VDV macht Sicherheit zum strategischen Kernthema der Verkehrsbranche in Berlin; Neue Eisenbahnkonferenz geplant

Berlin, den 17. Juni 2026 Sicherheit wird zum strategischen Kernthema der Verkehrsbranche VDV rückt krisenfeste Mobilität, resiliente Infrastrukturen und den Schutz von Beschäftigten und Fahrgästen stärker in den politischen und gesellschaftlichen Fokus Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) will das Thema Sicherheit in seiner ganzen Breite zu einem der zentralen Themen der Branche für die kommenden Jahre machen. Dabei geht es nicht nur um die Sicherheit von Beschäftigten und Fahrgästen im Alltag, sondern auch um die Versorgungssicherheit Deutschlands in Krisenzeiten, um den verlässlichen Transport von Menschen und Gütern auf der Schiene, um den Schutz kritischer Infrastrukturen und Anlagen, um IT- und Cybersicherheit sowie um resiliente Netze und krisenfeste Mobilitäts- und Logistikstrukturen. Ein entscheidender Impuls für diese inhaltliche Schwerpunktsetzung war ein Vortrag der renommierten Sicherheitsexpertin Dr. Claudia Major im Rahmen der VDV-Jahrestagung 2026 in Karlsruhe. Vor mehr als 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmern machte sie deutlich, dass Sicherheitspolitik, Resilienz und zivile Vorsorge längst keine abstrakten Debatten mehr sind, sondern konkrete Anforderungen an zentrale Infrastrukturen und damit auch an die Verkehrsbranche. VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff: „Der Vortrag von Frau Dr. Major hat gezeigt, dass das Thema Sicherheit für uns eine strategische Kernfrage für die Zukunft der Branche ist. Wer in Deutschland über Versorgungssicherheit, Krisenvorsorge, Resilienz und staatliche Handlungsfähigkeit spricht, der muss über Eisenbahn, ÖPNV und ihre Infrastrukturen sprechen. Es geht um den Schutz von Anlagen und Netzen, um IT- und Cybersicherheit, um belastbare Transportwege auf der Schiene und um die Frage, wie mobil und logistisch handlungsfähig unser Land in Pressemitteilung

Krisenlagen ist. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass Sicherheit für unsere Branche schon heute ganz konkret beginnt: beim Schutz unserer Beschäftigten und Fahrgäste im täglichen Betrieb.“ Aus Sicht des VDV muss das Thema deshalb deutlich stärker in die politische Arbeit und in die gesellschaftliche Wahrnehmung rücken. Die Branche betreibt und nutzt Infrastrukturen, die für den Alltag, für wirtschaftliche Stabilität und im Krisenfall für Versorgung, Transport, Evakuierung, Logistik und staatliche Handlungsfähigkeit von zentraler Bedeutung sind. Gerade die Eisenbahn übernimmt dabei eine besondere Rolle, wenn es um robuste Transportkapazitäten für Güter und Personen sowie um verlässliche, auch unter Stress funktionsfähige Netze geht. Auf der VDV-Jahrestagung wurde vor diesem Hintergrund auch das neue Positionspapier Krisenfeste Mobilität: Eisenbahn, Bus und Infrastruktur für Verteidigung, Zivil- und Katastrophenschutz veröffentlicht und im Fachforum Eisenbahnverkehr intensiv diskutiert. Darin macht der VDV deutlich, dass Eisenbahn und ÖPNV als Teil der nationalen Sicherheitsarchitektur verstanden und entsprechend politisch berücksichtigt werden müssen. Konkret will der VDV das Themenfeld Sicherheit künftig noch stärker verbandsintern, fachpolitisch und öffentlich bearbeiten. Dazu zählen unter anderem die Weiterentwicklung von Positionen zur Resilienz der Schieneninfrastruktur, zu Schutz- und Sicherheitsanforderungen für Anlagen und IT-Systeme, zur krisenfesten Organisation von Mobilität und Logistik sowie zu Sicherheit und Prävention im Betriebsalltag. Neue Konferenz soll die Aufmerksamkeit auf das Thema erhöhen und die Vernetzung der verschiedenen Partner voranbringen Ein geplanter nächster Schwerpunkt ist eine neue Eisenbahnkonferenz, mit der der VDV die Themen Resilienz, Kapazitäten sowie krisenfeste Mobilität und Infrastrukturen des öffentlichen Verkehrs vertieft aufgreifen will. Ziel ist es, Akteure aus Branche, Politik, Sicherheitsbehörden, Industrie und Wissenschaft zusammenzubringen und aus den sicherheitspolitischen Herausforderungen konkrete Konsequenzen für das Verkehrssystem in Deutschland abzuleiten. Einen Schritt weiter ist der VDV bereits beim Thema Sicherheit im ÖPNV für Beschäftigte und Fahrgäste. Am 5. und 6. Oktober findet in Berlin die 2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz statt, bei der der VDV als Partner des Fachverlags DVV Media gemeinsam mit rund 150 Expertinnen und Experten aktuelle Fragen zur Sicherheit von Menschen in der Mobilität diskutiert.

Oliver Wolff abschließend: „Wenn wir über die Zukunftsfähigkeit unserer Branche sprechen, dann sprechen wir ab sofort auch immer über Sicherheit. Eine leistungsfähige, resiliente und geschützte Verkehrsinfrastruktur ist kein Spezialthema für Ausnahmelagen, sondern eine Grundvoraussetzung für einen funktionierenden Alltag und für ein handlungsfähiges Land im Krisenfall. Genau deshalb werden wir dieses Thema zu einem zentralen Schwerpunkt unserer Arbeit machen.“ Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) Lars Wagner · Pressesprecher · T 030 399932-14 · wagner@vdv.de Eike Arnold · stv. Pressesprecher · T 030 399932-19 · arnold@vdv.de Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist der Branchenverband des öffentlichen Personen- und Schienengüterverkehrs mit rund 700 Mitgliedsunternehmen. Branche und Branchenverband sorgen für mehr klimaschonende Beförderung und Transport von Menschen und Gütern bei weniger Verkehr. Die Mitgliedsunternehmen des VDV spielen eine entscheidende Rolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland und bei der Lösung verkehrlicher Herausforderungen. Nachdem die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr pandemiebedingt zurückgegangen waren, steigt die Nachfrage seit dem Jahr 2022 wieder an. Die VDV-Mitgliedsunternehmen befördern jeden Tag 24 Millionen Fahrgäste in Deutschland mit Bus und Bahn und ersparen damit 17 Millionen Autofahrten. Zuletzt transportierten die VDV- Unternehmen im öffentlichen Schienengüterverkehr 360 Millionen Tonnen Güter. Das ersetzt am Tag rund 60.000 voll beladene Lkw auf deutschen Straßen. Durch ihre Verkehrsleistung sparen Busse und Bahnen zehn Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen jährlich ein.

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