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title: "SoVD Hamburg fordert Hitzeschutz in Hamburgs Quartieren; mobile Trinkwasserbrunnen dringend nötig"
sdDatePublished: "2026-06-18T10:06:00Z"
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SoVD Hamburg fordert Hitzeschutz in Hamburgs Quartieren; mobile Trinkwasserbrunnen dringend nötig

Sozialverband Hamburg: Hitzeschutz: Hamburgs Quartiere brauchen mehr Abkühlung!

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Hitzeschutz: Hamburgs Quartiere brauchen mehr Abkühlung!

Hamburg ist mit seinem Grün und dem Wasser teils gut gegen die Sommerhitze gewappnet: „Davon profitieren aber leider eher diejenigen, die sich es leisten können, in solchen Quartieren zu wohnen. Auch in weniger gut betuchten Wohngegenden muss es einen guten Schutz gegen Hitze geben. Das ist vor allem für ältere Menschen, Alleinerziehende, Familien mit Kindern und Obdachlose existenziell“, mahnt Klaus Wicher, Vorsitzender Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg. Er fordert mehr Brunnen und Abkühlung.

Neun Trinkwasserbrunnen, 44 Wasserspender, viele davon an öffentlichen Toiletten: „Das ist angesichts von knapp zwei Millionen Hamburger:innen kein großer Wurf“, stellt Wicher fest. Brunnen und Wasserstellen seien vor allem an großen Plätzen und den touristischen Hotspots in der Innenstadt zu finden: „Das sind aber nicht die Quartiere, in denen viele Menschen leben! In Osdorf, Billstedt, Mümmelmannsberg oder auch Steilshoop gibt es wenig bis gar keine Möglichkeiten, an frisches Trinkwasser zu kommen.“

Alte Menschen, Kinder und Jugendliche seien in Hitzezeiten besonders stark belastet: „Der Klimawandel ist zweifellos da. Kurzfristig brauchen die Menschen in den Quartieren zumindest mobile Brunnen!“ Sogar in Berlin sei man dabei, mehr mobile Wasserspender aufzustellen: „Auf der Webseite der Stadt gibt eine „Erfrischungskarte“ Auskunft darüber, wo es in den Quartieren Sitzbänke und schattige Plätze gibt, wo Trinkbrunnen und Sonnencremespender aufgestellt sind. So etwas braucht Hamburg auch!“

Wicher empfiehlt dem Senat, seinen Hitzeschutzplan nachzubessern: „Die flächendeckende Versiegelung und dichte Bebauung speichert Hitze in den Städten besonders gut. In Wien, mit einer ähnlichen Einwohnerzahl wie Hamburg, gibt es deshalb inzwischen 2.500 Brunnen und Trinkwasserspender. Kinder können sich dort auf Wasserspielplätzen abkühlen, es gibt sehr viel Grün und viele Möglichkeiten sich in kühlen Räumen aufzuhalten. Daran sollte sich Hamburgs zuständige Umweltsenatorin Katharina Fegebank ein Beispiel nehmen!“

Besonders hart seien Hitzewellen für Obdachlose: „Wer sich den ganzen Tag in der sengenden Sonne aufhält, muss sehr viel trinken. Darum ist es extrem wichtig, dass die Wasserhähne dort funktionieren, wo sich die Menschen aufhalten!“

Heiße Tage mit Lufttemperaturen über 30 Grad Celsius und Tropennächte sind für den menschlichen Organismus eine große Belastung, was vor allem für sehr junge und ältere Menschen lebensbedrohlich werden kann.

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Kontakt Susanne Rahlf Pressesprecherin SoVD Hamburg Telefon: 0151 44545693 E-Mail: presse@sovd-hh.de