Acht Mitarbeiterinnen der Caritas aus Hildesheim, Osnabrück und Oldenburg besuchen Gran Canaria im Rahmen von ERASMUS+; EU-finanzierte Lernreise
Mit „ERASMUS+“ nach Gran Canaria
Pressemitteilung Mit „ERASMUS+“ nach Gran Canaria Acht Mitarbeiterinnen der Caritas aus den Diözesen Hildesheim, Osnabrück und Oldenburg
Vechta haben Ende Juni 2026 im Rahmen von ERASMUS+ die Cáritas Diocesana de Canarias besucht und deren Hilfsangebote kennengelernt. Erschienen am: 29.07.2026 Herausgeber: Caritasverband für die Diözese Hildesheim Moritzberger Weg 1 31139 Hildesheim 05121 938-0 05121 938-0 https:
Mit „ERASMUS+“ nach Gran Canaria
Acht Mitarbeiterinnen der Caritas aus den Diözesen Hildesheim, Osnabrück und Oldenburg
Vechta haben Ende Juni 2026 im Rahmen von ERASMUS+ die Cáritas Diocesana de Canarias besucht und deren Hilfsangebote kennengelernt.
Die Kanarischen Inseln sind das Armenhaus Spaniens. Durch die wirtschaftliche Ausrichtung nur auf den Tourismus gibt es kaum andere Arbeitsmöglichkeiten. Wohnungen sind teuer, Wohnungslosigkeit ein drängendes Problem. Auch wenn diese Zahlen stark sinken, suchen jährlich Tausende von Flüchtlingen aus Westafrika über den Atlantik den Weg auf die Inseln, so dass die Thematik Migration und Integration dort eine große Rolle spielt.
Im Hauptsitz der Caritas in Las Palmas finden sich sämtliche Fachbereiche unter einem Dach: Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit, soziale Ausgrenzung, Migration und Zuwanderung, Frauen und Familie, Prostitution und Menschenhandel, Beschäftigung und Ausbildung, Internationale Kooperation, Ehrenamt und Freiwilligenarbeit. Die Organisation ist an 105 Standorten auf der Insel vertreten und begleitet insgesamt 21.372 Menschen. Getragen wird diese Arbeit von 1.195 Ehrenamtlichen sowie der Unterstützung von 1.417 Spenderinnen und Spendern.
Die Caritas Gran Canaria verfolgt in ihren Projekten und Diensten einen ganzheitlichen Ansatz, Migration ist dort eine Querschnittsaufgabe, die in allen Hilfsangeboten Berücksichtigung findet. Insbesondere die Werte Nachhaltigkeit, Nächstenliebe und Engagementförderung werden in der täglichen Arbeit umgesetzt und verankert.
Erhielten zum Abschluss ihrer Lernreise Urkunde und ein Herzens-T-shirt der kanarischen Caritas: die Reisegruppe aus Niedersachsen
Die Tage bei der Cáritas Diocesana de Canarias haben die Reisegruppe tief beeindruckt. Sie durfte erleben, mit wie viel Herzblut, Struktur und Empathie die Kolleginnen und Kollegen vor Ort die Unterstützung für Migrant:innen oder wohnungslose und in Not geratene Menschen gestalten. Genau hier schließt sich der Kreis zu den Worten von Ana Margarita Rivero, einer hauptamtlichen spanischen Mitarbeiterin: “Wunder entstehen durch Arbeit und nicht durch Magie”.
Inga Schröder, Migrationsberaterin, Caritasverband für die Landkreise Verden und Heidekreis meint: “Die Reise nach Gran Canaria hat mich sehr berührt und mir gezeigt, wie lebendig das Leitbild ‚Caritas ist Liebe‘ sein kann. In den Begegnungen vor Ort wurde spürbar, dass Menschlichkeit, Wertschätzung und Engagement den Unterschied machen. Diese Haltung nehme ich mit in meine tägliche Arbeit.”
“Ich bin froh und dankbar, dass ich durch die Erasmusreise über den Tellerrand des normalen Arbeitsalltages hinausschauen konnte. Durch diese ‚Lernreise‘ kann ich meine Beratungstätigkeit noch verbessern und werde zukünftig z.B. den ganzheitlichen Ansatz in meiner Arbeit stärken. Zudem ist mir noch bewusster geworden, wie wichtig aktive Netzwerkarbeit auf verschiedenen Ebenen für die Beratungsarbeit ist”, sagt Elena Mingaleva von der Caritasstelle Friedland.
Ein kultureller Höhepunkt war für die Gruppe das Johannesfest am 23. Juni. Dazu gehört das Ritual des Mitternachtsbadens, um den Johannistag einzuläuten - gemeinsam mit Tausenden Einheimischen am Strand “Playa de las Canteras”. Glaubt man dem Brauch, steht dem persönlichen Glück im kommenden Jahr nach genau zwölf gezählten Wellen nichts mehr im Wege.
Teilnehmerinnen der Reise waren: Cristina Aravena, Francisca Isabel Sanchez, Elena Mingalova, Marina Galster, Amira Hasso, Inga Schröder, Carina Bahmann und Jennifer Brodhagen. Die Lernmobilität wurde mit EU -Mitteln finanziert über den Bereich der Erwachsenenbildung im Programm Erasmus+. Mitarbeit am Text: Inga Schröder und Jenifer Brodhagen.
Caritasverband für die Diözese Hildesheim Moritzberger Weg 1 31139 Hildesheim