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title: "VDV macht Sicherheit zum strategischen Kernthema der Verkehrsbranche in Berlin; Neue Eisenbahnkonferenz geplant"
sdDatePublished: "2026-06-16T14:16:00Z"
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VDV macht Sicherheit zum strategischen Kernthema der Verkehrsbranche in Berlin; Neue Eisenbahnkonferenz geplant

Berlin, den 17. Juni 2026
Sicherheit wird zum strategischen Kernthema der
Verkehrsbranche
VDV rückt krisenfeste Mobilität, resiliente Infrastrukturen und
den Schutz von Beschäftigten und Fahrgästen stärker in den
politischen und gesellschaftlichen Fokus
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) will das Thema
Sicherheit in seiner ganzen Breite zu einem der zentralen Themen der
Branche für die kommenden Jahre machen. Dabei geht es nicht nur um
die Sicherheit von Beschäftigten und Fahrgästen im Alltag, sondern auch
um die Versorgungssicherheit Deutschlands in Krisenzeiten, um den
verlässlichen Transport von Menschen und Gütern auf der Schiene, um
den Schutz kritischer Infrastrukturen und Anlagen, um IT- und
Cybersicherheit sowie um resiliente Netze und krisenfeste Mobilitäts-
und Logistikstrukturen.
Ein entscheidender Impuls für diese inhaltliche Schwerpunktsetzung war ein
Vortrag der renommierten Sicherheitsexpertin Dr. Claudia Major im Rahmen
der VDV-Jahrestagung 2026 in Karlsruhe. Vor mehr als 900 Teilnehmerinnen
und Teilnehmern machte sie deutlich, dass Sicherheitspolitik, Resilienz und
zivile Vorsorge längst keine abstrakten Debatten mehr sind, sondern
konkrete Anforderungen an zentrale Infrastrukturen und damit auch an die
Verkehrsbranche.
VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff: „Der Vortrag von Frau Dr. Major
hat gezeigt, dass das Thema Sicherheit für uns eine strategische Kernfrage
für die Zukunft der Branche ist. Wer in Deutschland über
Versorgungssicherheit, Krisenvorsorge, Resilienz und staatliche
Handlungsfähigkeit spricht, der muss über Eisenbahn, ÖPNV und ihre
Infrastrukturen sprechen. Es geht um den Schutz von Anlagen und Netzen,
um IT- und Cybersicherheit, um belastbare Transportwege auf der Schiene
und um die Frage, wie mobil und logistisch handlungsfähig unser Land in
Pressemitteilung

Krisenlagen ist. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass Sicherheit für
unsere Branche schon heute ganz konkret beginnt: beim Schutz unserer
Beschäftigten und Fahrgäste im täglichen Betrieb.“
Aus Sicht des VDV muss das Thema deshalb deutlich stärker in die
politische Arbeit und in die gesellschaftliche Wahrnehmung rücken. Die
Branche betreibt und nutzt Infrastrukturen, die für den Alltag, für
wirtschaftliche Stabilität und im Krisenfall für Versorgung, Transport,
Evakuierung, Logistik und staatliche Handlungsfähigkeit von zentraler
Bedeutung sind. Gerade die Eisenbahn übernimmt dabei eine besondere
Rolle, wenn es um robuste Transportkapazitäten für Güter und Personen
sowie um verlässliche, auch unter Stress funktionsfähige Netze geht.
Auf der VDV-Jahrestagung wurde vor diesem Hintergrund auch das neue
Positionspapier Krisenfeste Mobilität: Eisenbahn, Bus und Infrastruktur für
Verteidigung, Zivil- und Katastrophenschutz veröffentlicht und im Fachforum
Eisenbahnverkehr intensiv diskutiert. Darin macht der VDV deutlich, dass
Eisenbahn und ÖPNV als Teil der nationalen Sicherheitsarchitektur
verstanden und entsprechend politisch berücksichtigt werden müssen.
Konkret will der VDV das Themenfeld Sicherheit künftig noch stärker
verbandsintern, fachpolitisch und öffentlich bearbeiten. Dazu zählen unter
anderem die Weiterentwicklung von Positionen zur Resilienz der
Schieneninfrastruktur, zu Schutz- und Sicherheitsanforderungen für Anlagen
und IT-Systeme, zur krisenfesten Organisation von Mobilität und Logistik
sowie zu Sicherheit und Prävention im Betriebsalltag.
Neue Konferenz soll die Aufmerksamkeit auf das Thema erhöhen und die
Vernetzung der verschiedenen Partner voranbringen
Ein geplanter nächster Schwerpunkt ist eine neue Eisenbahnkonferenz, mit
der der VDV die Themen Resilienz, Kapazitäten sowie krisenfeste Mobilität
und Infrastrukturen des öffentlichen Verkehrs vertieft aufgreifen will. Ziel ist
es, Akteure aus Branche, Politik, Sicherheitsbehörden, Industrie und
Wissenschaft zusammenzubringen und aus den sicherheitspolitischen
Herausforderungen konkrete Konsequenzen für das Verkehrssystem in
Deutschland abzuleiten.
Einen Schritt weiter ist der VDV bereits beim Thema Sicherheit im ÖPNV für
Beschäftigte und Fahrgäste. Am 5. und 6. Oktober findet in Berlin die
2. ÖPNV-Sicherheitskonferenz statt, bei der der VDV als Partner des
Fachverlags DVV Media gemeinsam mit rund 150 Expertinnen und Experten
aktuelle Fragen zur Sicherheit von Menschen in der Mobilität diskutiert.

Oliver Wolff abschließend: „Wenn wir über die Zukunftsfähigkeit unserer
Branche sprechen, dann sprechen wir ab sofort auch immer über Sicherheit.
Eine leistungsfähige, resiliente und geschützte Verkehrsinfrastruktur ist kein
Spezialthema für Ausnahmelagen, sondern eine Grundvoraussetzung für
einen funktionierenden Alltag und für ein handlungsfähiges Land im
Krisenfall. Genau deshalb werden wir dieses Thema zu einem zentralen
Schwerpunkt unserer Arbeit machen.“
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV)
Lars Wagner · Pressesprecher · T 030 399932-14 · wagner@vdv.de
Eike Arnold · stv. Pressesprecher · T 030 399932-19 · arnold@vdv.de
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ist der Branchenverband des öffentlichen Personen-
und Schienengüterverkehrs mit rund 700 Mitgliedsunternehmen. Branche und Branchenverband sorgen für
mehr klimaschonende Beförderung und Transport von Menschen und Gütern bei weniger Verkehr.
Die Mitgliedsunternehmen des VDV spielen eine entscheidende Rolle für den Wirtschaftsstandort
Deutschland und bei der Lösung verkehrlicher Herausforderungen. Nachdem die Fahrgastzahlen im
öffentlichen Personennahverkehr pandemiebedingt zurückgegangen waren, steigt die Nachfrage seit dem
Jahr 2022 wieder an. Die VDV-Mitgliedsunternehmen befördern jeden Tag 24 Millionen Fahrgäste in
Deutschland mit Bus und Bahn und ersparen damit 17 Millionen Autofahrten. Zuletzt transportierten die VDV-
Unternehmen im öffentlichen Schienengüterverkehr 360 Millionen Tonnen Güter. Das ersetzt am Tag rund
60.000 voll beladene Lkw auf deutschen Straßen. Durch ihre Verkehrsleistung sparen Busse und Bahnen
zehn Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen jährlich ein.

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