Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende fusioniert Standorte Weende und Neu-Maria-Hilf zu kompakter Klinikcampus in Göttingen-Weende; Notaufnahme vor Baubeginn Juni 2027 verlegt

Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende – ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS

Eine Klinikreform im laufenden Betrieb

Räumlich verdichtet, betrieblich sicher und zukunftsrobust geplant.

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende antwortet mit der Einhäusigkeit seiner dezentralen Standorte Weende und Neu-Maria-Hilf. Sie wachsen zu einem kompakten Campus zusammen. Etwa 600 vollstationäre Betten in zentraler Notaufnahme, OP-Bereich und 11 Fachabteilungen entstehen als hybrides Ensemble aus Bestand und Neubau. Zentraler Gedanke ist die Öffnung und Verdichtung ohne Unterbrechung. Sanierungsbedarf, unflexible Grundrisse und dezentrale Strukturen werden bewältigt. Patientenorientierte Prozesse entstehen durch kompakte Organisation – wirtschaftlich, ökologisch und resilient. Der Neubau südlich von Haus 3 respektiert das gewachsene Gefüge. Er nutzt Flächen aus Rückbau und Versiegelung, ohne den Betrieb zu gefährden.

ASTOC knüpft an eigene Grundlagen an. Bereits 2018 entstand die städtebauliche Machbarkeitsstudie und Rahmenplan im Auftrag von Stadt Göttingen und EKW. Die Arbeitsgemeinschaft mit a|sh führt dies in die Objektplanung – vom Masterplan bis zur Genehmigungsplanung. Notaufnahme und Anlieferung verlegen sich provisorisch vor Baubeginn im Juni 2027. Rückbau und Abriss erfolgen schrittweise, der laufende Betrieb bleibt gesichert.

Architektonisch differenziert sich der abgewinkelte Neubau im Bestandsmaßstab. Eine neue Magistrale im Erdgeschoss durchzieht das Ensemble. Sie verbindet Haupteingang im Westen mit Aufnahmeabteilungen im Osten und umrundet Haus 3. Zwischen Haus 2 und 3 wächst eine zentrale Aufenthaltsfläche für Patienten und Besucher. Sie belebt die Höfe und schafft Übergänge statt Grenzen. Ein erdgebundener Helikopterlandeplatz entsteht südöstlich. Pflegerische Kerne richten sich nach innen – kompakt, flexibel, mit kurzen Wegen über Geländetiefe.

Freiräume gewinnen Qualität durch Baumbestand-Erhaltung und grüne Übergänge. Parkflächen und Höfe priorisieren Kommunikation und Logistik. Das Klinikum gliedert sich in drei Bausteine: unveränderte Reha

6, kompakter stationärer Neubau, ambulant-verwaltungsorientierter Bestand in Haus 1

  1. Nordost-Optionen in drei Stufen sichern Wachstum bis 2031.

Das Projekt steht exemplarisch für unsere Arbeit an komplexen Transformationsstandorten im laufenden Betrieb. Es verbindet dichte Strukturen mit hoher Funktionsvielfalt und betrieblicher Robustheit – als Beitrag zu resilienter Gesundheitsinfrastruktur. Ergebnis: Zukunftsfähige Klinik-Einheit, die Haltung und Wirtschaftlichkeit vereint.

Auftraggeberin Evangelisches Krankenhaus Göttingen Weende

Größe BGF 33.000 m² 15.000 m² NF

Leistung 2023 Wettbewerb 1. Platz, Objektplanung LPH 1–9

Zusammenarbeit aIsh Sander Hofrichter Architekten

#campusentwicklung , #gesundheit , #infrastruktur