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title: "Evelyn Palla führt Dialog mit Landesregierungen von Saarland, Niedersachsen und Brandenburg in Berlin; Ad-hoc-Runde zur Stabilisierung der Rohstoffverkehre vereinbart"
sdDatePublished: "2026-06-19T13:40:00Z"
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Evelyn Palla führt Dialog mit Landesregierungen von Saarland, Niedersachsen und Brandenburg in Berlin; Ad-hoc-Runde zur Stabilisierung der Rohstoffverkehre vereinbart

Presseinformation

Herausgeber: Deutsche Bahn AG, Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland
deutschebahn.com/presse, x.com/db_presse

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Tel. +49 (0) 30 297-61030
presse@deutschebahn.com

Gemeinsam die Versorgung der systemkritischen
Industrie sichern
Dialog der DB-Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla und der Ministerpräsidenten der Länder
Saarland, Niedersachsen und Brandenburg zu aktuellen Herausforderungen bei der Versorgung
der Stahlindustrie • Ad-hoc-Runde zur Stabilisierung kritischer Rohstoffverkehre auf der Schiene
vereinbart

(Berlin, 17. Juni 2026) In einem Gespräch haben sich die Landesregierungen der drei Stahl-
Länder mit der DB-Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla sowie den Spitzen von DB
InfraGO und DB Cargo über die aktuelle Lage der Schienenlogistik und die Versorgung
der Stahl-Industrie mit Rohstoffen ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die
Lieferketten zentraler industrieller Grundstoffe künftig noch verlässlicher abgesichert
werden können.

Die Initiative zu dem Gespräch ging von den drei Länder-Regierungschefs aus, nachdem
kurzfristige Versorgungsengpässe bei den betroffenen Stahlunternehmen durch die
Schienenlogistik entstanden waren. Die Bahn hat umgehend Maßnahmen eingeleitet,
um diese kritische Situation zu bewältigen. So wurden Lieferverkehre priorisiert und
Material und Personal zu diesem Zweck kurzfristig aufgestockt. Dies wurde von den
Länder-Vertretern als zielführend anerkannt.

Es bestand zudem Einigkeit darüber, dass dauerhaft stabile Lieferketten eine zentrale
Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und verlässliche
Planungsgrundlagen der Unternehmen sind. Das gemeinsame Ziel ist es daher, die
Resilienz der Schienenlogistik weiter zu stärken und die Versorgung der Industrie auch in
anspruchsvollen Situationen im Bahnbetrieb zuverlässig sicherzustellen.

Aus dem Gespräch heraus entstand die Initiative, über die kurzfristige Abhilfe hinaus
eine von der DB InfraGO organisierte Ad-hoc-Fach-Runde zu operativen Themen mit der
betroffenen Industrie und der Logistikbranche einzuberufen. Dort sollen konkrete
Maßnahmen identifiziert werden, mit denen die Versorgung der Industrie mit
hochkritischen Rohstoffen auf der Schiene kurzfristig stabilisiert und die Lieferketten
zentraler industrieller Grundstoffe langfristig abgesichert werden können.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Saarland: „Die Industrie braucht eine zuverlässige
Logistik und Rohstoffversorgung. Dafür ist die Bahn ist ein Schlüsselfaktor. Eine
leistungsfähige Bahn-Infrastruktur muss daher verlässlich funktionierende Lieferketten
über die Schiene und damit Planungssicherheit für die Industrie gewährleisten. Daran

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muss über die kurzfristige Abhilfe hinaus gemeinsam mit der Industrie weiter gearbeitet
werden.“
Ministerpräsident Olaf Lies, Niedersachsen: „Die Stahlindustrie ist ein zentraler Pfeiler
unseres Wirtschaftsstandorts und sichert zahlreiche Arbeitsplätze – auch weit über die
Branche hinaus. Und belastbare Lieferketten sind für sie eine zentrale Voraussetzung für
einen starken Industriestandort. Gerade jetzt - also in Zeiten, in denen unsere
Industrieunternehmen nahezu täglich von immer neuen geopolitischen
Herausforderungen durch gerüttelt werden - müssen Unternehmen darauf vertrauen,
dass zumindest das System in Deutschland stabil bleibt. Sie müssen sich darauf verlassen
können, dass Rohstoffe und Vorprodukte zuverlässig ankommen. Deshalb war es so
wichtig, jetzt alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Ich begrüße, dass die Bahn die
besondere Bedeutung erkennt und nun in einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe gemeinsam mit
den Stahlunternehmen an konkreten Lösungen für eine leistungsfähige und resiliente
Lieferkette arbeiten will.“

Ministerpräsident Dietmar Woidke, Brandenburg: „Die Stahlindustrie ist bereits in
schwierigem Fahrwasser und auf eine zuverlässige Versorgung mit Rohstoffen
angewiesen. Bahn-Baustellen und Herausforderungen im Güterverkehr dürfen nicht
dazu führen, dass es zu Produktionskürzungen kommt. Es braucht künftig ein besseres
Baustellenmanagement und verlässliche Zusagen für einen reibungslosen Transport, um
die Versorgung der Industrie langfristig sicherzustellen. Es ist gut, dass nun an konkreten
Lösungen gearbeitet wird."

Vorstandsvorsitzender DB InfraGO, Dr. Philipp Nagl: „Die DB InfraGO ist sich ihrer
Verantwortung bewusst. Wir haben daher die wichtigsten Akteure entlang der
Lieferketten an einen Tisch geladen. Unser Ziel ist eindeutig: Wir wollen gemeinsam
analysieren, wo betriebliche Hebel liegen, und konkrete Lösungsansätze entwickeln, um
die Versorgung insbesondere der systemrelevanten Industrien langfristig abzusichern.“