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title: "Kirchgemeinde Köniz setzt Biodiversität rund ums Kirchgemeindehaus Wabern; Über 200 einheimische Pflanzen neu eingesät"
sdDatePublished: "2026-06-17T12:11:00Z"
source: "https://www.kg-koeniz.ch/wAssets/docs/Zeitung-Reformiert/2024/Ausgabe-reformiert-Juli-2026.pdf"
topics:
  - name: "environmental pollution"
    identifier: "medtop:20000424"
  - name: "nature"
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  - name: "religion"
    identifier: "medtop:12000000"
locations:
  - "Bern-Mittelland"
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Kirchgemeinde Köniz setzt Biodiversität rund ums Kirchgemeindehaus Wabern; Über 200 einheimische Pflanzen neu eingesät

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Reformierte Kirchgemeinde Köniz: Mitte | Niederscherli | Oberwangen | Spiegel | Wabern
● Juli 2026
● www.kg-koeniz.ch
Impressum
Kirchgemeinde Köniz
Präsident Kirchgemeinderat
Thomas von Känel,
thomas.vonkaenel@kg-koeniz.ch
Verwaltung
Buchenweg 23, 3097 Liebefeld
031 978 31 31, info@kg-koeniz.ch
Postanschrift
Kirchgemeindeverwaltung Köniz
Zentrale Dienste
Buchenweg 23, 3097 Liebefeld
Redaktion reformiert.köniz
Yvonne Mühlematter,
kommunikation@kg-koeniz.ch
Layout reformiert.köniz
Hüseyin Tugal, info@macfly.ch
Regionale Pflanzen kehren zurück
Die Kirchgemeinde Köniz setzt sich für Biodiversität ein, wie die Beispiele aus Wabern
und Schliern zeigen: Hier kehrt die Natur zurück!
B
esonders jetzt – im Hoch-
sommer – ist die Natur
auf ihrem Höhepunkt:
Es summt, zirpt und blüht rund
ums Kirchgemeindehaus Wa-
bern. Bienen und Schmetterlinge
fliegen umher, während sich ein-
heimische Pflanzen am Eingang
emporranken.
Doch dies war nicht immer so:
Vor zwei Jahren wucherten hier
vorwiegend Neophyten, also ge-
bietsfremde, invasive Pflanzen.
Das Problem: Einige dieser Ar-
ten verdrängen regionale Pflan-
zen und bringen das ökologische
Gleichgewicht
durcheinander.
Als Folge war rund ums Kirch-
gemeindehaus auch die Insek-
tenpopulation zurückgegangen.
Deshalb wurde Sigrist Andreas
Vuilleumier-Seifert aktiv: «Die
Neophyten haben wir ausgegra-
ben und das Terrain mit Hügeln
sowie Stein- und Sandflächen
dem
ursprünglichen
Gelände
angepasst», erzählt er. Über 200
einheimische Pflanzen, Sträu-
cher und Kräuter wurden neu
eingesät. Schon wenige Wochen
später veränderte sich die Ve-
getation sichtbar: «Wildbienen,
Erdwespen, verschiedene Käfer-
arten sowie Schmetterlinge und
Grillen kehrten zurück», zählt
der Sigrist auf. Diese Flächen
bleiben nun sich selbst über-
lassen, um die neue Vielfalt zu
schützen. «Eingriffe erfolgen
vor allem in den Anfangsjahren,
wenn invasive Pflanzen, oft aus
benachbarten Gärten kommend,
sich wieder ausbreiten», erklärt
er.
Wildblumen und Biodünger
bevorzugt
Der Kirchgemeinde Köniz ist es
ein wichtiges Anliegen, verant-
wortungsvoll mit der Schöpfung
umzugehen. Aus diesem Grund
verabschiedete
der
Kirchge-
meinderat 2025 ein Biodiversi-
tätskonzept, das vorsieht, natur-
nahen Lebensraum für Bienen,
Vögel und heimische Wildpflan-
zen zu schaffen oder zu bewah-
ren. Wo möglich sollen Wild-
blumen blühen, Biodünger statt
Pestiziden verwendet werden
und einheimische Sträucher statt
invasiver Pflanzen wachsen.
Lebensraum für Fleder-
mäuse
Was auf dem Papier begann,
zeigt sich nun auch beim Mur-
rihuus Schliern: «Wir lassen
die Natur weitgehend gewähren
und mähen die grosse Wiese
nur zweimal pro Jahr», sagt Si-
gristin Nadia Leutwyler. «Diese
Wiese» – sie zeigt auf die Fläche
vor dem Murrihuus – «bietet mit
ihren einheimischen Gräsern und
Wildblumen reichlich Nahrung
und geschützte Lebensräume.»
Stein- und Holzstapel – teilweise
gut sichtbar, teilweise unter
Laubhaufen versteckt – bieten
zudem wertvolle Unterschlupf-
möglichkeiten für Insekten.
Rund ums Murrihuus hängen
Nistkästen für Vögel und Fle-
dermäuse. Auch in Wabern wird
aktuell geprüft, Fledermauskäs-
ten unter den Dachüberhängen
zu installieren. «Künftig soll es
zudem ein kleines Feuchtbiotop
geben», ergänzt Vuilleumier-
Seifert, der für sein Engagement
im vergangenen Herbst das Zer-
tifikat
«BiodiversitätsGarten»
der Gemeinde Köniz erhielt.
Bewahrung der Schöpfung
aus Sicht der Theologie
Was
Vuilleumier-Seifert
und
Leutwyler in der Praxis umset-
zen, hat für die Kirchgemeinde
auch eine theologische Dimen-
sion.
Die Bewahrung der Schöpfung
und die Sorge um die Vielfalt
des Lebens gehören zum Kern-
auftrag der Kirche: «Im Schöp-
fungslied (Genesis 1,1 bis 2,4)
nimmt die Mitwelt des Men-
schen viel mehr Verse ein als
der Mensch selbst», sagt Pfarrer
Michael Stähli. «Weil wir ein
Teil der Natur sind und weil
wir uns um sie kümmern sol-
len, müssen wir mit ihr in einer
sorgfältigen Beziehung stehen.»
Wenn diese Beziehung abbreche
oder zerstörerisch werde, leide
nicht nur die Natur, sondern auch
der Mensch.
Wenn die Förderung der Bio-
diversität als ein beziehungsrei-
ches Nebeneinander verschie-
dener Arten und Lebensräume
verstanden werde, zu denen der
Mensch Sorge tragen müsse,
dann sei die Förderung der Bio-
diversität ein biblisches Anlie-
gen – «auch wenn die Autoren
der Bibel den Begriff Biodiversi-
tät nicht zur Verfügung hatten»,
schlussfolgert Stähli.
Yvonne Mühlematter,
Informationsbeauftragte
 INFO
Auch die politische Gemeinde Köniz
engagiert sich für die Förderung
der Artenvielfalt. Mit dem Zertifikat
«BiodiversitätsGarten» zeichnet sie
gezielt Gärten aus, die als naturnahe
Lebensräume gestaltet und ökolo-
gisch gepflegt werden. Ausgezeich-
net wurde beispielsweise der Garten
rund um das Kirchgemeindehaus
Wabern im Herbst 2025.
Besser hören in
der Kirche
Ab sofort wird der Ton der
Gottesdienste und Feiern in
der Kirche Köniz zusätzlich
über die moderne Auracast®-
Technologie (Bluetooth) übertra-
gen. Diese Neuerung ermöglicht
es Besucherinnen und Besuchern
mit Hörproblemen, den Gottes-
dienst direkt über kompatible
Hörgeräte oder Kopfhörer zu
hören – drahtlos und ohne Zu-
satzgeräte. Moderne Hörgeräte
verbinden sich künftig meist au-
tomatisch oder via Smartphone
mit dem neuen System.
Für Personen mit Hörproblemen,
die kein eigenes Hörgerät besit-
zen, können wir vor Ort bis zu
vier Empfänger mit Kopfhörern
verteilen, damit auch sie Gottes-
dienste oder Feiern in der Kirche
Köniz uneingeschränkt verfol-
gen können.
Da die Kirche Köniz der am
besten ausgelastete Standort ist,
wurde die Technik dort als erstes
installiert. Im Budget 2027 ist
die Ausstattung aller weiteren
Kirchen in der Kirchgemeinde
vorgesehen.
Die neue Technik ergänzt die
bestehende Induktionsschleife.
Diese wird weiterhin für ältere
Hörgerätemodelle mit einer so-
genannten T-Spule angeboten.
Auracast® in der
Kirche Köniz
Waldgottesdienst Schliern wird zur
Gartenandacht: Biodiversität erleben
und gestalten
Der traditionelle Waldgottes-
dienst findet in diesem Jahr
nicht wie gewohnt im Büschi-
wald statt, sondern erstmals im
Murrihuus-Garten in Schliern.
Am 16. August laden wir euch
herzlich zu diesem besonderen
Gottesdienst ein: im Grünen,
mit spirituellen Impulsen und
kreativem Tun!
Wir starten mit einem einstim-
menden Spaziergang durch die
Natur, hören einen Impuls zur
Biodiversität und gestalten ge-
meinsam kleine Kunstwerke
für Mensch und Tier. Ob Fut-
terkugel für Vögel, Wintervor-
sätze für Igel oder Ideen für
euren eigenen Garten – hier
könnt ihr aktiv werden! Den
Abschluss bildet ein spirituel-
ler Moment mit Fürbitte, Lied
und Segen, bevor wir uns bei
einem gemütlichen Apéro aus-
tauschen.
So, 16.8., Murrihuus
• 9.30
Uhr:
Einstimmender
Spaziergang
(Treffpunkt
beim Robinson Spielplatz im
Büschiwald)
• 10 Uhr: Beginn des Gottes-
dienstes. Spiritueller Einstieg
mit Pfarrerin Lara Kneubüh-
ler; Impuls von Daniel Mo-
simann (Landschaftsgärtner)
zum Thema Biodiversität
• 11.15 Uhr: Apéro und Aus-
tausch im Grünen
Neue Leiterin Fachbe-
reich Finanzen
Seit Anfang Juni verstärkt Gab-
riela Hauri das Team in der Zent-
ralen Verwaltung als Leiterin des
Fachbereichs Finanzen. Rahel
Friedli, Geschäftsleiterin, wird
Ende Juni 2027 pensioniert. Des-
halb wurde der Bereich Finanzen
organisatorisch von den Zent-
ralen Diensten getrennt und als
eigener Fachbereich geführt. So
kann der Wissenstransfer im Fi-
nanzbereich frühzeitig sicherge-
stellt werden. Gleichzeitig erhält
Gabriela Hauri genügend Zeit,
sich sorgfältig in ihre Aufgaben
einzuarbeiten.
Die Kirchgemeinde Köniz heisst
Gabriela Hauri herzlich willkom-
men!

Bunter Lebensraum: Einheimische Wildpflanzen wachsen rund um das Murrihuus Schliern | Foto: YM
«Wir lassen die
Natur weitgehend
gewähren und
mähen die grosse
Wiese nur zweimal
pro Jahr.»
Sigristin Nadia Leutwyler
Pfarrer Michael
Stähli sieht in der
Förderung der
Biodiversität ein
biblisches Anliegen
– «auch wenn die
Autoren der Bibel
den Begriff
Biodiversität nicht
zur Verfügung hat-
ten.»

16
Juli 2026
www.kg-koeniz.ch
Mitte | Gottesdienstreihe
Abendmahl unterwegs
Was geschieht, wenn das Abendmahl den Kirchenraum verlässt?
D
iese Frage begleitet unsere Gottesdienstreihe zum Abendmahl. Abendmahl heisst: Wir feiern Abendmahl an Orten des Alltags –
dort, wo Menschen unterwegs sind, sich begegnen, spielen, essen oder verweilen. Wir kochen eine Suppe, teilen ein Picknick, zu
dem alle etwas beitragen können, und feiern Abendmahl. Ohne festes Skript, offen für das, was geschieht, und für die Menschen,
die dazukommen. Unter freiem Himmel, am Pingpongtisch, unter Parkbäumen wird sichtbar: Gottes Gegenwart ist nicht an bestimmte
Räume gebunden. Sie ereignet sich dort, wo Menschen miteinander teilen. Als wir um den Pingpongtisch standen, sagte ein Mitfeiern-
der, dass das Abendmahl für ihn im Kern Ausdruck von Gemeinschaft sei mit den Menschen, die in diesem Moment gerade da sind.
Zum Abendmahl unterwegs laden wir, Pfarrer Philipp Kohli und Pfarrer Michael Stähli, herzlich ein:
• 8.9., 18.30 Uhr: Schliern (Ort wird noch festgelegt); vielleicht kommt noch ein weiteres Datum dazu.
Begleitet wird das Projekt von Teamleiterin Rahel Schmid, die mit ihrer Kamera die Begegnungen und besonderen Momente festhält.
Ausgewählte Aufnahmen werden in den Gottesdiensten der Abendmahlsreihe gezeigt. Vielleicht entdecken wir dabei etwas von dem
Geheimnis, das Menschen seit Jahrhunderten im Abendmahl suchen: Dass Christus gegenwärtig wird, wo Brot geteilt wird. Dass Ge-
meinschaft entsteht, wo Fremde einander begegnen. Und dass Hoffnung wächst, wo Menschen miteinander unterwegs sind.
Mitte | Sommerfest im Murrihuus
Festwirtschaft, Musik
und Spiele
K
omm vorbei ans Som-
merfest im Murrihuus
und geniesse einen ent-
spannten Abend mit guter Stim-
mung, feinem Essen und Musik.
Es erwarten euch:
• Apéro, Würste, kühle Drinks
und Glace (Kollekte)
• Live-Musik
• Spiel und Spass für Gross und
Klein
Ob mit Familie, Freunden oder
spontan, alle sind herzlich will-
kommen, mit uns zu feiern.
Das Fest findet am Freitag,
3. Juli, ab 17 Uhr im Murrihuus
Schliern statt (nur bei schönem
Wetter). Bei unsicherer Witte-
rung geben wir gerne telefonisch
Auskunft: 031 978 31 44.
Wir freuen uns auf einen schö-
nen Sommerabend mit euch!
Sigristin Nadia Leutwyler;
Inés Canepa, Sozialdiakonie
Mitte | Goldene Konfirmation
Mit Rissen im Leben
umgehen
R
isse im Leben kennen
wir leider alle: Krisen,
Trennungen,
Verluste
oder unerwartete Veränderun-
gen, die das bisherige Leben er-
schüttern. Doch wie lässt es sich
damit umgehen, ohne daran zu
zerbrechen? Gelingen kann die
Aufarbeitung durch Achtsam-
keit, Resilienz und Sinnfindung
(im Glauben). Werden Krisen als
Chance zur Weiterentwicklung
begriffen, werden Risse zum
Zeichen, dass Veränderungen
nötig und möglich sind. Pfar-
rer Jürg-Sven Scheidegger und
Pfarrer Michael Stähli gehen im
Gottesdienst zur Goldenen Kon-
firmation auf dieses Thema ein.
Musikalisch umrahmt wird die
Feier vom Männerchor Zimmer-
wald und Kirchenmusiker Mat-
teo Pastorello.
 INFO
So, 5.7., 10 Uhr, Kirche Köniz.
Pfarrer Jürg-Sven Scheidegger und
Pfarrer Michael Stähli;
Männerchor Zimmerwald unter der
Leitung von Ueli Nachbauer;
Matteo Pastorello, Orgel
Mitte | Mittagstisch «Wösch-Mittässe?»
Ein Jahr Mittagstisch im Wöschhuus
Vor einem Jahr wurde der Mittagstisch gestartet. Das Konzept überzeugt: lecker, zahlbar und offen für alle
V
or dem Eingang treffe
ich eine junge Frau, die
mit ihrem kleinen Kind
zum Mittagstisch möchte. Sie
war vorher noch nie hier und ist
unsicher, wo der Eingang ist. Ge-
meinsam gehen wir hinein. Sie
erzählt mir, dass sie durch einen
Flyer im Briefkasten vom Ange-
bot erfahren hat.
Wir setzen uns gemeinsam an
den hintersten Tisch im Raum