Stadt Querfurt investiert 5,57 Mio Euro in Infrastruktur in Querfurt und Ortsteilen; 4,2 Mio Bundesmittel ermöglichen schnelle Umsetzung
Stadt Querfurt investiert 5,57 Millionen Euro in eine moderne Infrastruktur - Stadt Querfurt
Stadt Querfurt investiert 5,57 Millionen Euro in eine moderne Infrastruktur
In der Stadt Querfurt und ihren Ortschaften wird derzeit an zahlreichen Stellen gleichzeitig gebaut. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 5,57 Millionen Euro setzt die Stadt umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur um. Ob Straßen, Geh- und Radwege, oder Bushaltestellen – die Investitionen kommen sowohl der Kernstadt als auch den Ortsteilen zugute. Die Vielzahl der Projekte zeigt: Querfurt gestaltet aktiv die Zukunft der Einheitsgemeinde und investiert gezielt in eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur.
Die Finanzierung dieser Maßnahmen erfolgt aus mehreren Quellen. Einen wesentlichen Anteil bilden Fördermittel des Bundes, des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Europäischen Union. Ergänzt werden diese Förderungen durch Eigenmittel der Stadt Querfurt, ihres Abwasserbetriebes sowie der beteiligten Versorgungsträger.
Hervorzuheben ist dabei insbesondere das Sondervermögen des Bundes mit dem die Stadt Querfurt die Holzendorfer Straße, den Fliederweg, die Ahornstraße, die Pappelstraße, das Döcklitzer Tor sowie die Mittelstraße in Landgrafroda aufwertet.
“Durch die zusätzlichen Mittel des Bundes, aus dessen Sondervermögen i.H.v. rund 4,2 Millionen Euro, ist es uns möglich, Projekte, die erst im mittel- bzw. langfristigen Planungshorizont vorgesehen waren, schon jetzt umzusetzen und damit sichtbar und nachhaltig eine Verbesserung unserer Verkehrsinfrastruktur, insbesondere im Wohngebiet Querfurt- Süd- als den Stadtteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte, herbeizuführen. Mit etwa der Hälfte des Budgets aus dem Sondervermögen wird der Brand- und Bevölkerungsschutz, neben der Aufwertung der Infrastruktur, einen weiteren Schwerpunkt, insbesondere für die Beschaffung von Fahrzeugen und Investitionen in unsere Feuerwehrgerätehäuser, bilden“, so Bürgermeister Andreas Nette.
Die weiteren Infrastrukturprojekte werden mit Unterstützung verschiedener Förderprogramme umgesetzt. So wird in Leimbach der Radweg in der Ziegelrodaer Straße erneuert. Die Kosten der Baumaßnahme, welche sich auf 380.000 Euro belaufen, werden dabei zu 60% aus dem Programm Gemeinschaftsausgabe ,,Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) – Bereiche Touristische Infrastruktur, kofinanziert. Ortsbürgermeister Rüdiger Seyffarth hob die gute Zusammenarbeit mit der Meliorations-, Straßen- und Tiefbau GmbH Laucha, als ausführendes Bauunternehmen, hervor und betonte die Bedeutung dieser Maßnahme sowohl für den touristischen, als auch für den Alltagsradverkehr.
In Schmon werden derzeit zwei Projekte umgesetzt. In Oberschmon wird bis Ende des Sommers durch die Erneuerung der Treppe hinauf zum Spielplatz dessen Zugänglichkeit verbessert. Die Baukosten hierfür belaufen sich auf 62.500 Euro, wobei davon 80% aus EU-Mitteln über das LEADER-Programm der Region Saale-Unstrut- Triasland finanziert werden. Die Maßnahme wird durch die Firma Hoch- und Tiefbau Konetzny aus Barnstädt umgesetzt.
Treppe zum Spielplatz in Oberschmon
In Niederschmon werden die Bushaltestellen in der Straße der Einheit umfassend modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Diese Investition i.H.v. 204.600 Euro wird im Rahmen des Haltestellenprograms des Landes Sachsen-Anhalt, über den Landkreis Saalekreis zur Förderung des barrierefreien Ausbaus von Bushaltestellen, mit 80% gefördert und von der Bauunternehmung Schmidt aus Barnstädt umgesetzt. Ortsbürgermeister Dr. Matthias Roßner lobte in diesem Zusammenhang die gute Kommunikation mit der Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg-Querfurt mbH (PNVG). Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Projekte nun umgesetzt werden und damit wichtige Anliegen und Prioritäten des Ortschaftsrates beherzigt würden. Perspektivisch soll auch der Lindenplatz in Oberschmon saniert werden. In diesem Jahr erfolgt die Beantragung der Fördermittel für den südlichen Teil vor dem Vereinshaus. In der Folge ist es vorgesehen, auch den nördlichen Teil zu sanieren und als Buswendeschleife zu gestalten.
Ebenfalls von Fördermitteln profitiert der Ortsteil Grockstädt. Hier wird die Ortszufahrt ebenfalls durch die Bauunternehmung Schmidt erneuert. Die Gesamtkosten von 306.400 Euro werden mit 100.000 Euro aus EU-Mitteln des LEADER-Programmes der Region Saale-Unstrut-Triasland finanziert. Bis Ende Oktober erhält die bestehende Pflasterdecke einen Asphalthocheinbau. Für Ortsbürgermeister Axel Dönicke besitzt die Baumaßnahme eine hohe Bedeutung. Die vorhandene Straße habe schlichtweg ausgedient, mit der Erneuerung werde ein seit Langem bestehendes Problem behoben und die Verkehrssituation für die Einwohnerinnen und Einwohner spürbar verbessert.
Auch die Bushaltestelle in Weißenschirmbach, die ebenfalls Bestandteil des Haltestellenprogramms des Landes Sachsen-Anhalt ist, wurde für rund 100.000 Euro durch die Firma Hoch- und Tiefbau Konetzny umfassend saniert. Neben dem barrierefreien Ausbau wurden auch die Wendemöglichkeiten für den Busverkehr verbessert. Wie Ortsbürgermeister Martin Mücke-Freihofer erklärte, sei die Maßnahme bereits im vorherigen Ortschaftsrat ein wichtiges Thema gewesen und konnte nun endlich umgesetzt werden.
Eine weiteres bedeutendes Infrastrukturprojekt ist die finale Umgestaltung des Freimarktes mit dem Abschnitt 2b. Diese Maßnahme wird mit 80 % im Rahmen des Förderprogramms ,,Lebendige Zentren“ aus Bundes- und Landesmittel kofinanziert. Die seit August 2025 laufende und derzeit von der Querfurter Bauhütte umgesetzte Maßnahme, stellt ein umfangreiches Gemeinschaftsprojekt verschiedener Versorgungsträger sowie der Stadt Querfurt dar und bildet den Abschluss einer der wichtigsten Investitionen in der Altstadt in den vergangenen Jahren. Die Gesamtkosten für diesen letzten Teil des Freimarktes sowie der Grünen Straße, der bis Ende September abgeschlossen sein soll, belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro.
Freimarkt Abschnitt 2b in Querfurt
Schließlich steht in Kürze der Beginn des 1. Bauabschnitts des Projektes Gatterstädt Nord an. Diese umfangreiche Gemeinschaftsbaumaßnahme im Rahmen der Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes des Stadt Querfurt Abwasserbetriebes dient der Erneuerung der Infrastruktur im Bereich der Feldstraße und des Dreiackerweges. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 1,7 Millionen Euro und wird vollständig aus Eigenmitteln der Stadt, des Abwasserbetriebes sowie der beteiligten Versorgungsträger finanziert. Hierfür beauftragt wurde die Meliorations-, Straßen- und Tiefbau GmbH Laucha. Nach Abschluss der Maßnahme im ersten Halbjahr kommenden Jahres ist die weitere abwasserseitige Erschließung und die Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur der Siedlerstraße in einem 2. Bauabschnitt vorgesehen. Parallel dazu wird der Landkreis die Allstedter Straße innerhalb der Ortslage umfassend sanieren. Sind die Arbeiten dort abgeschlossen, startet die Investition in der Loderslebener Straße als Gemeinschaftsbaumaßnahme zwischen der Stadt Querfurt, dem Saalekreis, dem Abwasserbetrieb sowie den Versorgungsträgern.
Bürgermeister Andreas Nette erklärt: “Zusammen mit den Infrastrukturprojekten, die aus dem Sondervermögen finanziert werden, wird die Stadt Querfurt insgesamt 13 Tiefbaumaßnahmen im Umfang von rund 5,57 Millionen Euro in diesem Jahr fertigstellen bzw. beginnen. Ohne die Akquise verschiedenster Förderinstrumente wäre dies nicht möglich. Deren Beantragung und Abrechnung sind genauso wie die Begleitung der Baumaßnahmen in dieser Anzahl Kraftakte für die Stadtverwaltung. Ich möchte mich daher bei meinen Mitarbeitern für ihre sehr gute Arbeit bedanken. Außerdem ist es mir wichtig zu betonen, dass unter diesen Projekten verschiedene Prioritäten aus den Ortschaften enthalten sind. Damit ist also auch die Botschaft verbunden, dass die kleineren Orte nicht vergessen sind und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten bei Investitionen genauso berücksichtigt werden wie die Kernstadt.“
Die laufenden bzw. kommenden Bauprojekte verbessern die Verkehrssicherheit, stärken die Barrierefreiheit, erhöhen die Aufenthaltsqualität und schaffen langfristig bessere Rahmenbedingungen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und ihrer Orte.
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