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title: "Bundesforschungsministerin Dorothee Bär stellt künftige Fusionshubs vor Berlin/Dresden; Bis zu 125 Millionen Euro Förderung"
sdDatePublished: "2026-07-29T15:47:00Z"
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Bundesforschungsministerin Dorothee Bär stellt künftige Fusionshubs vor Berlin/Dresden; Bis zu 125 Millionen Euro Förderung

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

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Medieninformation
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und
Tourismus
Ihr Ansprechpartner
Falk Lange
Durchwahl
Telefon +49 351 564 60200
falk.lange@smwk.sachsen.de*
29.07.2026
Gemeinsame Pressemitteilung der Länder Sachsen,
Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen,
Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein
Fusionshubs der Hightech Agenda Deutschland stehen fest: Bis zu
125 Millionen Euro Förderung – Fusionsallianz begrüßt Einrichtung
der Hubs für Magnetfusion, Laserfusion und Querschnittsbereich
Brennstoffe und Materialien
BERLIN/DRESDEN. Nächste Etappe auf dem Weg zur Energie der
Zukunft: Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hat heute mit den
Wissenschaftsministerinnen und -ministern der beteiligten Länder die
künftigen Fusionshubs vorgestellt, die im Rahmen der Hightech Agenda
Deutschland gefördert werden. Die Partner der Fusionsallianz Sachsen,
Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern
und Schleswig-Holstein begrüßen die Einrichtung aller drei beantragten
Hubs. Sachsen ist mit Projektpartnern aus dem Netzwerk SaxFusion in
jedem vertreten, darunter das HZDR und das Fraunhofer IWS. Der Hub für
Magnetfusion soll rund um das IPP in Garching bei München entstehen.
Der Hub für Laserfusion knüpft an das XFEL in Hamburg und den Standort
Biblis an. Zudem soll ein Hub mit dem Fokus auf Brennstoffkreislaufee und
Materialentwicklung rund um das KIT in Karlsruhe entstehen.
Staatsminister Sebastian Gemkow, Sächsisches Staatsministerium für
Wissenschaft, Kultur und Tourismus: »Die Beteiligung sächsischer
Forschungseinrichtungen im Netzwerk SAXFUSION in allen drei Hubs
spricht für die Kompetenz des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts im
Bereich der Physik, Materialentwicklung, Energietechnik und Anlagenbau.
Die Entscheidung belegt das hier vorhandene breite technologische Know-
how, das für die Entwicklung beider Fusionsprinzipien, der Magnetfusion
und der Laserfusion, gefragt ist. Ich freue mich sehr, dass Sachsen
damit zur Entwicklung einer für unsere zukünftige Energieversorgung so
vielversprechenden Technologie wie der Fusion Wesentliches beitragen
kann.«
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

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Staatsminister
Markus
Blume,
Bayerisches
Staatsministerium
für
Wissenschaft und Kunst: »Wir sind uns einig: Fusion ist eine
Jahrhundertchance – wissenschaftlich, technologisch und wirtschaftlich. Mit
der Einrichtung der Fusionshubs gehen wir heute einen wichtigen Schritt
im Rennen um den ersten Fusionsreaktor. Die drei Fusionshubs bündeln
individuelle Standortstärke in einem bundesweiten Ansatz. Herzlichen Dank
an den Bund für die zügige und zielgerichtete Ausschreibung und die
Entscheidung in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren. Mit den Hubs
wird eine kluge Grundstruktur angelegt, auf die schnell aufgesetzt werden
kann. Damit verbucht auch unsere Fusionsallianz noch vor ihrem ersten
Geburtstag einen großen Erfolg. Klar ist: Fusion ist ein Gemeinschaftswerk –
sie gelingt im Schulterschluss von Bund und Ländern und von Wissenschaft,
Industrie und Start-ups. Als Länder wünschen wir uns, dass es zügig
mit der nächsten Phase weitergeht. Unsere bayerischen Einrichtungen
sind an allen Hubs beteiligt. Der Magnethub entsteht rund um das Max-
Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) als eines der weltweit führenden
Zentren für Magnetfusionsforschung. Bayern ist und bleibt mit seinem
einzigartigen Fusionsökosystem im Raum München ein zentraler Motor der
Fusionsforschung in Deutschland.«
Staatsminister Hubert Aiwanger, Bayerisches Staatsministerium für
Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie: »Die Entscheidung für die
drei Fusionshubs ist ein starkes Signal für den Technologiestandort
Deutschland. Bayern hat alles, was es dafür braucht: exzellente Forschung,
innovative Unternehmen und eine leistungsfähige Industrie. In den Hubs
können diese Partner ideal zusammenarbeiten. Denn leistungsfähige
Lieferketten, abgestimmte Ausbildungsinitiativen, die gegenseitige Nutzung
von Infrastrukturen sind wichtige Schritte auf dem Weg zum kommerziell
genutzten Reaktor. Wenn wir die Kernfusion erfolgreich zur Marktreife
bringen, entstehen neue Arbeitsplätze, neue Wertschöpfung und ein echter
Wettbewerbsvorteil für Bayern.«
Ministerin Petra Olschowski, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und
Kunst Baden-Württemberg: »Wie schnell die Fusion im Energiemix der
Zukunft eine Rolle spielen kann, hängt maßgeblich von technologischen
Fortschritten in der Materialforschung und der Entwicklung des
Brennstoffkreislaufes ab. Und genau hier spielen die Karlsruher Forscher
in der globalen Spitzenklasse: Für Fusionsreaktoren geeignete Materialien
sind ein entscheidender Baustein bei der Ermöglichung der Fusion.
Gleichermaßen relevant ist die Schlüsselkompetenz des KIT eines sicher
und nachhaltig funktionierenden Brennstoffkreislaufes, einschließlich der
Erzeugung des für den Fusionsprozesses notwendigen Tritiums. Der
Zuschlag für einen der drei Hubs festigt die führende Rolle Baden-
Württembergs in der Fusionsforschung nun dauerhaft. Es ist ein klarer
Beleg dafür, dass wir mit unserem Fokus auf Zukunftstechnologien und der
Ausrichtung auf die High Tech Agenda Deutschland erfolgreich sind.«
Senatorin Maryam Blumenthal, Behörde für Wissenschaft, Forschung und
Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg: »Die Entscheidung
des Bundes zur Förderung der Laserhubs ist ein starkes Signal – für den
Norden und für Hamburgs Rolle bei der Entwicklung von Technologien,
die unsere Zukunft prägen. Fusionsforschung kann ein entscheidender
Faktor für die Energieversorgung von morgen werden. Mit European

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XFEL, PETRA am DESY und der Universität Hamburg bringen wir in
Hamburg Forschungsinfrastruktur von Weltrang ein. Was Focused Energy
und Marvel Fusion an Erfahrung aus der Anwendung mitbringen, trifft in
der Science City auf ein höchst dynamisches und innovationsfreudiges
Umfeld. Wir haben in den vergangenen Jahren gezielt investiert, um hier die
bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. Ich freue mich, dass wir mit
Schleswig-Holstein und Hessen den HUB gemeinsam unterstützen und die
Fusionsallianz einen Meilenstein erreicht hat. Allen Beteiligten gratuliere ich
sehr herzlich zu diesem Erfolg!"
Staatssekretär Christoph Degen, Hessisches Ministerium für Wissenschaft
und Forschung, Kunst und Kultur: »Die Ansiedlung des Laserfusions-
Hubs am Fusions-Campus Biblis ist ein starkes Signal für den
Wissenschaftsstandort Hessen. Sie zeigt, dass hier Forschung auf höchstem
Niveau betrieben wird, und schafft die Voraussetzungen dafür, dass
wissenschaftliche Exzellenz und internationale Zusammenarbeit in einem
der wichtigsten Technologiefelder der Zukunft weiter wachsen können.
Eine Forschungspolitik, die auf Innovation setzt, sichert auch die
Wirtschaftskraft unseres Landes. Der Laserfusions-Hub hat das Potenzial,
die Energieversorgung der Zukunft entscheidend mitzugestalten. Hessens
Spitzenforschung hat einen weiteren Meilenstein erreicht.«
Ministerin Bettina Martin, Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes-
und Europaangelegenheiten, Mecklenburg-Vorpommern: »Das ist ein
Meilenstein für die Fusionsforschung in Mecklenburg-Vorpommern. Und
natürlich ein großer Erfolg für die Forschungseinrichtungen IPP mit dem
weltweit führenden Stellarator Wendelstein 7-X und für das neue Helmholtz-
Institut in Rostock, HEDI, das in der Laserfusion Spitzenforschung
betreibt. Zusammen mit unseren beiden Universitäten sind diese
Forschungseinrichtungen maßgebliche Partner in zwei der drei Fusions-
Hubs. Ein klares Zeichen, dass in Mecklenburg-Vorpommern wegweisende
Spitzenforschung in diesem hoch innovativen Zukunftsfeld betrieben wird.
Für diesen Erfolg hat das Land über viele Jahre in diesen Forschungsbereich
investiert - und zwar bereits zu Zeiten, als noch viele diese Technologie
belächelt haben. Besonders stolz können die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler in MV darauf sein, dass das Land in beiden Bereichen
der Fusionsforschung – der Magnetfusion und der laserinduzierten
Trägheitsfusion – vertreten ist.«
Ministerin Dr. Dorit Stenke, Ministerium für Allgemeine und Beruiche
Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, Schleswig-Holstein: "Jede
große Zukunftstechnologie beginnt mit der Entscheidung, loszulegen. Diese
Entscheidung treffen wir gemeinsam. Mit dem European XFEL, der CAU
und den engen Kooperationen zum DESY bringt der Norden nicht nur
eine weltweit einzigartige Forschungsinfrastruktur in die Partnerschaft
ein, sondern insbesondere auch seine Expertise im innovativen
Nanomaterialdesign, in der Röntgendiagnostik, in der Plasmasimulation
und in der Lasertechnologie.
Das ist nicht nur ein Gewinn für die Wissenschaft, sondern ein klares
Signal: Schleswig-Holstein gestaltet als Innovationsstandort die Energie der
Zukunft mit!"
Die Fusionshubs im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland

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Fusionstechnologien eröffnen neue Perspektiven für eine nachhaltige
Energieversorgung in der Zukunft und bieten zugleich erhebliche
Chancen für den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland.
Mit der Einrichtung der Fusionshubs im Rahmen der Hightech Agenda
Deutschland entsteht eine zentrale Plattform, die die Kompetenzen in
den Bereichen Laser- und Magnetfusion bündelt, den Austausch zwischen
den Akteuren stärkt und den Transfer von Forschungsergebnissen in die
industrielle Anwendung beschleunigt. Der Ansatz der Hubs soll Start-
ups im Fusionsbereich, wissenschaftliche Einrichtungen sowie führende
Unternehmen der Hightech-Industrie und ihre Wertschöpfungs- und
Lieferketten eng zusammenbringen.
Der Start der ersten Förderphase der Hubs ist für August 2026 vorgesehen.
Zunächst werden belastbare Governance-Strukturen aufgebaut, um die
Zusammenarbeit zwischen Forschung, Wirtschaft und weiteren Partnern
efzient zu koordinieren. Direkt im Anschluss sollen erste gemeinsame
Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf den Weg gebracht werden. Für
die erste Förderphase stellt das BMFTR rund 125 Millionen Euro bereit. Bis
2029 wird das Forschungs- und Entwicklungsprogramm der Fusionhubs in
sechs Ausbaustufen kontinuierlich erweitert.
Über die Fusionsallianz
Die Fusionsallianz der Länder bündelt die Kräfte der führenden deutschen
Fusionsstandorte. Ihr gehören Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg,
Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein an.
Ziel der Allianz ist es, Forschung, Wirtschaft und Politik länderübergreifend
zu vernetzen, den Aufbau einer leistungsfähigen Fusionsindustrie zu
unterstützen und die Entwicklung von Fusionskraftwerken in Deutschland
zu beschleunigen.