Amnesty International Gruppe Schwerin und AWO Sachsen-Anhalt organisieren achttägige Radtour Stendal–Quedlinburg; Beweis gemeinsamer Radfahrt von Behinderten und Nichtbehinderten
Radtour für die Menschenrechte von Stendal nach Quedlinburg | AWO Landesverband Sachsen-Anhalt
Radtour für die Menschenrechte von Stendal nach Quedlinburg
- Juli 2026 , Magdeburg
Mit einer achttägigen Radtour von Stendal nach Quedlinburg machen Ehrenamtliche im August auf die Bedeutung der Menschenrechte aufmerksam und laden unterwegs zum Austausch an Infoständen ein.
„Menschenrechte, insbesondere die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, sind derzeit in kaum gekanntem Ausmaß gefährdet. Weltweit werden Menschenrechtsverteidiger*innen verfolgt, inhaftiert und getötet. Auch in Deutschland nimmt Amnesty International derzeit bizarre Formen der Behinderung und Kriminalisierung friedlichen Protests wahr“, stellt Ronald Klinger, Sprecher von der Amnesty International-Gruppe Schwerin fest. Wer Nachrichten hört oder liest, der weiß, dass Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern gang und gebe sind. Nicht nur weit weg von unserer Haustür.
„Wir wollen drauf aufmerksam machen, der Einsatz für die Menschenrechte wird zunehmend schwieriger und gefährlicher. Menschenrechtsverteidigerinnen werden eingeschüchtert, verfolgt, eingesperrt, misshandelt – und kommen sogar ums Leben.“
Dagegen setzen sich die Teilnehmer*innen einer achttägigen Radtour für die Menschenrechte vom 4. bis 12. August von Stendal nach Halberstadt und Quedlinburg zur Wehr. Entlang der Strecke suchen die ehrenamtlich Engagierten in den durchfahrenen Städten an insgesamt sieben Infoständen das Gespräch und klären auf. Die Teilnehmer nutzen dazu ihren Urlaub und hoffen auch deshalb auf gutes Fahrradwetter und interessante Gespräche. Gäste aus der Region sind herzlich eingeladen, die Tour auch auf kürzeren Etappen zu begleiten. Gefahren wird in demographiegerechtem Tempo, also so, dass Menschen aller Altersklassen entspannt mithalten können.
Ronald Klinger betont: „In Kooperation mit der AWO in Sachsen-Anhalt treten wir mit dieser Tour auch den Beweis an, dass behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam für einen guten Zweck Radfahren können.“
Ruben Herm vom AWO-Landesverband verweist darauf, dass Menschenrechte oft als selbstverständlich begriffen werden. „Man merkt es erst, wenn sie weg oder eingeschränkt sind. Menschenrechte, das ist für uns als Arbeiterwohlfahrt kein abstrakter Begriff, sondern gelebte Praxis in unseren Einrichtungen.“ Das betrifft nicht nur die großen Städte, sondern auch den ländlichen Raum. Die AWO-Kreisverbände unterstützen von Stendal bis Quedlinburg die Amnesty International-Menschenrechtstour. Regionale Geschäftsführer werden die Abschnitte der Tour per Rad begleiten. „An den Etappen-Orten werden jeweils von 10 bis 12 Uhr neben den AI-Ständen auch solche der AWO aufgebaut.“ Jeder, der möchte, kann die Radtour für die Menschenrechte von Amnesty International an deren Infoständen treffen:
Anfragen zur Tour richten Sie bitte an
Ronald Klinger Amnesty International, Gruppe Schwerin 0174 916 1957 Roland Göhring Amnesty International, Gruppe Waiblingen 0157 3481 4272 (für Amnesty International e.V.)
Ruben Herm, AWO Landesverband e.V. 0170 373 5735 (für die AWO in Sachsen-Anhalt)
PM: Radtour für die Menschenrechte von Stendal nach Quedlinburg (160,3 KiB)