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title: "Sven Schulze präsentiert Bilanz der Landesregierung Sachsen-Anhalt; Investitionen über 3 Mrd Euro"
sdDatePublished: "2026-07-28T09:05:00Z"
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Sven Schulze präsentiert Bilanz der Landesregierung Sachsen-Anhalt; Investitionen über 3 Mrd Euro

Bilanz der Landesregierung
Sachsen-Anhalt
Legislaturperiode 2021 – 2026

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Inhalt
Grußwort des Ministerpräsidenten
Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt
Ministerium für Infrastruktur und Digitales
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Ministerium für Inneres und Sport
Ministerium für Kultur
Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten
Ministerium der Finanzen
Ministerium für Bildung
Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz
Staatskanzlei
Interview mit Ministerpräsident a. D. Dr. Haseloff
Bildnachweise/Impressum
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Wenn ich in diesen Wochen durch unser Sachsen-Anhalt
reise und mit den Menschen ins Gespräch komme, wer-
de ich oft gefragt: Was hat sich in den letzten Jahren
eigentlich konkret getan? Mit dieser Bilanz möchten wir
als Landesregierung eine Antwort geben und Ihnen
zeigen, was wir gemeinsam erreicht haben – und worauf
wir weiter aufbauen wollen.
Seit gut fünf Jahren führt unsere Deutschland-Koalition
aus CDU, SPD und FDP unser Land. Seit Januar dieses
Jahres trage ich als Ministerpräsident diese Verantwor-
tung. Ich übernehme sie mit Respekt – und mit Dankbar-
keit. Dr. Reiner Haseloff hat unser Sachsen-Anhalt viele
Jahre mit ruhiger Hand geführt, Stabilität gesichert und
unser Land durch herausfordernde Zeiten gesteuert.
Viele Entwicklungen, von denen wir heute profitieren,
gehen auf seine Arbeit zurück. Dafür gebührt ihm unser
Dank und großer Respekt.
Die vergangenen Jahre waren alles andere als einfach.
Pandemie, Krieg in Europa, wirtschaftliche Unsicher­
heiten weltweit – all das hat auch die Menschen in unse-
rem Land gefordert. Und trotzdem steht Sachsen-Anhalt
heute stabil da. Unternehmen haben in den letzten Jah-
ren mehr als 3 Milliarden Euro investiert. Internationale
Firmen wie Daimler Truck oder Avnet haben sich be­
wusst für unseren Standort entschieden. Das zeigt: Un-
ser Sachsen-Anhalt ist international attraktiv – und wett-
bewerbsfähig. Darauf können wir sehr stolz sein.
Wir haben gezielt daran gearbeitet, unser Sachsen-An­
halt einfacher, moderner und zukunftsfester zu machen.
Unsere Unternehmen profitieren von schnelleren Ver-
fahren und weniger Bürokratie – etwa durch ein moder-
nisiertes Vergaberecht. Gleichzeitig investieren wir in die
Menschen in unserem Land: Zum Beispiel haben wir
mit der Praktikumsprämie bereits mehr als 3.500 Schü-
lerinnen und Schüler für eine Ausbildung im Handwerk
in den Grünen Berufen begeistert.
Auch in Bildung und Wissenschaft sind wir einen gro­
ßen Schritt vorangekommen. Unsere Hochschulen ha-
ben Planungssicherheit bis 2029 und deutlich mehr
Mittel. Dass die Universität Halle erstmals im Exzellenz-
Wettbewerb erfolgreich war, zeigt, welches Potenzial in
unserem Land steckt. Gleichzeitig kommt die Digitali­
In herausfordernder Zeit das
Land zukunftsfest aufgestellt
Ministerpräsident Sven Schulze:
Sachsen-Anhalt ist international attraktiv
Besuch der Fregatte „Sachsen-Anhalt“ in Wilhelmshaven
im März 2026. Die Fregatte war nach einer UN-Mission in ihren
Heimathafen zurückgekehrt.
Ministerpräsident
Sven Schulze

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sierung im Alltag an: Nahezu alle Schulen in Sachsen-
Anhalt sind inzwischen an ein schnelles Glasfasernetz
angeschlossen.
Der Strukturwandel in den Kohleregionen nimmt sicht-
bar Fahrt auf. Ein Großteil der Fördermittel ist gebun-
den, Projekte entstehen und schaffen neue Perspektiven
vor Ort. Und wir stärken die medizinische Versorgung
ganz konkret: mit einer ausgeweiteten Landarztquote
wollen wir mehr junge Medizinstudenten für unseren
ländlichen Raum in Sachsen-Anhalt begeistern und sicher-
stellen, dass die Menschen in unserem Land überall me-
dizinisch gut versorgt sind.
Diese Jahre haben uns aber auch geprägt durch Ereig­
nisse, die uns tief getroffen haben. Der Anschlag auf dem
Magdeburger Weihnachtsmarkt hat viele Menschen in
unserem Land tief erschüttert. Unser Mitgefühl gilt den
Opfern und ihren Angehörigen. Für uns als Landesregie-
rung ist klar: Wir werden alles tun, um die Ereignisse
lückenlos aufzuarbeiten. Und wir stehen den Betroffenen
und ihren Familien weiter verlässlich zur Seite. Unser
Sachsen-Anhalt hält in solchen Momenten zusammen.
Diese Bilanz zeigt: Unser Sachsen-Anhalt hat sich gut ent-
wickelt. Aber wir sind noch nicht am Ziel. Ich bin über­
zeugt: Unser Land hat deutlich mehr Potenzial. Lassen
Sie uns deshalb die nächsten Schritte gemeinsam gehen.
Mit klarem Kurs und dem Anspruch, unser Sachsen-
Anhalt weiter auf die Überholspur zu bringen. Ich lade
Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild zu machen.
Ihr
Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt
Besuch im Chemiepark Leuna gemeinsam
mit der Beauftragten der Bundesregie­
rung für den Mittelstand, Staatssekretärin
Gitta Connemann, Februar 2026
Erste Rede als neuer
Ministerpräsident im Bundes­
rat, Februar 2026

6
Ministerium
für Wissenschaft, Energie,
Klimaschutz und Umwelt

7
Innovation bildet das Fundament für Wirtschafts­
wachstum, gute Arbeitsplätze und Wohlstand. Aus
diesem Grund investiert das MWU als Zukunftsmi­
nisterium konsequent in die Innovationsfähigkeit des
Landes, allen voran in die Weiterentwicklung des
Forschungs- und Wissenschaftsstandorts.
Finanzielle Planungssicherheit
für Hochschulen
Ein wichtiger Meilenstein hierbei ist der Abschluss
der Zielvereinbarungen mit den staatlichen Hoch­
schulen für die Jahre 2025 bis 2029. Trotz knapper
öffentlicher Kassen erhalten sie mehr Unterstützung
und langfristige finanzielle Planungssicherheit: Das
Grundbudget steigt im Vergleich zur vorangegange­
nen Zielvereinbarungsperiode (2020–2024) um rund
18 Prozent auf mehr als 450 Millionen Euro pro Jahr.
Auch wurden in diesem Zusammenhang die Weichen
für eine leistungsstarke und wettbewerbsfähige Uni­
versitätsmedizin in Magdeburg und Halle gestellt.
Hier steigt das Grundbudget um 18 Prozent auf mehr
als 170 Millionen Euro pro Jahr. Darüber hinaus hat
die Landesregierung über das Corona-Sonderver­
mögen den Weg für den Abbau des Investitions­
staus an den Einrichtungen geebnet.
Kontinuierliche Investitionen in kluge Köpfe und leis­
tungsstarke Einrichtungen sowie die systematische
Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sind
seit inzwischen zehn Jahren oberste Prämisse der
Wissenschaftspolitik des Landes. Der klare Kurs hat
wesentlich dazu beigetragen, dass Sachsen-Anhalt
als attraktiver Wirtschaftsstandort und erstklassiger
Wissenschaftsstandort wahrgenommen wird.
Vorfahrt für Innovation
und Nachhaltigkeit
Krisen und Konflikte prägen die Gegenwart: Corona-Pandemie, Klimawandel, Energie­
krise infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine – unser Land stand und steht vor
enormen Herausforderungen. Um diese zu meistern, hat das Ministerium für Wissen­
schaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt (MWU) wichtige Weichen gestellt – für ein
innovatives, nachhaltiges und erfolgreiches Sachsen-Anhalt.
Minister für Wissenschaft, Energie,
Klimaschutz und Umwelt
Prof. Dr. Armin Willingmann

8
Exzellente Wissenschaftslandschaft
Gerade für ein Land mit einer stark alternden Gesell-
schaft ist es von großer Bedeutung, attraktiv für
junge Menschen über die Landesgrenzen hinaus zu
sein. Umso wichtiger war das Erreichen eines histo-
rischen Erfolgs: Seit 2025 trägt Sachsen-Anhalts
Hochschullandschaft das Gütesiegel „exzellent“. Als
erste Hochschule aus Sachsen-Anhalt erhielt die
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den Zu­
schlag für ein Exzellenz-Cluster – in den kommenden
Jahren werden hier innovative Materialien und Kon­
zepte für ultraschnelle, energieeffiziente Elektronik
erforscht. Um den Universitäten Halle und Magde­
burg im Exzellenzwettbewerb starken Rückenwind zu
geben, hatte das Wissenschaftsministerium seit 2022
insgesamt 21 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt.
Eine deutliche Stärkung der Wissenschaftslandschaft
konnte darüber hinaus mit der Ansiedlung des Chemie-
Forschungszentrums „Center for the Transformation
of Chemistry“ (CTC) in Merseburg sowie dem Zukunfts-
zentrum Deutsche Einheit in Halle erreicht werden.
Investitionen in Schlüsseltechnologien
Sachsen-Anhalt ist heute für den internationalen Wett-
bewerb gerüstet, wird aber auch mit Hilfe der EU
kontinuierlich weiterinvestieren. In der EU-Förderperi-
ode von 2023 bis 2028 erhalten die Hochschulen
und Forschungseinrichtungen mit 416 Millionen Euro
deutlich mehr Mittel aus EU-Fonds. Davon werden
75 Millionen Euro gezielt in die Entwicklung innova-
tiver Schlüsseltechnologien wie Halbleiter oder künst-
liche Intelligenz sowie in Innovationen zur klimaneu-
tralen Transformation der Wirtschaft fließen.
Vorreiterland beim Ausbau erneuerbarer
Energien
Die Energiekrise infolge des russischen Überfalls auf
die Ukraine wirkte auch als energiepolitischer Weckruf:
Erneuerbare Energien sind nicht nur wichtig für die
Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase, sie ma-
chen auch unabhängig von Energieimporten. Sachsen-
Die staatlichen Hochschulen in Sachsen-
Anhalt bekommen trotz knapper öffent-
licher Kassen finanzielle Planungssicher­
heit und auch zusätzliche Mittel. Nach
vielschichtigen Verhandlungen und Ab-
stimmungsprozessen haben Wissen­
schaftsminister Prof. Dr. Armin Willing­
mann und die Leitungen der sieben
staatlichen Hochschulen die Zielverein­
barungen für die Jahre 2025 bis 2029
unterzeichnet.

9
Der Ausbau erneuer-
barer Energien wird sich
künftig ganz konkret
und verbindlich vor Ort
auszahlen: Wir geben
den Gemeinden finan­
zielle Gestaltungsspiel­
räume zurück.
„
“

10
Fakten Regierungsbilanz
•
Durch das neue Akzeptanz- und Beteili-
•
gungsgesetz profitieren Kommunen
erstmals direkt finanziell vom Ausbau
erneuerbarer Energien
•
Mit dem neuen Wassergesetz haben wir
•
die Weichen für mehr Wasserrückhalt in
•
Hitze- und Dürrephasen gestellt
•
Die neuen Zielvereinbarungen garan­
tieren unseren Hochschulen finanzielle
Sicherheit – das Grundbudget steigt um
•
18 Prozent
•
Die Universität Halle ist als erste Hoch­
schule des Landes im Exzellenz-Wett­
bewerb erfolgreich. Die Unterstützung
hat sich ausgezahlt
Landkreis /
kreisfreie Stadt
Altmarkkreis Salzwedel
Anhalt-Bitterfeld
Börde
Burgenlandkreis
Dessau-Roßlau
Halle (Saale)
Harz
Jerichower Land
Saalekreis
Salzlandkreis
Stendal
Wittenberg
Gesamt
Magdeburg
Mansfeld-Südharz
218
251
408
235
6
8
135
155
239
373
352
148
2.760
6
226
412,1
533,6
719,7
578,0
10,2
13,0
244,7
308,8
476,6
728,8
959,5
371,0
5.787,6
15,8
415,8
in Betrieb
Anzahl
Leistung [MW]
in Planung 2026-2028
Anzahl
Leistung [MW]
50
35
51
49
-
240,0
343,1
303,9
-
-
26
4
8
29
27
2
293
3
9
-
152,4
22,4
48,9
193,8
167,9
13,2
1.867,1
16,6
51,9
Windkraftausbau in Sachsen-Anhalt

11
Anhalt hat deshalb den Ausbau erneuerbarer Ener­
gien weiter konsequent vorangetrieben und zählt bei
Windkraft und Solarenergie bundesweit zu den Vor­
reitern. Mehr als 60 Prozent des Stroms wird bereits
heute regenerativ und damit nachhaltig erzeugt.
Ein zentraler Meilenstein für eine erfolgreiche Ener­
giewende in Sachsen-Anhalt ist die Entwicklung und
Verabschiedung des Akzeptanz- und Beteiligungsge-
setzes im Sommer 2025. Mit dem Gesetz werden
Kommunen erstmals verbindlich am Bau neuer
Wind- und Solaranlagen finanziell beteiligt. Das Ziel
der Klimaneutralität wird Sachsen-Anhalt bis zur
Mitte des Jahrhunderts aber nur erreichen, wenn
der Ausstoß von Treibhausgasen nicht nur bei der
Energieversorgung, sondern auch in weiteren Sektoren
vorangetrieben wird. Das Ministerium hat deshalb
auch bei der Umsetzung der Wärmewende wichtige
Impulse gesetzt. Bis spätestens 2028 werden die Städte
und Gemeinden in Sachsen-Anhalt kommunale Wärme-
pläne vorlegen, die aufzeigen, mit welchen Techniken
künftig nachhaltig geheizt werden kann.
Darüber hinaus wurden mehrere Förderprogramme
aufgelegt, um die Energie- und Wärmewende im Land
zu unterstützen.
Weichen für die klimaneutrale Trans-
formation gestellt
Das MWU hat darüber hinaus eine wesentliche
Grundlage für die klimaneutrale Transformation