Gemeinde Chorin übernimmt Trägerschaft der Klosteranlage Chorin, Brandenburg; Übergang zur Landesstiftung 2028 vorbereitet
Kloster Chorin | Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur
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Die Gemeinde Chorin übernimmt für ein weiteres Jahr die Trägerschaft für die Klosteranlage Chorin im Rahmen des Eigenbetriebes, bevor das Kloster in eine neue Landesstiftung überführt wird. Das sieht der fortgeschriebene und vom Amt Britz-Chorin-Oderberg und dem Land unterzeichnete Besitzüberlassungsvertrag vor, der bis Ende 2027 gilt.
„Herzlichen Dank an die Gemeinde Chorin und das Amt Britz-Chorin-Oderberg für die konstruktiven Gespräche und ihren Einsatz für diese Übergangslösung! Damit haben wir ausreichend Zeit, um die Überführung des Klosterbetriebes in eine Landesstiftung zum 01. Januar 2028 gut vorzubereiten. Uns ist wichtig: Die Gemeinde soll auch künftig ein zentraler Akteur bleiben – deswegen werden wir sie nicht nur in den Prozess der Errichtung einer Landesstiftung eng einbinden, sondern streben an, dass sie auch Sitz und Stimme im künftigen Aufsichtsgremium der Stiftung bekommt. Dasselbe gilt für den Choriner Musiksommer. Denn beide gehören untrennbar zusammen: Hier treffen eines der bedeutendsten Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik und die Wiege des preußischen Denkmalschutzes auf Brandenburgs ältestes Musikfestival. Wir werden dafür sorgen, dass diese Symbiose aus gelungener Denkmalpflege und außergewöhnlichem Kulturerlebnis auch künftig sicht- und hörbar bleibt.“
Der Amtsdirektor des Amtes Britz-Chorin-Oderberg, Jörg Matthes :
„Auch von uns Dank! Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Land eine Lösung finden konnten, die diesen wichtigen Denkmal- und Kultur-Ort sichert. Und wir begrüßen es, dass das Land uns auch bei der geplanten Stiftungslösung künftig einbinden will. Denn wir vor Ort wissen, was das Kloster Chorin ausmacht.“
Norman Reichelt , Vorstandsvorsitzender des Vereins Choriner Musiksommer e.V.:
„Das ist eine gute Nachricht kurz vor der Eröffnung des Choriner Musiksommers! Damit wächst perspektivisch zusammen, was zusammengehört: Natur und Architektur werden durch Musik ergänzt. Ich bin frohen Mutes, dass mit der Stiftungsgründung für das Kloster eine neue Blütezeit beginnt. Wer davon schon jetzt eine Ahnung bekommen will, ist herzlich eingeladen, sich davon in den kommenden Wochen bei einem Besuch des Choriner Musiksommers selbst zu überzeugen.“
Der Besitzüberlassungsvertrag sieht unter anderem vor, dass das Land der Gemeinde die im Landesbesitz befindliche Klosteranlage weiterhin unentgeltlich überlässt und diese die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich macht, die wissenschaftliche Erforschung unterstützt sowie eine kulturelle und kirchliche Nutzung gewährleistet. Über das Errichtungsgesetz für die geplante Landesstiftung muss der Landtag entscheiden.
Kulturstaatssekretär Tobias Dünow spricht am morgigen Samstag, den 20. Juni, um 15:00 Uhr, ein Grußwort zum Eröffnungskonzert des 63. Choriner Musiksommers. Das erste Konzert des Choriner Musiksommers fand am 23. Mai 1964 statt – als Kulturveranstaltung für die Beschäftigten des Institutes für Forstwissenschaften in Eberswalde, das die Klosterruine damals verwaltete. Das Land unterstützt den Choriner Musiksommer in diesem Jahr mit 50.000 Euro.
Das Kloster Chorin wurde um 1300 als Zisterzienserkloster und Hauskloster der brandenburgischen Askanier errichtet. Im Jahr 1542 wurde es im Zuge der Reformation säkularisiert und diente fortan als kurfürstliche Domäne. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verfiel die Anlage zunehmend. Seit dem 19. Jahrhundert wurden die bestehenden Klostergebäude schrittweise restauriert. Aufgrund des Engagements des preußischen Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel (1781-1841) für die Rettung der verfallenden Klosteranlage gilt Chorin auch als frühes Beispiel der preußischen Denkmalpflege.
Kloster Chorin - Pressemitteilung 19. Juni 2026 (100.8 KB)
- Erschienen am 19.06.2026 - Presemitteilung 228
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