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title: "Rat der Stadt Köln beauftragt Verwaltung mit Fortführung der Planung und dem Bau des WRM-Erweiterungsbaus und Blockrandbebauung in Köln; Risikozuschlag 25 Prozent genehmigt."
sdDatePublished: "2026-07-29T13:32:00Z"
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  - "Köln"
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Rat der Stadt Köln beauftragt Verwaltung mit Fortführung der Planung und dem Bau des WRM-Erweiterungsbaus und Blockrandbebauung in Köln; Risikozuschlag 25 Prozent genehmigt.

Beschlussvorlage

Dezernat, Dienststelle
VI/26

Vorlagen-Nummer
1051/2020
Stand: 27.07.2026
Sachstandsbericht
Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums (WRM) und Fondation Corboud und
Randbebauung - Baubeschluss
Beschluss:
1. Der Rat der Stadt Köln beauftragt die Verwaltung mit der Fortführung der Planung und
dem Bau
a) des Neubaus der Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums und Fondation
Corboud (WRM) inklusive eines Verbindungsbauwerks und Anpassung im Be-
standsgebäude (Titel 1) auf dem Grundstück Obenmarspforten, sowie
b) der sogenannten Blockrandbebauung mit städtischen Verwaltungsflächen (Titel
2) mit Bauteilen am Steinweg und der Martinstrasse, die sich an den Erweite-
rungsbau anschließt.
2. Der Rat trifft seine Entscheidung auf der Grundlage des vorgelegten Vorentwurfes und
dem Ergebnis der qualifizierten Kostenschätzung mit Gesamtkosten in Höhe von rund
76,1 Mio. Euro brutto zuzüglich der Kosten eines möglichen Grunderwerbs
(siehe separate Vorlage 1051/2020/1).
Auf den Erweiterungsbau des WRM entfällt hiervon ein Betrag von rund 48,8 Mio.
Euro, auf die Blockrandbebauung ein Betrag von rund 24,4 Mio. Euro.
Darüber hinaus fallen für die Ausstattung noch 2,9 Mio. Euro an.
3. Der Rat genehmigt einen Risikozuschlag bezogen auf die nicht indizierten Baukosten
gemäß Kostenschätzung in Höhe von 25 Prozent. Dies entspricht einem Betrag von
rund 19 Mio.
Euro brutto.
Die Verwaltung darf über dieses Risikobudget nur bei Risikoeintritt und nach einer ent-
sprechenden Mitteilung im Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft und im Betriebsaus-
schuss
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud verfügen.
Wegen der Besonderheiten und Risiken der Maßnahme besteht eine hohe Wahr-
scheinlichkeit, dass der Risikozuschlag in Anspruch genommen werden muss.
4. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass sich das Projekt noch in einem frühen Planungssta-
dium
befindet. Die Entwurfsplanung ist noch nicht erstellt. Es sind noch Festlegungen zu
treffen. Aufgrund des Baugrundes besteht ein erhöhtes Risiko.
Bei Vergabe an einen Generalunternehmer wird dessen Preis eine Management–Fee
und Kosten für das unternehmerische Risiko (Vergaberisiko und so weiter) enthalten.
Es bleibt abzuwarten, ob vor diesem Hintergrund das Risikobudget auskömmlich ist.
5. Der Rat beschließt die Finanzierung der Erweiterung des WRM (Titel 1) im Wirt-
schaftsplan des Eigenbetriebes WRM. Die Refinanzierung erfolgt ab dem Jahr der In-
betriebnahme durch einen jährlichen Zuschuss (für Tilgung, Zinsen und bilanzielle Ab-
schreibung) aus dem
Haushalt der Stadt Köln in Höhe von circa 2.150.000 Euro im Produktbereich 04 Kultur

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und Wissenschaft, Produktgruppe 0401 Museumsreferat, Zeile 15 Transferaufwendun-
gen.
Die Finanzierung der notwendigen Ausstattung des Museumsbaus erfolgt aus dem
Wirtschaftsplan des WRM.
6. Der Rat beschließt die Finanzierung der Baumaßnahme Blockrandbebauung (Titel 2)
aus dem Wirtschaftsplan der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln.
Nach Fertigstellung der Blockrandbebauung fallen laufende Betriebs- und
Bewirtschaftungsaufwendungen in Höhe von rund 900.000 Euro (Abschreibung,
Instandhaltung, Zinsen, Personal- und Sachkosten) an. Die Refinanzierung der laufen-
den Kosten erfolgt über den Flächenverrechnungspreis für die Sparte Verwaltungsge-
bäude. Der Flächenverrechnungspreis wird im Haushalt der Stadt Köln eingeplant.
Nach dem derzeitigen Stand ergäbe sich eine jährliche Miete inklusive Reinigungskos-
ten und Nebenkosten von rund 354.000 Euro brutto.
Die Finanzierung der notwendigen Ausstattung für die Blockrandbebauung erfolgt im
Haushaltsplan der Stadt Köln.
7. Die Investitionen für das Projekt sind im Wirtschaftsplan der Gebäudewirtschaft vorfi-
nanziert. Die Betriebsleitungen des WRM beziehungsweise der Gebäudewirtschaft
und die Verwaltung werden aufgefordert, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Maß-
nahme in den jeweiligen
Plänen inklusive Folgejahre entsprechend zu berücksichtigen.
8. Der Rat beauftragt die Verwaltung, die jeweils erforderlichen Mittel in den entsprechen-
den Wirtschaftsplänen sowie im Haushalt der Stadt Köln bereit zu stellen.

Status

in Bearbeitung

erledigt

Aktueller Bearbeitungsstand:
Grundlage für das Bauvorhaben ist der ursprüngliche Baubeschluss des Rates der Stadt Köln,
dessen finanzieller Rahmen im Januar 2025 durch eine haushaltsrechtliche Unterrichtung
(Vorlage 3605/2024) auf ein Gesamtbudget von 129,7 Millionen Euro brutto erweitert wurde.
Darin ist ein Risikoanteil von 16,9 Millionen Euro brutto für unvorhergesehene Ereignisse ent-
halten.
Die vorbereitenden Tiefbauarbeiten und die Erstellung der Baugrube waren von unvorherge-
sehenen Herausforderungen im Baugrund geprägt. Insbesondere der Fund von Quecksilber-
resten und die umfangreichen archäologischen Ausgrabungen in Verbindung mit der römi-
schen Pfahlwand führten zu einer Verzögerung im Bauablauf. Die Kosten für die Schad-
stoffsanierung sowie die baulichen und zeitlichen Auswirkungen der archäologischen Doku-
mentation konnten aus den dafür vorgesehenen Risikorückstellungen gedeckt werden. Berich-
tet wurde hierzu im Sachstandsbericht für den Betriebsausschuss im Januar 2026.
Im Mai 2026 starteten die Rohbauarbeiten für die Untergeschosse. Um den technischen Her-
ausforderungen der komplizierten unterirdischen Geometrie zu begegnen und den Bauablauf
auch zeitlich zu optimieren, wurde das Abdichtungsverfahren der Untergeschosse planerisch
auf ein Frischbeton-Verbund-Folien-System (FBVS) umgestellt, dessen Ausführung ebenfalls
begonnen hat. Der Baukran ist inzwischen errichtet und die Arbeiten an den Fundamenten
und ersten aufgehenden Bauteilen schreiten voran. Parallel dazu laufen die Detailplanungen
und Bemusterungen für Fassade und Innenausbau.
Nächste Schritte:
Die Arbeiten in den kommenden Monaten konzentrieren sich auf den abschnittsweisen Roh-
bau der komplexen Untergeschosse. Um ab August 2026 die Tiefbauarbeiten für den unterir-
dischen Verbindungsgang zum bestehenden Museumsbau aufnehmen zu können, wird die
Martinstraße im Baustellenbereich ab dem 20. Juli 2026 gesperrt. Durch die Umstellung im

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Bauablauf können im Rahmen der Tiefbauarbeiten entstandene Verzögerungen weiter redu-
ziert werden. Parallel dazu laufen die Detailplanungen und Bemusterungen für die Fassade
und den Innenausbau. Ab September 2026 finden Bemusterungstermine der Fassaden-Mock-
Ups im Deutzer Hafen statt.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
27.07.2027