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title: "Getty Research Institute zeigt Kriegsverlust der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Los Angeles; Rückgabe an SKD geplant Dezember 2026."
sdDatePublished: "2026-06-16T13:18:00Z"
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Getty Research Institute zeigt Kriegsverlust der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Los Angeles; Rückgabe an SKD geplant Dezember 2026.

SKD: Getty Research Institute zeigt Kriegsverlust der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Rahmen einer Ausstellung

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Getty Research Institute zeigt Kriegsverlust der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Rahmen einer Ausstellung

Ein Kriegsverlust ist in Los Angeles wieder aufgetaucht. Ehe das Werk im Herbst feierlich an die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zurückgegeben wird, macht das Getty Research Institute in Los Angeles dessen Geschichte nun zum Thema einer Ausstellung. Unter dem Titel: „Lost. Found. Returned." werden die Entstehung, der Verlust und die Wiederentdeckung der Zeichnung „Stehender männlicher Rückenakt" des Künstlers Otto Greiner aus dem Jahr 1892 präzise und anschaulich dokumentiert. Die Präsentation widmet sich dabei Fragen zu Provenienzforschung, Sammlungsverlusten und internationaler Zusammenarbeit.

Ein Hinweis einer Privatperson aus dem vergangenen Jahr hatte zwei Wissenschaftlerinnen des Museumsverbundes auf die Spur des vermissten Werks gebracht. Sie konnten es nicht nur zweifelsfrei dem Kupferstich-Kabinett zuordnen, sondern auch den Weg der Zeichnung von Dresden nach Los Angeles rekonstruieren.

Otto Greiner, 1869 in Leipzig geboren, war ein deutscher Maler und Grafiker und gilt als wichtiger Vertreter des Symbolismus. Die Geschichte der verlorenen Zeichnung beginnt 1892 in Rom, wo Greiner seinerzeit länger weilte. Zwei Jahre nach ihrer Entstehung wurde sie für das Kupferstich-Kabinett gekauft. Nachdem das Blatt in den Wirren des Zweiten Weltkrieges verloren ging, tauchte es 2001 kurz auf dem deutschen Kunstmarkt auf, ehe es ein renommierter Sammler aus Los Angeles 2005 in New York erwarb. 2016 kam es mit dessen Sammlung an das Getty Research Institute.

Die Ausstellung zeigt Fotos und andere Archivalien, Markierungen und Stempel, die den Weg der Zeichnung nachvollziehbar machen. Ein Video erklärt, welche Instrumente heute zur Verfügung stehen, um verlorene Kunstwerke wiederzufinden. Interviews, die mit den beiden Wissenschaftlerinnen zu ihrer Arbeit geführt wurden, sind in einer Audiostation abrufbar.

Nach dem Ende der Ausstellung werden Andrew Perchuk, Interim Director des Getty Research Institute, sowie Stephen Clark, Vice President General Counsel and Secretary des Getty Trusts, im Dezember 2026 nach Dresden kommen und die Zeichnung den SKD feierlich übergeben. Wir werden rechtzeitig zum Termin einladen.

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