Mieterinnen- & Mieterverband veröffentlicht Umfrage über Mietbelastung in der Schweiz; 82% über 20%, 39% über 30%
Wo können Sie sich noch eine Wohnung leisten? | Mieterinnen- & Mieterverband
Mieterinnen- & Mieterverband News Wo können Sie sich noch eine Wohnung leisten?
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Wo können Sie sich noch eine Wohnung leisten?
In der Stadt Zürich kann man sich mit einem durchschnittlichen Einkommen kaum mehr eine Wohnung leisten. Foto: Reto Schlatter
Sehr viele Mietende müssen mehr als 30 Prozent ihres Einkommens für die Miete aufwenden. Das ist ein schweizweites Problem. Wo können Sie sich noch eine Wohnung leisten? Finden Sie es heraus – mit der interaktiven Karte des Recherche-Netzwerks CORRECTIV .
Der Mieterinnen- und Mieterverband hat mit einer gross angelegten Umfrage im März 2026 aufgezeigt, dass viele Mietende einen erheblichen Teil ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen. 82 Prozent der Befragten gaben an, mehr als 20 Prozent ihres monatlichen Budgets für die Miete auszugeben, 39 Prozent sogar mehr als 30 Prozent. Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist für viele Menschen in der Schweiz zur Stressprüfung geworden. Besonders in den Städten und Agglomerationen sind Leerkündigungen an der Tagesordnung. Und während Immobilienfirmen und Investoren durch teuren Ersatzbauten ihre Rendite steigern, werden Mietende immer weiter verdrängt. Wo kann ich mir noch eine Wohnung leisten? Eine Frage, die viele umtreibt. Nun hat das europäische Recherche-Netzwerk CORRECTIV.Europe erstmals Mieten und Kaufpreise aus 100'000 Städten und Gemeinden in Europa ausgewertet . Die Daten aus der Schweiz zeigen auf, wie stark die finanzielle Belastung aufgrund der Mieten in allen Schweizer Gemeinden ist. CORRECTIV hat die Daten einer interaktiven Karte dargestellt, auf welcher Sie Ihr Gehalt angeben und sehen, wo Sie sich eine Wohnung von 45 oder 75 Quadratmetern leisten könnten und wo nicht.
Nun hat das europäische Recherche-Netzwerk CORRECTIV.Europe erstmals Mieten und Kaufpreise aus 100'000 Städten und Gemeinden in Europa ausgewertet . Die Daten aus der Schweiz zeigen auf, wie stark die finanzielle Belastung aufgrund der Mieten in allen Schweizer Gemeinden ist. CORRECTIV hat die Daten einer interaktiven Karte dargestellt, auf welcher Sie Ihr Gehalt angeben und sehen, wo Sie sich eine Wohnung von 45 oder 75 Quadratmetern leisten könnten und wo nicht.
CORRECTIV hat die Daten einer interaktiven Karte dargestellt, auf welcher Sie Ihr Gehalt angeben und sehen, wo Sie sich eine Wohnung von 45 oder 75 Quadratmetern leisten könnten und wo nicht.
Mit einem Nettoeinkommen von 5'500 Franken pro Monat ist in den urbanen Zentren und Berggebieten kaum möglich, eine 75m2-Wohnung zu finanzieren. Die vorhandenen Angebote übersteigen 40 Prozent des Lohnes. Liegt das Nettoeinkommen bei 4'500, leuchtet fast die ganze Schweiz rot, eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist in der ganzen Schweiz sehr schwierig. Wer wenig finanziellen Spielraum hat, ist gezwungen die Hälfte des Lohnes für die Miete auszugeben, ein Umzug kann so verheerende Folgen haben.
Mit einem Nettolohn von 4'500 kann man sich eigentlich keine Familienwohnung mehr leisten. Screenshot: Correctiv.
Der Mieterinnen- und Mieterverband fordert seit langem griffige Massnahmen, um die Mietkrise zu lindern. Mietpreiskontrollen sowie die Kontrolle von Renditen auf Missbräuchlichkeit sowie mehr gemeinnützigen Wohnraum und die automatische Weitergabe von Mietzinssenkungen bei Senkung des Referenzzinssatzes würden massgeblich dazu beitragen, dass das Wohnen in der Schweiz wieder bezahlbarer wird. CORREKTIV hat auch die Kaufpreise analysiert. Eine Wohnung von 75m2 wird erst ab einem Nettoeinkommen von über 8000 Franken im Monat erschwinglich und das längst nicht überall. Das dafür nötige Eigenkapital ist da nicht mitgerechnet. Die Schweiz ist und bleibt ein Land von Mieterinnen und Mietern, die für das Grundbedürfnis Wohnen einen sehr hohen Preis bezahlen müssen.
CORREKTIV hat auch die Kaufpreise analysiert. Eine Wohnung von 75m2 wird erst ab einem Nettoeinkommen von über 8000 Franken im Monat erschwinglich und das längst nicht überall. Das dafür nötige Eigenkapital ist da nicht mitgerechnet. Die Schweiz ist und bleibt ein Land von Mieterinnen und Mietern, die für das Grundbedürfnis Wohnen einen sehr hohen Preis bezahlen müssen.
Die Schweiz ist und bleibt ein Land von Mieterinnen und Mietern, die für das Grundbedürfnis Wohnen einen sehr hohen Preis bezahlen müssen.
Der Mieterinnen- und Mieterverband hat mit einer gross angelegten Umfrage im März 2026 aufgezeigt, dass viele Mietende einen erheblichen Teil ihres Einkommens für die Miete ausgeben müssen. 82 Prozent der Befragten gaben an, mehr als 20 Prozent ihres monatlichen Budgets für die Miete auszugeben, 39 Prozent sogar mehr als 30 Prozent. Eine bezahlbare Wohnung zu finden, ist für viele Menschen in der Schweiz zur Stressprüfung geworden. Besonders in den Städten und Agglomerationen sind Leerkündigungen an der Tagesordnung. Und während Immobilienfirmen und Investoren durch teuren Ersatzbauten ihre Rendite steigern, werden Mietende immer weiter verdrängt. Wo kann ich mir noch eine Wohnung leisten? Eine Frage, die viele umtreibt.
Nun hat das europäische Recherche-Netzwerk CORRECTIV.Europe erstmals Mieten und Kaufpreise aus 100'000 Städten und Gemeinden in Europa ausgewertet . Die Daten aus der Schweiz zeigen auf, wie stark die finanzielle Belastung aufgrund der Mieten in allen Schweizer Gemeinden ist.
Der Mieterinnen- und Mieterverband fordert seit langem griffige Massnahmen, um die Mietkrise zu lindern. Mietpreiskontrollen sowie die Kontrolle von Renditen auf Missbräuchlichkeit sowie mehr gemeinnützigen Wohnraum und die automatische Weitergabe von Mietzinssenkungen bei Senkung des Referenzzinssatzes würden massgeblich dazu beitragen, dass das Wohnen in der Schweiz wieder bezahlbarer wird.
CORREKTIV hat auch die Kaufpreise analysiert. Eine Wohnung von 75m2 wird erst ab einem Nettoeinkommen von über 8000 Franken im Monat erschwinglich und das längst nicht überall. Das dafür nötige Eigenkapital ist da nicht mitgerechnet.