des Heiligen Stuhls, der italienische Energieversorger Acea und die vatikanische Umweltstiftung "Fratello Sole" eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Sie legt einen Ablaufplan für die Errichtung eines großen Photovoltaik-Parks auf dem vatikaneigenen Gelände von Ponte Galeria nördlich von Rom fest. Die Stiftung "Fratello Sole", die das Projekt federführend vorantreiben soll, hatte Papst Leo XIV. am 1. Juni 2025 wenige Wochen nach seinem Amtsantritt gegründet.

Mit der großen Anlage zur Erzeugung "grüner Energie" soll laut Vatikan-Mitteilung ein zentrales ethisches Anliegen des kirchlichen Lehramts verwirklicht werden. Es war von Papst Franziskus (2013–2025) in seiner Ökologie-Enzyklika "Laudato si'" festgeschrieben worden. Sobald die Anlage steht und produziert, wäre der Vatikan der erste Staat der Welt, der mehr Solarstrom herstellt, als er selbst verbraucht. Ein völkerrechtlicher Vertrag mit Italien, der dies ermöglicht, war bereis Ende Mai in Kraft getreten . Gemäß diesem Vertrag kann der Vatikan auf dem rund 420 Hektar großen Gelände nördlich von Rom zusätzlich zu Radio-Sendemasten eine Photovoltaik-Anlage errichten. Das Gebiet gehört gemäß den Lateranverträgen von 1929 als exterritoriales Gebiet dem Heiligen Stuhl.

Der Vatikan kann den dort künftig gewonnenen Solarstrom ins italienische Netz einspeisen und umgekehrt kostenlos Strom aus diesem Netz beziehen. Wenn der auf vatikanischem Terrain erzeugte Strom den Eigenbedarf übertrifft, geht die überzählige Energie ins Eigentum des italienischen Staates über. Wenn der Vatikan das gesamte ihm gehörende Gelände bei Ponte Galeria mit Solar-Paneelen bedecken würde, würde die dortige Solar-Farm eine der größten Europas. Die bislang größte Anlage dieser Art in Europa ist der Solarpark Witznitz südlich von Leipzig. Er erstreckt sich über eine Fläche von rund 500 Hektar und erzeugt rechnerisch 600 Millionen Kilowattstunden (kWh) im Jahr. Das deckt den Jahresbedarf von rund 200.000 Haushalten. Mit einer nutzbaren Fläche von rund 400 Hektar könnte der vatikanische Solarpark bei Ponte Galeria dank der deutlich höheren jährlichen Sonnenscheindauer eine ähnlich hohe Leistung erbringen. (KNA)

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Vatikan darf ab sofort komplett auf Solarstrom setzen

Vertrag mit Italien in Kraft

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