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title: "Europäische Zentralbank wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen im Euroraum nach institutionellen Sektoren erstes Quartal 2026; 307 Mrd. € Finanzierungsüberschuss gegenüber übriger Welt"
sdDatePublished: "2026-07-28T14:10:00Z"
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  - name: "economy"
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locations:
  - "Netherlands"
  - "Bulgaria"
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Europäische Zentralbank wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen im Euroraum nach institutionellen Sektoren erstes Quartal 2026; 307 Mrd. € Finanzierungsüberschuss gegenüber übriger Welt

Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen im Euroraum nach institutionellen Sektoren: erstes Quartal 2026

Europäische Zentralbank
Generaldirektion Statistik
Sonnemannstraße 20, 60314 Frankfurt am Main, Deutschland
Anfrageformular, Internet: www.ecb.europa.eu

Nachdruck nur mit Quellenangabe gestattet.
Übersetzung: Deutsche Bundesbank

Pressemitteilung
27. Juli 2026
Wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen
im Euroraum nach institutionellen Sektoren:
erstes Quartal 2026

Die Ersparnisbildung (netto) im Euroraum lag in den vier Quartalen bis zum ersten Quartal 2026
weitgehend unverändert bei 902 Mrd. €, verglichen mit 900 Mrd. € im Vorquartal.

Die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis zum Einkommen belief sich im ersten
Quartal 2026 auf 81,0 % und war damit im Großen und Ganzen stabil.

Die Verschuldung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften im Verhältnis zum BIP (konsolidierte
Messgröße) ging im ersten Quartal 2026 auf 65,6 % zurück, verglichen mit 67,1 % ein Jahr zuvor.
Gesamtwirtschaft des Euroraums
Die Ersparnisbildung (netto) im Euroraum lag in den vier Quartalen bis zum ersten Quartal 2026
weitgehend unverändert bei 902 Mrd. € (dies entspricht 7,0 % des verfügbaren Nettoeinkommens im
Euroraum), verglichen mit 900 Mrd. € in den vier Quartalen bis zum vierten Quartal 2025. Die
Nettosachvermögensbildung im Euroraum sank auf 629 Mrd. € und entsprach damit 4,9 % des
verfügbaren Nettoeinkommens im Euroraum. Zurückzuführen war diese Verringerung auf eine
niedrigere Nettosachvermögensbildung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften sowie der
finanziellen Kapitalgesellschaften (siehe Abbildung 1 sowie Tabelle 1 im Anhang).
Da sich die Nettosachvermögensbildung verringerte und die Ersparnisbildung (netto) kaum
veränderte, stieg der Finanzierungsüberschuss des Euroraums gegenüber der übrigen Welt auf
307 Mrd. € nach zuvor 296 Mrd. €. Der Finanzierungsüberschuss der privaten Haushalte erhöhte sich

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von 591 Mrd. € auf 688 Mrd. € (5,3 % des verfügbaren Nettoeinkommens)1. Bei den nichtfinanziellen
Kapitalgesellschaften nahm er von 92 Mrd. € auf 113 Mrd. € zu (0,9 % des verfügbaren
Nettoeinkommens). Der Finanzierungsüberschuss der finanziellen Kapitalgesellschaften ging von
86 Mrd. € auf -1 Mrd. € zurück. Das Finanzierungsdefizit des Sektors Staat erhöhte sich indessen und
leistete einen größeren negativen Beitrag zum Finanzierungsüberschuss des Euroraums (-493 Mrd. €
bzw. -3,8 % des verfügbaren Nettoeinkommens).
Abbildung 1
Sparen, Vermögensbildung und Finanzierungsüberschuss im Euroraum gegenüber der übrigen Welt
(in Mrd. €; gleitende Vierquartalssummen)

Quellen: EZB und Eurostat.
* Sparen (netto) abzüglich der Nettovermögenstransfers gegenüber der übrigen Welt (dies entspricht der transaktionsbedingten Veränderung des Reinvermögens).
Daten zu Sparen, Vermögensbildung und Finanzierungsüberschuss gegenüber der übrigen Welt
Private Haushalte
Die Jahreswachstumsrate der Geldvermögensbildung der privaten Haushalte erhöhte sich im ersten
Quartal 2026 auf 2,9 % nach 2,6 % im Vorquartal. Mit Blick auf die einzelnen Komponenten wurden

1 Der Anstieg des Finanzierungsüberschusses ist zum Teil der Umstellung der Alterssicherungssysteme in den Niederlanden von
Systemen mit Leistungszusagen hin zu Systemen mit Beitragszusagen geschuldet. Dies hatte Nettovermögenstransfers von
finanziellen Kapitalgesellschaften hin zu privaten Haushalten zur Folge und beeinflusste somit den Finanzierungsüberschuss in
beiden Sektoren.

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bei den Ansprüchen aus Rückstellungen bei Alterssicherungssystemen (5,5 % nach 2,8 % im
Vorquartal)2, den Ansprüchen aus Rückstellungen bei Lebensversicherungen (2,8 % nach 2,6 %) und
den Anlagen in Schuldverschreibungen (3,5 % nach 3,2 %) höhere Zuwachsraten verzeichnet. Der
Nettoerwerb von Anteilsrechten nahm mit einer im Wesentlichen unveränderten Rate von 2,0 % zu.
Dagegen wurde bei den Anlagen in Bargeld und Einlagen ein geringeres Wachstum verbucht (2,9 %
nach 3,1 % im Vorquartal).
Die privaten Haushalte erwarben insgesamt per saldo Schuldverschreibungen und investierten dabei
vor allem in solche Papiere, die vom Sektor Staat emittiert wurden. Schuldverschreibungen von MFIs
veräußerten sie hingegen unter dem Strich (siehe nachstehende Tabelle 1 sowie Tabelle 2.2 im
Anhang). In Bezug auf börsennotierte Aktien traten sie insgesamt als Nettoverkäufer auf. Dabei
trennten sie sich in erster Linie von Papieren, die von nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften begeben
wurden. Demgegenüber erwarben sie Papiere, die vom Sektor der übrigen Welt (d. h. von Emittenten
außerhalb des Euroraums), von sonstigen Finanzinstituten sowie von Versicherungsgesellschaften
emittiert wurden. Die privaten Haushalte erwarben zudem abermals per saldo Investmentfondsanteile
(ohne Geldmarktfonds) sowie Geldmarktfondsanteile.
Tabelle 1
Geldvermögensbildung und Finanzierung der privaten Haushalte: wichtigste Positionen
(Jahreswachstumsrate)
Finanzielle Transaktionen

2025 Q1
2025 Q2
2025 Q3
2025 Q4
2026 Q1
Geldvermögensbildung*
2,4
2,7
2,6
2,6
2,9
   Bargeld und Einlagen
3,1
 3,1
3,3
3,1
2,9
   Schuldverschreibungen
3,1
-1,0
0,0
3,2
3,5
   Anteilsrechte**
2,7
 3,0
2,6
2,1
2,0
   Ansprüche aus Rückstellungen
      bei Lebensversicherungen
1,2
 2,1
2,3
2,6
2,8
   Ansprüche aus Rückstellungen
      bei Alterssicherungssystemen
2,3
 2,5
2,6
2,8
5,5
Finanzierung***
1,7
2,5
2,7
2,6
3,0
   Kredite
1,9
 2,3
2,6
2,8
3,0
Quelle: EZB.
* Die folgenden Positionen sind nicht in der Tabelle ausgewiesen: gewährte Kredite, Prämienüberträge, Rückstellungen für eingetretene Versicherungsfälle und sonstige
Forderungen.
** Einschließlich Investmentfondsanteilen.
*** Die folgenden Positionen sind nicht in der Tabelle ausgewiesen: Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten (netto), Ansprüche aus Rückstellungen bei
Alterssicherungssystemen und sonstige Verbindlichkeiten.
Daten zur Geldvermögensbildung und Finanzierung der privaten Haushalte

2 Für das stärkere Wachstum der Ansprüche aus Rückstellungen bei Alterssicherungssystemen war zum Teil die Umstellung der
Alterssicherungssysteme in den Niederlanden von Systemen mit Leistungszusagen hin zu Systemen mit Beitragszusagen
verantwortlich. In der Folge stiegen die Ansprüche der privaten Haushalte aus Rückstellungen bei Alterssicherungssystemen per
saldo an.

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Die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis zum Einkommen3 belief sich im ersten
Quartal 2026 nahezu unverändert auf 81,0 %. Die Verschuldung der privaten Haushalte im Verhältnis
zum BIP nahm im ersten Quartal 2026 ab und betrug 50,3 % nach 50,6 % ein Jahr zuvor (siehe
Abbildung 2).

Abbildung 2
Verschuldungsquote der privaten Haushalte und der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften
(in % des BIP)

Quellen: EZB und Eurostat.
* Als Verschuldung sind hier die Bestände an Krediten, Schuldverschreibungen, Handelskrediten und Verbindlichkeiten aus Rückstellungen bei Alterssicherungssystemen
zu verstehen.
** Als Verschuldung sind hier die Bestände an Krediten und Schuldverschreibungen ohne Schuldpositionen zwischen nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften zu verstehen.
*** Als Verschuldung sind hier Kreditverbindlichkeiten zu verstehen.
Daten zur Verschuldungsquote der privaten Haushalte und der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
Die Finanzierung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften wies im ersten Quartal 2026 wie im
vorangegangenen Quartal eine Jahreswachstumsrate von 1,4 % auf (siehe Tabelle 2). Das Wachstum
der Kredite von allen Kreditgebern und dabei vor allem über die von MFIs gewährten Kredite blieb mit

3 Berechnet als Kredite dividiert durch das verfügbare Bruttoeinkommen der privaten Haushalte (bereinigt um die Zunahme betrieblicher
Versorgungsansprüche).

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2,3 % bzw. 2,9 % unverändert (siehe Tabelle 3.2 im Anhang). Das Wachstum der intrasektoralen
Kredite (d. h. der Kredite zwischen nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften derselben Gruppe)
beschleunigte sich von 2,4 % auf 2,8 %, während sich die Kreditaufnahme bei sonstigen
Finanzinstituten verlangsamte (1,3 % nach 2,1 %). Die Wachstumsrate der Nettoemission von
Anteilsrechten war unverändert (0,7 %), wohingegen sich jene der Nettoemission von
Schuldverschreibungen (4,0 % nach 3,2 %) und der Finanzierung über Handelskredite und
Anzahlungen (4,2 % nach 4,0 %), stärker erhöhten.
Die Verschuldung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften im Verhältnis zum BIP (konsolidierte
Messgröße) verringerte sich von 67,1 % im ersten Quartal 2025 auf 65,6 % im ersten Quartal 2026.
Die nicht konsolidierte, weiter gefasste Verschuldungsmessgröße sank unterdessen von 137,9 % auf
136,5 % (siehe Abbildung 2).
Tabelle 2
Finanzierung und Geldvermögensbildung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften: wichtigste Positionen
(Jahreswachstumsrate)

Finanzielle Transaktionen

2025 Q1
2025 Q2
2025 Q3
2025 Q4
2026 Q1
Finanzierung*
1,9
1,7
1,5
1,4
1,4
Schuldverschreibungen
2,0
2,1
2,5
3,2
4,0
Kredite
2,4
2,2
2,2
2,3
2,3
Anteilsrechte
1,3
0,9
0,8
0,7
0,7
Handelskredite und Anzahlungen
4,1
4,1
4,6
4,0
4,2
Geldvermögensbildung**
3,0
2,6
2,3
2,2
2,2
Bargeld und Einlagen
3,1
1,7
3,5
3,0
3,6
Schuldverschreibungen
5,8
4,2
5,7
6,7
5,0
Kredite
3,7
3,1
2,7
2,3
2,8
Anteilsrechte
1,5
1,5
1,1
0,9
1,0
Quelle: EZB.
* Die folgenden Positionen sind nicht in der Tabelle ausgewiesen: Alterssicherungssysteme, sonstige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten (netto)
sowie Einlagen.
** Die folgenden Positionen sind nicht in der Tabelle ausgewiesen: sonstige Forderungen, Prämienüberträge und Rückstellungen für eingetretene Versicherungsfälle.
Daten zu Geldvermögensbildung und Finanzierung der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften
Bei Anfragen zur Statistik verwenden Sie bitte das Anfrageformular.
Anmerkung

Die Daten stammen aus der zweiten Veröffentlichung der vierteljährlichen Sektorkonten für den Euroraum für das erste
Quartal 2026 und wurden von der Europäischen Zentralbank (EZB) und Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen
Union, veröffentlicht. Die Pressemitteilung enthält Revisionen und vervollständigte Daten für alle Sektoren gegenüber der

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Übersetzung: Deutsche Bundesbank
ersten Veröffentlichung der Ergebnisse zu den privaten Haushalten und nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften im
Euroraum, die am 3. Juli 2026 (auf Englisch) herausgegeben wurde.

Diese Pressemitteilung enthält Revisionen der Daten ab dem ersten Quartal 2013, unter anderem um für diesen Zeitraum
die Einbeziehung Bulgariens in die Aggrega