Jüdische Nachfahren besuchen Leipzig im Tacheles-Themenjahr; 133 Veranstaltungen laden dazu ein

Jüdische Nachfahren besuchen Leipzig im Tacheles-Themenjahr - Stadt Leipzig

Jüdische Nachfahren besuchen Leipzig im Tacheles-Themenjahr

Vom 21. bis 29. Juni 2026 baut das Besuchsprogramm für die Nachfahren ehemaliger jüdischer Leipzigerinnen und Leipziger wieder eine Brücke zwischen Gedenken und Gegenwart: Vor allem Kinder und Enkelkinder jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Leipzig bekommen die Gelegenheit, den Heimatort ihrer Vorfahren zu besuchen und das vielfältige jüdische Leben in Leipzig kennenzulernen.

Die jüdische Gemeinschaft in Leipzig gehörte einst zu den größten Deutschlands, deren Nachfahren sich nun auf der ganzen Welt verteilen. Um diese Wurzeln lebendig zu halten, lädt die Stadt Leipzig bereits seit 1992 jährlich ehemalige jüdische Bürgerinnen und Bürger in ihre frühere Heimat ein. Da die Generation der Überlebenden die weite Reise oft nicht mehr selbst antreten kann, richtet sich das Einladungsprogramm durch einen Stadtratsbeschluss seit einigen Jahren auch gezielt an deren Kinder und Enkel. In diesem Jahr begrüßt die Stadt Leipzig wieder Gäste aus aller Welt, darunter aus den USA, Israel, Großbritannien, Kanada, Spanien und Frankreich.

Das Besucherprogramm ist in diesem Jahr Teil des sächsischen Themenjahrs „Tacheles“. Leipzig beteiligt sich daran mit einer Sonderausgabe der sonst nur zweijährlich stattfindenden Jüdischen Woche . Insgesamt 133 Veranstaltungen laden dazu ein, die jüdische Kultur zu feiern, während sie gleichzeitig den Aufenthalt der internationalen Gäste begleiten.

Für die Besucher hat das Referat Internationale Zusammenarbeit ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Den Auftakt bilden der Empfang auf Einladung von Oberbürgermeister Burkhard Jung im Alten Rathaus sowie ein Kennenlern-Dinner im Gohliser Schlösschen. Neben einem Stadtrundgang und Ausflügen ins Schul- und Grassimuseum stehen vor allem Stätten jüdischer Kultur und Geschichte im Mittelpunkt. Die Gruppe besucht die Synagoge sowie ehemalige Synagogenstandorte und besichtigt verschiedene Ausstellungen zum jüdischen Leben und zum Holocaust unter anderem im Stadtgeschichtlichen Museum, dem Stadtarchiv und der Deutschen Nationalbibliothek.

Gleichzeitig verbindet das Programm das Gedenken durch eine Stolpersteinverlegung mit der lebendigen Gegenwart, die sich beim Besuch des auf jüdische Themen spezialisierten Verlags Hentrich & Hentrich und im koscheren Café HaMakom zeigt.

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