BACS und Markant AG führten das Cyber Security Forum – Industrie und Handel in Bern durch; Rund 100 Partner nahmen teil.

Cyber Security Forum – Industrie und Handel

17.06.2026 - Cyberangriffe auf Lieferketten und Handelsbetriebe stellen auch in der Schweiz ein wachsendes Risiko dar. Der Industrie- und Handelssektor ist aufgrund seiner starken Digitalisierung und engen Vernetzung besonders exponiert: Störungen in Liefer-, Logistik- oder Zahlungssystemen können weitreichende Folgen haben. Um den Informationsaustausch zu stärken und die Resilienz im Sektor zu fördern, führten das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) und die Markant AG am 16. Juni 2026 gemeinsam das «Cyber Security Forum - Industrie und Handel» durch.

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass Cybersicherheit zunehmend sektorübergreifend betrachtet werden muss. Angreifer agieren vernetzt, während gleichzeitig die Abhängigkeiten entlang der Wertschöpfungsketten weiter zunehmen. Das BACS setzt daher verstärkt auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den verschiedenen Sektoren. Ziel ist es, den Informationsaustausch zu stärken, ein gemeinsames Verständnis der Bedrohungslage zu fördern und die Resilienz in den relevanten Bereichen gezielt weiterzuentwickeln.

Zur Förderung des Austauschs im Industrie- und Handelssektor führten das BACS und die Markant AG am 16. Juni 2026 in Bern das «Cyber Security Forum - Industrie und Handel» durch. Der Anlass diente dazu, aktuelle Entwicklungen der Bedrohungslage zu diskutieren und Praxiserfahrungen zu teilen. Rund 100 Markant Partner aus Industrie und Handel nutzten die Plattform für Austausch und Vernetzung.

In ihren Begrüssungsworten betonten Florian Schütz, Direktor des BACS, und Patrick Scheurwater, Geschäftsführer der Markant Syntrade Schweiz AG, die wachsende Bedeutung der Cybersicherheit für Unternehmen. Sie unterstrichen, dass Cyberrisiken längst zu den zentralen Herausforderungen für die wirtschaftliche Stabilität und die Versorgungssicherheit der Schweiz zählen.

Während des Forums wurden insbesondere die Entwicklung der Bedrohungslage in der Schweiz, die Auswirkungen des sogenannten «verdeckten Cyberkriegs» auf Wirtschaft und Versorgungssicherheit sowie aktuelle Angriffsmethoden diskutiert. Ergänzt wurde dies durch Erfahrungsberichte aus der Branche sowie durch Einblicke in bestehende und mögliche Kooperationsmodelle zwischen Staat und Wirtschaft.

Ein zentraler Bestandteil war die Paneldiskussion «Fokus: aktuelle Trends in der Cybersicherheit». Florian Schütz diskutierte gemeinsam mit dem Cybersicherheits-Experten Peter Hacker und mit ehemalige Nationalrätin Edith Graf-Litscher aktuelle Fragestellungen aus politischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Perspektive. Im Vordergrund standen dabei insbesondere die praktische Umsetzung sowie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren.

Mit dem Aufbau von Cyber Security Centers (CSCs) treibt das BACS gemeinsam mit Branchenpartnern die sektorale Zusammenarbeit gezielt voran. Am Beispiel des Healthcare-CSC im Gesundheitswesen veranschaulichten H‑CSC-Präsident Erik Dinkel und H-CSC Geschäftsführerin Sophie Nägeli, wie ein solches Zentrum aufgebaut wird und in der Praxis funktioniert. Dabei gaben sie Einblicke in erste Erfahrungen sowie zentrale Erkenntnisse aus Aufbau und Betrieb.

Das Forum bildet einen wichtigen Schritt, um den Austausch mit dem Industrie- und Handelssektor im Cybersicherheitsbereich gezielt zu vertiefen. Das BACS wird dieses Engagement weiter ausbauen, mit dem Ziel, die Resilienz nachhaltig zu erhöhen.

Cyber Security Forum – Industrie und Handel