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title: "Kommunale Statistikstelle Geburten in Köln 2000–2025 (9.059 Geborene 2025); Tiefststand seit 25 Jahren"
sdDatePublished: "2026-07-28T13:30:00Z"
source: "https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1105411\u0026type=do"
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  - "Köln"
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Kommunale Statistikstelle Geburten in Köln 2000–2025 (9.059 Geborene 2025); Tiefststand seit 25 Jahren

Mitteilung

Dezernat, Dienststelle
IX/153/1

Vorlagen-Nummer 27.07.2026

1965/2026
Mitteilung
öffentlicher Teil
Gremium
Datum
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
15.09.2026
Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren
17.09.2026
Ausschuss für Wirtschaft und Digitalisierung
24.09.2026
Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit
01.10.2026
Neugeborene Kinder und ihre Mütter in Köln - Strukturen und Trends 2000 bis 2025
Die Kommunale Statistikstelle legt in der aktuellen Ausgabe der Kölner Statistischen Nach-
richten eine detaillierte Auswertung der Entwicklung der Neugeborenen in Köln von 2000 bis
2025 vor. Der Bericht basiert auf den Daten des Einwohnermeldewesens und kann daher nur
Informationen über neugeborene Kinder berücksichtigen, die in Köln angemeldet werden.
Über Kinder von Auswärtigen, die zwar in Kölner Krankenhäusern auf die Welt kommen, aber
nicht in Köln wohnhaft sind, liegen keine detaillierten Informationen vor.
Im Jahr 2025 wurden 9.059 Kölner Kinder geboren. Das war der bisher niedrigste Stand der
letzten 25 Jahre, der um fast 900 Kinder unter dem Wert aus dem Jahr 2000 (9.923) lag. Die-
ser starke Rückgang ist überraschend, da im selben Zeitraum die Anzahl potentieller Mütter
(15- bis 49-Jährige) deutlich von 244.806 auf 267.691 gestiegen ist.

Grafik 1: Anzahl der Geborenen in Köln 2000 bis 2025

Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik
9.923
9.798
9.615
9.566
9.383
9.548
9.622
9.358
10.502
10.028
9.682
10.189
10.377
10.179
10.934
11.337
11.810
11.784
11.582
11.338
10.721
11.127
9.811
9.099
9.145
9.059
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000

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Die Betrachtung der zusammengefassten Geburtenziffer (TFR, total fertility rate) verdeutlicht
den negativen Trend. Die TFR ist die durchschnittliche Kinderzahl, die eine Frau unter den ak-
tuellen Geburtenverhältnissen im Laufe ihres Lebens zur Welt bringen würde. Auch sie lag in
Köln 2025 mit 1,05 auf dem niedrigsten Stand: Im Jahr 2000 betrug die TFR 1,24, bis 2016
stieg sie auf 1,40 an, bevor sie mit Ausnahme im Corona-Jahr 2021 bis 2025 kontinuierlich
sank. Auf Basis der vorhandenen Daten ist die Identifikation möglicher Ursachen für diese
Entwicklung nicht möglich. Hierzu könnten repräsentative Befragungen von Frauen in der rele-
vanten Altersgruppe weiterführende Ergebnisse liefern.

Grafik 2: Zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) nach Nationalität der Frau mit Hauptwohnsitz in Köln
2000 bis 2025
1,07
1,29
1,00
1,70
1,81
1,27
1,24
1,40
1,05
0,60
0,80
1,00
1,20
1,40
1,60
1,80
2,00
deutsch
nichtdeutsch
gesamt

Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik

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Erwartungsgemäß wiesen die einwohnerstärksten Stadtteile die höchsten absoluten Gebo-
renenzahlen auf. Spitzenreiter waren hierbei Mülheim (369 Neugeborene), Sülz (357) und Eh-
renfeld (354). Ein gegensätzlicher Trend lässt sich jedoch bei der TFR beobachten. Beson-
ders die bevölkerungsstarken innerstädtischen Stadtteile wiesen eine niedrige TFR auf: Die
stadtweit niedrigste Geburtenrate verzeichneten Neustadt/Süd und Altstadt/Süd mit jeweils
0,73 Kindern je Frau, dicht gefolgt von Ehrenfeld mit 0,83. Bei der TFR an der Spitze lag Pe-
sch im Stadtbezirk Chorweiler mit 1,85 Kindern, gefolgt von Langel (1,78) und Lindweiler
(1,72).

Karte 1: Zusammengefasste Geburtenziffer (TFR) auf Stadtteilebene 2025

Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik

4

Die Entwicklung seit 2000 zeigt, dass Frauen ihr erstes Kind immer später bekommen. Das
Alter bei der ersten Geburt hat sich von 30,5 Jahren im Jahr 2000 bis 2025 um mehr als an-
derthalb Jahre auf 32,2 Jahre nach hinten verschoben. 2025 gab es anteilig vor allem deutlich
weniger jüngere Mütter unter 28 Jahren (19,1 %) als noch im Jahr 2000 (34,9 %). Besonders
hoch war das Durchschnittsalter der Frauen beim ersten Kind in den Stadtteilen der Innen-
stadt und des Stadtbezirks Lindenthal, am höchsten jedoch in Hahnwald (35,1 Jahre), Kletten-
berg (34,6) und Bayenthal (34,3).

Karte 2: Durchschnittsalter der Mütter beim ersten Kind auf Stadtteilebene 2025

Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik

Mehr als ein Viertel der Neugeborenen hatte 2025 eine nichtdeutsche Mutter. Dieser Wert
liegt unter dem Durchschnitt der letzten 25 Jahre von etwa 30 Prozent. Erklärung dafür ist,
dass die Zahl der Neugeborenen von nichtdeutschen Müttern deutlich stärker zurückgegan-
gen ist als die Zahl der Neugeborenen von deutschen Müttern. Auf Stadtteilebene war der
höchste Anteil nichtdeutscher Mütter im Rechtsrheinischen zu finden. Finkenberg im Stadtbe-
zirk Porz war der Stadtteil mit dem höchsten Wert (76,1 %), in Hahnwald gab es dagegen
keine nichtdeutschen Mütter.
Sowohl bei der Kinderzahl als auch beim Durchschnittsalter zeigt sich eine Anpassung des
Geburtenverhaltens nichtdeutscher Frauen an das deutscher Frauen: Die durchschnittliche
Zahl der Kinder (TFR) sank in den letzten 25 Jahren bei nichtdeutschen Frauen von 1,70 auf
1,27 (bei deutschen Frauen von 1,07 auf 1,00) sogar schneller ab und das Durchschnittsalter

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beim ersten Kind stieg von 28,1 auf 30,5 schneller an als bei den deutschen Müttern (von 31,4
auf 32,8).
Köln folgt mit den Entwicklungen der letzten Jahre dem Trend auf Landes- und Bundesebene.
Auch dort sinkt die Zahl der Neugeborenen und das Alter der Mütter steigt.

Grundsätzliches zu den Kölner Geborenenzahlen
Da Mehrlingsgeburten als eine Geburt (Entbindung) gezählt werden, wird hier und im Folgen-
den von „Geborenen” gesprochen, also von allen neugeborenen Kindern.
Bei den in diesem Bericht betrachteten Geborenen handelt es sich um Kinder, für die ein Ein-
trag im Kölner Einwohnermelderegister (Haupt- oder Nebenwohnsitz) vorgenommen wird, weil
die Eltern beziehungsweise ein Elternteil in Köln gemeldet sind. Abweichend davon handelt es
sich bei den Zahlen, die beim Kölner Standesamt vorliegen, um Geburten, die innerhalb des
Stadtgebietes vollzogen und beurkundet wurden, unabhängig vom Wohnort des Kindes bezie-
hungsweise der Eltern oder eines Elternteils.
Hinweise auf den Datenanhang
Alle im Bericht verwendeten Daten werden als Datenanhang (Excel-Datei) zur weiteren Ver-
wendung zur Verfügung gestellt. Dazu muss der Bericht aus dem Internet heruntergeladen
und lokal gespeichert werden. Der Datenanhang ist unter „Lesezeichen“ (letzter Punkt) und
„Anlagen“ zu finden.

Anlagen

Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik (2026): Neugeborene Kinder und ihre Müt-
ter in Köln – Strukturen und Trends 2000 bis 2025. Kölner Statistische Nachrichten 11/2026.

Gez. Haack