Reparaturzüge führen partielle Oberflächenbehandlung im Landkreis Nienburg durch; 40 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung für 1–2 Wochen
Reparaturzüge im Landkreis Nienburg unterwegs – „Partielle Oberflächenbehandlung“ mehrerer Straßen erfolgt | Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Reparaturzüge im Landkreis Nienburg unterwegs – „Partielle Oberflächenbehandlung“ mehrerer Straßen erfolgt
Start in der 31. Kalenderwoche
Wie jedes Jahr rund um den Sommeranfang, sind derzeit mehrere Reparaturzüge in ganz Niedersachsen unterwegs. So auch wieder im Landkreis Nienburg: Der Startschuss dafür fiel dieses Jahr Ende Juli (31. Kalenderwoche). Auf mehreren Kilometern Strecke werden dann über etwa fünf Wochen hinweg „partielle Oberflächenbehandlungen“ an den Straßen durchgeführt, um kleinere Schäden, wie etwa Risse in der Fahrbahndecke, auszubessern. Das berichtet die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) in Nienburg in einer Pressenotiz.
Als „partielle Oberflächenbehandlung“ wird die Instandhaltung von punktuellen Bereichen einer bereits bestehenden Fahrbahndecke bezeichnet. Auf kleinflächig auftretende Schadpunkte wird in einem Arbeitsgang Bindemittel aufgetragen, das wiederum mit grober Gesteinskörnung abgedeckt und anschließend angewalzt wird. Diese Methode bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Dank moderner Maschinen werden die hochwertigen Baustoffe gezielt und somit sowohl ressourcenschonend als auch wirtschaftlich eingesetzt.
Mithilfe der „partiellen Oberflächenbehandlung“ wird die Nutzungsdauer der Straße, bevor sie umfänglich erneuert werden muss – was oft mit einer Vollsperrung einhergeht – erheblich verlängert. Die Straße ist kurzzeitig nach Durchführung der Sanierung wieder befahrbar. Für etwa ein bis zwei Wochen muss jedoch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt werden. Dies hat bautechnische Gründe: Der Splitt muss sich in die angespritzte Bitumenemulsion durch den Verkehr einfahren und verzahnen. Damit die Fahrzeuge den Splitt nicht wieder rausreißen, wird die zulässige Fahrgeschwindigkeit auf 40 Kilometer pro Stunde beschränkt.
Bei der Durchführung dieses Verfahrens werden die örtlichen Straßenmeistereien von extern beauftragten Firmen mit ihren Geräten unterstützt. Nach Abschluss der Maßnahme und dem Abfegen der verbleibenden Gesteinskörnung wird die Geschwindigkeitsbeschränkung durch die Firmen wieder abgebaut. Die Rollsplittschilder bleiben noch einige Tage länger stehen, bis sichergestellt ist, dass sich kein Material mehr löst. Diese werden dann durch die zuständige Straßenmeisterei abgebaut.
Zu den längsten Strecken, die in den kommenden Wochen im Landkreis Nienburg ausgebessert werden, gehören unter anderem die B 215 von Haßbergen nach Eystrup, die B 441 zwischen Leese und Loccum, die B 61 bei Uchte sowie die L 192 von Laderholz nach Rethem und die L 343 von Lavesloh bis zur Einmündung in die K 23.
Erneuert werden sowohl Bundes-, als auch Landes- und Kreisstraßen. Witterungsbedingte Verzögerungen im Bauablauf können nicht ausgeschlossen werden, was gegebenenfalls mit einer Verlängerung der Geschwindigkeitsbeschränkung einhergeht.