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title: "Konfliktparteien Nahen Osten Bevorstehender Deal; stützt Emissionsfreudigkeit am Primärmarkt"
sdDatePublished: "2026-06-17T08:21:00Z"
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Konfliktparteien Nahen Osten Bevorstehender Deal; stützt Emissionsfreudigkeit am Primärmarkt

Covered Bond & SSA View

   NORD/LB Floor Research

  17. Juni 2026 // Ausgabe #19
Marketingmitteilung (ergänzende Hinweise s. Disclaimer)

2 / Covered Bond & SSA View // 17. Juni 2026

Inhalt

Marktüberblick

Covered Bonds
3

SSA/Public Issuers
6

Notenbankfähigkeit von Covered Bonds
10

Die Klassifizierung von Supranationals und Agencies nach
Solvency II
15

Charts & Figures

Covered Bonds
23

SSA/Public Issuers
29

EZB-Tracker
32

Cross Asset
33

Ausgaben im Überblick
34

Publikationen im Überblick
35

Ansprechpartner in der NORD/LB
36

Flooranalysten:
Dr. Norman Rudschuck, CIIA
Head of Desk
norman.rudschuck@nordlb.de

Lukas Kühne
Covered Bonds/Banks
lukas.kuehne@nordlb.de
Lukas-Finn Frese
SSA/Public Issuers
lukas-finn.frese@nordlb.de

Elias Degener
Covered Bonds/Banks
elias.degener@nordlb.de
Tobias Cordes, CIIA
SSA/Public Issuers
tobias.cordes@nordlb.de

NORD/LB:
Floor Research
NORD/LB:
Covered Bond Research
NORD/LB:
SSA/Public Issuers Research
Bloomberg:
Weekly: DS NDB <GO>

3 / Covered Bond & SSA View // 17. Juni 2026

Covered Bonds
Marktüberblick
Autoren: Elias Degener // Lukas Kühne // Dr. Norman Rudschuck, CIIA

Primärmarkt: Bevorstehender Deal im Nahen Osten stützt Emissionsfreudigkeit

Nachdem sich der Primärmarkt bereits in den vergangenen Wochen recht resilient gegen-
über den politischen und makroökonomischen Unwägbarkeiten zeigte, stützte der ange-
kündigte Deal zwischen den Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten diese Entwick-
lung zu Beginn der aktuellen Handelswoche deutlich. So konnten am Montag und Dienstag
– neben den regen Emissionstätigkeiten in anderen Fixed Income-Märkten – auch im
Covered Bond-Segment insgesamt fünf Deals beobachtet werden. Den Auftakt machte am
Montag die Bayerische Landesbank, die sich zum zweiten Mal in diesem Jahr am Markt
aktiv zeigte und einen Öffentlichen Pfandbrief im Volumen von EUR 500 Mio. (3,0y) bei
einem Reoffer-Spread von ms +7bp platzieren konnte. Somit verfestigt sich der Trend der
tighten Spreads bei Pfandbriefen, nachdem in der Vorwoche bereits die Münchener Hypo-
thekenbank einen identischen Spread für ihren ebenfalls dreijährigen Pfandbrief erzielen
konnte. Beide Institute teilen sich somit nun den ersten Platz für den tightesten Deal des
Jahres, gemessen gegen den Asset Swap Spread. Am gestrigen Dienstag konnte dann eine
breite Palette an Laufzeiten und Jurisdiktionen am Primärmarkt beobachtet werden. Die
spanische Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) ging mit einer Dual Tranche auf die In-
vestoren zu und bespielte mit Laufzeiten von 3,0y (EUR 1,25 Mrd.) beziehungsweise 7,0y
(EUR 1,0 Mrd.) eher die kurze und mittlere Frist. Die Crédit Agricole Italia wählte für ihren
Bond hingegen das lange Ende (11,0y) und emittierte EUR 1,0 Mrd. Es ist der erste Deal mit
einer Laufzeit von über 10,0y seit Ende Januar, nachdem sich die Emissionstätigkeiten der
vergangenen Monate überwiegend auf den kurzen und mittleren Laufzeitenbereich kon-
zentriert hatten. Komplettiert wurde das Feld durch die Raiffeisenlandesbank (RLB) Ober-
österreich, die EUR 500 Mio. (WNG) für 5,3y emittierte. In der Vorwoche waren zudem
zwei Emittenten aus Übersee am Markt aktiv. Während die kanadische Bank of Nova
Scotia EUR 1,25 Mrd. (4,0y) emittierte, wählte die australische Westpac direkt eine Dual
Tranche im kurzen (EUR 1,25 Mrd., 3,7y) und langen (EUR 600 Mio., 10,0y) Laufzeitenbe-
reich.
Issuer
Country
Timing
ISIN
Maturity
Size
Spread
Rating
ESG
BBVA
ES
16.06.
ES0413211B41
3.0y
1.25bn
ms +14bp
- / Aaa / -
-
BBVA
ES
16.06.
ES0413211B58
7.0y
1.00bn
ms +27bp
- / Aaa / -
-
RLB Oberösterreich
AT
16.06.
AT0000A3VG25
5.3y
0.50bn
ms +24bp
- / Aaa / -
-
Credit Agricole Italia
IT
16.06.
IT0005715724
11.0y
1.00bn
ms +59bp
- / Aa2 / -
-
Bayerische Landesbank
DE
15.06.
DE000BYL0J59
3.0y
0.50bn
ms +7bp
- / Aaa / -
-
Westpac Banking Corp
AU
12.06.
XS3413338065
3.7y
1.25bn
ms +20bp
AAA / Aaa / -
-
Westpac Banking Corp
AU
12.06.
XS3413338149
10.0y
0.60bn
ms +42bp
AAA / Aaa / -
-
Bank of Nova Scotia
CA
10.06.
XS3412551551
4.0y
1.25bn
ms +19bp
AAA / Aaa / -
-
Quelle: Bloomberg, NORD/LB Floor Research (Rating: Fitch / Moody’s / S&P)

Sekundärmarkt: Nachfrage überwiegend im kurzen Laufzeitenbereich

Am Sekundärmarkt zeigten sich die Spreads auch in der vergangenen Handelswoche sehr
stabil. Im Vergleich zu den letzten Wochen nahm die Nachfrage nach den kürzlich emittier-
ten gedeckten Anleihen spürbar ab und es konnte wenig sekundäre Handelsaktivität beo-
bachtet werden. Investoreninteresse besteht überwiegend an Covered Bonds im kurzen
Laufzeitenbereich bis zu drei Jahren Restlaufzeit.

4 / Covered Bond & SSA View // 17. Juni 2026

Deutsche Hypo Immobilienklima: Weitere Eintrübung im Juni

Das Deutsche Hypo Immobilienklima gilt seit Jahren als viel beachteter Indikator für die
Lage am deutschen Immobilienmarkt. Ähnlich wie das aktuelle Sommerwetter, zeigte sich
auch das Immobilienklima im Juni verregnet und setzt seinen nun schon seit mehreren
Monaten anhaltenden Abwärtstrend fort. Insgesamt wurden im Rahmen der 222. Monats-
befragung rund 1.000 Immobilienexperten befragt. Im Ergebnis fällt das Immobilienklima
im Vergleich zum Vormonat um -5,3% auf 79,4 Punkte. Damit hat der Index seit Jahresbe-
ginn bereits 14,2 Punkte eingebüßt. Verglichen mit dem Vorjahresniveau schlägt der Rück-
gang mit -19,3% zu Buche. Dieser wird sowohl vom Investment- (-3,6% M/M) als auch vom
Ertragsklima (-6,7%) bestimmt. Insbesondere das Investmentklima steht seit Jahresbeginn
unter starkem Druck mit einem Rückgang von -23,1% Y/Y. Im gleichen Betrachtungszeit-
raum fiel das Ertragsklima „nur“ um -15,4%. Zudem waren Rückgänge in nahezu allen un-
tersuchten Teilsegmenten zu beobachten. Den stärksten Rückgang verzeichnete das Büro-
klima, welches um -9,0% M/M fiel. Es folgen das Handelklima (-6,6%) und das Wohnklima
(-4,8%). Letzteres notiert allerdings weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau von
nunmehr 122,1 Punkten. Das Logistikklima zeigte sich im Juni relativ stabil und gab nur um
-0,9% M/M nach. Lediglich das Hotelklima entwickelte sich im Rahmen der Junibefragung
positiv und konnte um +3,2% zulegen. Ingo Albert, Leiter der Geschäftsstelle der Deut-
schen Hypo in Frankfurt am Main, sieht die jüngste Eintrübung des Immobilienklimas kei-
nesfalls als überraschend an. Vielmehr sei diese das Ergebnis der makroökonomischen,
politischen und konjunkturellen Gemengelage. „Ohne eine deutliche konjunkturelle Auf-
hellung sind kurzfristig keine positiven Impulse für den Immobilienmarkt zu erwarten“, so
Albert. Als zentralen Druckpunkt nennt Albert die im Rahmen des Nahostkonflikts stark
gestiegenen Energiepreise, die sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette als preis-
treibend erwiesen haben. Am vergangenen Donnerstag bestätigte sich darüber hinaus die
bereits antizipierte Ausrichtung der EZB auf eine restriktivere Geldpolitik, was den dämp-
fenden Effekt auf die Immobilienmärkte weiter verstärken dürfte. Die abwartende Haltung
der Marktteilnehmer zeige sich insbesondere im Neubausegment, welches deutlich an
Dynamik verloren habe. Albert rechnet vor diesem Hintergrund für die kommenden Mona-
te mit einer Stabilisierung des Immobilienklimas auf niedrigem Niveau, bevor sich in der
mittleren bis langen Frist ein neuer Wachstumspfad herausbilden könnte.
Immobilienklima Gesamtindex / Veränderung (M/M)
Immobilienklima nach Segmenten
-50%
-40%
-30%
-20%
-10%
0%
10%
20%
30%
0
20
40
60
80
100
120
140
160
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
2024
2025
2026
Index value
Immobilienklima (Real Estate Economic Index)
Immobilienklima (Real Estate Economic Index; M/M; rhs)

0
30
60
90
120
150
180
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
2021
2022
2023
2024
2025
2026
Index value
Büroklima (Offices)
Handelklima (Retail)
Wohnklima (Residential)
Logistikklima (Logistics)
Hotelklima (Hotel)

Quelle: Deutsche Hypo, bulwiengesa, NORD/LB Floor Research

5 / Covered Bond & SSA View // 17. Juni 2026

Fitch: Südkoreanischer Covered Bond-Markt profitiert von stabilem Fundament

Der südkoreanische Markt für Covered Bonds im EUR-Benchmarkformat zählt zu den klei-
neren seiner Art. Dennoch zeigen sich die aktiven Institute in steter Regelmäßigkeit am
Primärmarkt. Insgesamt haben aktuell vier Emittenten gedeckte Anleihen in diesem Markt-
segment ausstehend. Die Korea Housing Finance Corp (KHFC) führt mit einem ausstehen-
den Volumen von EUR 6,85 Mrd. (entspricht 64,9%) den Kreis der Emittenten klar an. Mit
einigem Abstand folgen die Kookmin Bank (EUR 2,1 Mrd.), KEB Hana Bank (EUR 1,1 Mrd.)
sowie die Shinhan Bank (EUR 500 Mio.). Im laufenden Kalenderjahr wurden bereits ge-
deckte Anleihen in einem Volumen von EUR 1,4 Mrd. emittiert. Eine Besonderheit an kore-
anischen Covered Bonds ist der Fokus auf ESG-Bonds. So gibt es lediglich eine EUR-Bench-
mark eines südkoreanischen Emittenten, der weder als Green, Social oder Sustainability
Bond klassifiziert ist. Seit Beginn des Jahres 2024 wurden ausschließlich gedeckte Anleihen
mit einer nachhaltigen Ausprägung emittiert. Die Ratingexperten von Fitch haben in ihrer
kürzlich veröffentlichten Peer Credit Analysis den koreanischen Covered Bond-Markt im
Allgemeinen sowie die von ihnen bewerteten Emittenten (Kookmin, KEB Hana und Shin-
han) im Speziellen analysiert. Alle drei untersuchten Programme werden von Fitch mit der
Bestnote AAA geratet und zeichnen sich durch hohe Übersicherungsquoten aus, die für
deutliche Rating-Puffer – gegenüber Verschlechterungen der Kreditqualität oder bei po-
tenziellem Marktstress – sorgen. Durch die sog. Bankruptcy Remoteness sind die De-
ckungsstöcke der südkoreanischen Emittenten darüber hinaus inflationsgeschützt. Für
zusätzliche Stabilität sorgen regulatorische Emissionslimits (8%), die in der Praxis selten 4%
übersteigen. Da ein Großteil der im Deckungsstock enthaltenen Darlehen eine fixe Verzin-
sung aufweist, reduzieren sich die kurzfristigen Zinsänderungsrisiken der Kreditnehmer
und die Deckungsstöcke können auf einen stabilen Cashflow zurückgreifen. Potenzielle
Risiken sieht Fitch dadurch nicht in der fundamentalen Ausgestaltung der Programme,
sondern lediglich mit Blick auf makroökonomische und währungspolitische Faktoren. Ne-
ben dem Zinsumfeld (eine zukünftige Zinserhöhung wird von den Marktteilnehmern er-
wartet) hebt Fitch insbesondere die Währungszusammensetzung der Deckungsstöcke her-
vor. Diese bestehen meist vollständig aus KRW-Darlehen, während die Covered Bonds in
der Regel in Fremdwährungen emittiert werden. Zwar sind die Wechselkursrisiken voll-
ständig durch Swaps abgesichert, in einem potenziellen Default-Szenario halten die Rating-
experten einen Swap-Ausfall jedoch für möglich. Als Konsequenz ist der Recovery-Uplift für
die Programme auf einen Notch begrenzt. Insgesamt präsentiert sich der südkoreanische
Covered Bond-Markt als ein konservativ regulierter, kreditseitig äußerst robuster Markt, in
dem strukturelle und makroökonomische Risiken gegenüber klassischen Kreditrisiken eine
deutlich größere Rolle spielen.

PSD Bank Hessen-Thüringen stimmt Fusion mit der BBBank zu

Nach erfolgreichen Sondierungen haben die Gremien des Pfandbriefemittenten BBBank
und PSD Bank Hessen-Thüringen einem Zusammenschluss zugestimmt, der noch im lau-
fenden Jahr vollzogen werden soll. Das fusionierte Institut firmiert künftig unter dem Na-
men BBBank. Somit entsteht eine der größten genossenschaftlichen Privatkundenbanken
Deutschlands mit einer Bilanzsumme von rund EUR 24 Mrd. Ziel der Fusion ist insbesonde-
re die Bündelung von Innovationskraft und regionaler Nähe, um das persönlich-digitale
Geschäftsmodell im Pri