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title: "Elfenbeinküste gegen Deutschland bei der FIFA Fußball-WM 2026; Kessié als Motor der Mannschaft"
sdDatePublished: "2026-06-18T13:46:00Z"
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Elfenbeinküste gegen Deutschland bei der FIFA Fußball-WM 2026; Kessié als Motor der Mannschaft

Elfenbeinküste vor Spiel gegen Deutschland bei der FIFA Fußball-WM 2026: Können die „Elefanten“ endlich ihr Versprechen einlösen?

Elfenbeinküste vor Spiel gegen Deutschland bei der FIFA Fußball-WM 2026: Können die „Elefanten“ endlich ihr Versprechen einlösen?

Mit einer Mischung aus Talent und taktischer Reife geht die Elfenbeinküste in die Fußball-WM 2026, fest entschlossen, dem Turnier ihren Stempel aufzudrücken. Olympics.com stellt das Team vor dem Duell mit Deutschland am Samstag (22 Uhr MEZ) vor.

Nur wenige Dinge im Sport sind so niederschmetternd wie eine goldene Generation von Talenten, die der Last der Erwartungen nicht gerecht werden kann.

Die Elfenbeinküste schien sich in diese Liste einzureihen, bis ihre hochtalentierte Gruppe von Fußballern um Yaya Touré 2015 erstmals den Afrika-Cup gewann -. seit 1992 hatte man auf diesen Titel gewartet.

Der erneute Sieg beim Afrika-Cup 2023, ausgetragen 2024, war der Beweis, dass die Westafrikaner schon immer für die größte Bühne gemacht waren – und doch haben sie bei der Weltmeisterschaft nie ganz den Eindruck hinterlassen, auf den sie gehofft hatten.

Ihr WM-Debüt in Deutschland 2006 war eine Lektion in Sachen Mut: Nach Niederlagen gegen Argentinien und die Niederlande reichte ein hart erkämpfter 3:2-Sieg gegen Serbien und Montenegro nicht aus, um die Todesgruppe zu überstehen.

Aber vor ihrem vierten Turnier sehnen sich die „Elefanten“ nach einem Vermächtnis. Sie haben gelernt, dass Talent allein nicht ausreicht. Resilienz, Kadertiefe und eine neue Generation von Anführern treibt ihre aktuelle Mission an.

Als die Elfenbeinküste in der Vorrunde des Afrika-Cups 2024 mit Niederlagen gegen Nigeria und Äquatorialguinea stolperte, handelte der Verband rasch. Emerse Faé, ein früherer ivorischer Nationalspieler ohne Trainererfahrung, übernahm das Team. Es war ein Wagnis, das sich spektakulär auszahlte. Faé führte die „Elefanten“ durch eine K.o-Runde mit Verlängerungen und Elfmeterschießen, was im 2:1-Finalerfolg gegen Nigeria und im ersten Titel im eigenen Land gipfelte.

„Niemand hat an der Qualität der Mannschaft gezweifelt“, erzählte Faé den Reportern nach dem Triumph. “Die Frage war, ob wir ohne Angst spielen könnten. Als uns das gelang, wurden wir zu einer Macht.“

Der 42-Jährige hielt den Kern des Teams beisammen, fügte ihm aber auch frisches Blut hinzu. Sein System beruht auf einer disziplinierten Defensivstruktur und vertikalem Umschaltspiel, was die Physis und das technische Flair, das den ivorischen Fußball schon lange definiert, in den Vordergrund rückt.

Können sich die „Elefanten“ in einer komplizierten WM-Gruppe mit Deutschland, Ecuador und Curaçao aus einer Ansammlung von Stars zu einer geschlossenen Einheit entwickeln, die nachhaltigen Eindruck hinterlässt? Der 1:0-Auftaktsieg gegen Ecuador macht den Anschein.

Franck Kessié ist das Herzstück der „Elefanten“: ein Box-to-Box-Wunder, das rohe Kraft mit Gelassenheit paart. Der 29-jährige Mittelfeldspieler hat in Italien mit dem AC Milan und in Saudi-Arabien mit Al-Ahli nationale Titel gewonnen, aber seinen größten Moment hatte er im Finale des Afrika-Cups 2023: Mit einem perfekt getimten Lauf und einem abgeklärten Abschluss erzielte er das erste Tor der Elfenbeinküste beim 2:1-Sieg.

„Franck ist die Art von Spieler, die sich nie versteckt“, sagt der ivorische Journalist Amadou Koné. “Wenn das Spiel chaotisch ist, ist er die Ruhe selbst. Wenn es eng wird, bricht er den Bann.“

Kessiés Führungsstärke geht über seine Tore hinaus. Er dirigiert das Mittelfeld, stoppt Gegenangriffe und sorgt für einen unermüdlichen Motor, der es den technisch versierten Spielern erlaubt zu glänzen. Für ein Team, das manchmal die nötige taktische Disziplin vermissen ließ, ist Kessié der nahezu perfekte Dreh- und Angelpunkt.

Der 19-jährige Yan Diomande stammt aus der DME Academy in Florida im Nachwuchssystem der USA, ein einzigartiger Entwicklungsweg, der im Gegensatz zu den traditionellen Akademien von Abidjan steht.

Bei Bundesliga-Klub RB Leipzig als Rookie der Saison ausgezeichnet, ist der 1,80 Meter große Stürmer der Archetyp des modernen Angreifers: blitzschnell auf dem Boden, unermüdlich im Gegenpressing und unglaublich gefährlich, wenn er von der Außenbahn nach innen zieht.

Diomande hebt sich durch seine offensive Intelligenz ab. Er antizipiert Räume zwei Schritte im Voraus, versucht mehr Dribblings als nahezu jeder Stürmer in Deutschland und zieht bereits Vergleiche mit Jeremy Doku und Bradley Barcola auf sich.

„Er ist besonders“, sagte der frühere ivorische Team-Manager Francois Zahoui im Januar.

„Sein Einfluss für jemanden der so jung ist, ist mehr als bemerkenswert.“

Bei der FIFA Fußball-WM 2026 wird sich Diomande einigen der hartnäckigsten Defensivreihen der Welt gegenübersehen. Aber wenn seine Durchbruchssaison mit 13 Toren in Europa ein Indikator ist, ist der Teenager vollkommen bereit, die Weltbühne im Sturm zu erobern.

Der 20-jährige Mittelfeldspieler Christ Inao Oulaï kam 2025 ins Nationalteam, nachdem er seine Fähigkeiten auf den staubigen Plätzen der Peace School verfeinert hatte und schließlich nach Europa zu Club Brugge wechselte.

Elektrisierend, direkt und furchtlos nutzt er seinen niedrigen Körperschwerpunkt, um an den Verteidigern vorbeizugleiten.

Einen seiner denkwürdigsten Momente für die Nationalmannschaft hatte er im Dezember 2025, als ihm seine Extraklasse im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Gabun einen „Man of the Match“-Award einbrachte.

„Er hat etwas Besonderes“, sagte Teamkapitän Kessié. “Diese Unvorhersehbarkeit? Das kann man nicht lernen.“

Oulaï ist noch kein gängiger Name in der Fußballwelt, aber die WM-Bühne ist wie geschaffen für Geschichten wie diese. Wenn er seinen Rhythmus findet, könnte er die Überraschung des Turniers werden.

World at their Feet: Weltmeisterschaft 2026 – Trailer

Von aufstrebenden Nationen bis hin zu den größten Fußballmächten – „World at their Feet 2026“ begleitet eine neue Generation von Spielern, die die Hoffnungen, die Identität und den Ehrgeiz ihrer Länder auf die Bühne der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 tragen.

Besondere Momente in der WM-Geschichte

Diese Nation mit einer reichen Geschichte von Weltklasse-Talenten wartet noch auf ihren Meilenstein bei einer WM.

Die „Elefanten“ kamen mit einer goldenen Generation auf ihrem Höhepunkt an. Didier Drogba, Yaya Touré, Salomon Kalou, Emmanuel Eboué — Namen, die den europäischen Fußball über ein Jahrzehnt dominiert haben. Sie wurden in die sogenannte „Todesgruppe“ gelost, zusammen mit Argentinien, den Niederlanden und Serbien und Montenegro.

Nach zwei 2:1-Niederlagen in den Partien gegen Argentinien und die Niederlande, die beide durch Momente individueller Klasse entschieden wurden, stand das Vorrundenaus bereits fest. Im abschließenden Spiel gegen Serbien und Montenegro führte Drogba das Team mit zwei Toren zum 3:2-Sieg, doch das war nicht genug. Die goldene Generation musste früh nach Hause, aber sie hatten Afrikas gestiegene Ambitionen angekündigt.

„Wir gingen hoch erhobenen Hauptes“, sagte Drogba. „Niemand hat erwartet, dass wir so gut mithalten. Wir haben einen Samen gesät.“

Acht Jahre später kehrten die „Elefanten“ mit einer erfahreneren Mannschaft zurück. Sie erwischten wieder eine schwere Gruppe mit Kolumbien, Griechenland und Japan.

Ein 2:1-Sieg gegen Japan – dank eines Gervinho -Tores — gab ihnen Hoffnung. Aber nach nur einem Punkt aus dem letzten beiden Spielen mussten sie erneut die Heimreise antreten.

Die Lektion war bitter, aber eindeutig: Talent allein kann taktische Naivität nicht kompensieren. Dem Team fehlte eine gemeinsame Identität. Trotz all ihrer individuellen Klasse gelang ihnen nicht der Durchbruch.

Lange bevor er die größten Bühnen der Welt betrat, begann die Geschichte von Yaya Touré in einem kleinen Haus in Abidjan, in der die Mutter Gemüse verkaufte, um die Familie zu ernähren.

Gemeinsam mit seinem Bruder Kolo verbrachte Yaya Stunden damit, mit zusammengerollten Plastikbeuteln unter Straßenlaternen zu kicken, angetrieben von einem unbändigen Hunger, das Schicksal seiner Familie neu zu schreiben.

„Wir hatten nichts, nur uns und den Ball“, erinnert er sich.

Als er mit 17 Jahren in die berühmte ASEC Mimosas Akademie eintrat, hatte Touré die Kraft eines Güterzugs gepaart mit der Anmut eines Tänzers im Gepäck. Nach mehreren erfolglosen Versuchen in Europa gelang ihm in Monaco schließlich der Durchbruch. Später gewann er mit Barcelona das historische Triple und machte sich bei Manchester City unsterblich. In England revolutionierte er die Rolle des modernen Box-to-Box-Spielers. Er erzielte als Mittelfeldspieler 79 Tore und dominierte auf dem Feld wie nur wenige Afrikaner vor ihm.

Als Kapitän führte er die Elfenbeinküste bei den Olympischen Spielen Beijing 2008 ins Viertelfinale und bewies, dass seine Mission über kommerziellen Ruhm hinausging.

“Bei den Olympischen Spielen aufzulaufen, war einer der stolzesten Momente meiner Karriere“, sagte er. „Es ging nicht um Geld oder Ruhm. Es ging darum, für mein Land einzustehen, für jedes Kind in Bouaké und Abidjan, dass mich als Beweis dafür sah, dass Träume nicht nur leere Worte sind.“

Mit sieben Premier League-Titeln, drei La Liga-Kronen, zwei Champions League-Siegen, einem Afrika-Cup und der viermaligen Auszeichnung zu Afrikas Spieler des Jahres ist Yayas Fußball-Reise eine der größten Afrikas.

Sein Weg weist der neuen Generation die Richtung: bescheidene Anfänge, unermüdliche Arbeit und der unerschütterliche Mut, immer wieder aufzustehen.