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title: "Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich mit 40 Prozent am KNDS; erhöhter staatlicher Einfluss auf Verteidigungsindustrie"
sdDatePublished: "2026-07-28T04:08:00Z"
source: "https://www.reservistenverband.de/magazin-loyal/staatliche-beteiligung-an-ruestungsunternehmen/"
topics:
  - name: "armed forces"
    identifier: "medtop:20000599"
locations:
  - "Germany"
  - "Russia"
  - "France"
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Bundesrepublik Deutschland beteiligt sich mit 40 Prozent am KNDS; erhöhter staatlicher Einfluss auf Verteidigungsindustrie

Staatliche Beteiligung an Rüstungsunternehmen? - Reservistenverband

Pro und Contra: Sara Nanni (l.) und Marie-Agnes Strack-Zimmermann.

Die Bundesrepublik wird sich mit 40 Prozent am deutsch-französischen Panzerhersteller KNDS (Leopard II) beteiligen. Dies führt zu der Frage, ob der Staat angesichts der Bedrohung durch Russland auch in andere Rüstungsfirmen einsteigen soll.

Aber es kommt auf den Einzelfall an. Staatsbeteiligungen in der Rüstungsindustrie können einen Mehrwert für die Sicherheit der Bundesrepublik schaffen. Aber dafür ist eine erkennbare Strategie im Umgang mit den Unternehmen nötig, die Deutschland langfristig in eine Position strategischer Stärke bringt. Die Geschicke solcher Unternehmen darf dabei nicht allein den CEOs überlassen werden. Gleichzeitig darf ein steuerfinanzierter Staatseinstieg nicht zur Sanierung von ineffizient geführten Platzhirschen missbraucht werden. Die Rüstungsindustrie ist ein nötiges sicherheitspolitisches Instrument und trägt mittelbar eine enorme Verantwortung für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas. Diese kann sie oft, aber nicht immer, allein tragen.

Deutschland braucht eine starke Verteidigungsindustrie, aber keine Staatswirtschaft im Rüstungssektor. Der Staat muss verhindern, dass kritische Unternehmen unter fremden Einfluss geraten. Er sollte Forschung fördern, gerade bei Dual-Use-Technologien, die auch zivilen Fortschritt ermöglichen. Dafür braucht es Investitionsprüfungen, Sicherheitsauflagen, verlässliche Beschaffung und weniger Bürokratie. Staatliche Beteiligungen dürfen dagegen kein normales industriepolitisches Instrument werden. Der Staat ist bereits Regulierer, Genehmigungsbehörde und wichtigster Auftraggeber. Wird er zusätzlich Eigentümer, drohen Interessenkonflikte. Innovation entsteht durch Nachfrage und Wettbewerb.

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