Un-Label, Orangerie Theater und TH Köln entwickeln multisensorisches Leitsystem am Orangerie Theater, Köln; übertragbares Modell für Kulturbetriebe

Mitteilung

Dezernat, Dienststelle VII/41/41/23

Vorlagen-Nummer 28.07.2026

2074/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 01.09.2026 Ausschuss Kunst und Kultur 01.10.2026

Sachstand zum Kooperationsprojekt „LABOR:leitsysteme„ von Un-Label, Orangerie Theater und TH Köln In der vergangenen Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am 26.05.2026 wurde von Herr Intveen mündlich um Auskunft zum Projekt „LABOR:leit- systeme“ gebeten. Hierzu kann die Kulturverwaltung in Absprache mit den Projekt- partner*innen Folgendes mitteilen:

Bei dem Projekt „LABOR:leitsysteme“ handelt es sich um ein Kooperationsvorhaben von Un-Label, dem Orangerie Theater und der TH Köln. Ziel des Projekts ist die Ent- wicklung eines multisensorischen Leitsystems für das Gelände des Orangerie Thea- ters. Gemeinsam mit Studierenden der TH Köln werden unter Einbeziehung von Ex- pertinnen für Barrierefreiheit Prototypen entwickelt, die visuelle, haptische und audi- tive Orientierung miteinander verbinden und so den Zugang zum Kulturort für Men- schen mit unterschiedlichen Behinderungen verbessern sollen. Die Projektphase dient zugleich als Machbarkeitsstudie für eine spätere Umsetzung. Finanziert wird sie durch den Transferfonds der TH Köln sowie die Kämpgen-Stiftung. Am 16. Juni haben die Studierenden ihre Prototypen der Leitsysteme im Orangerie Theater vorgestellt. Das Vorhaben ist kein Projekt der Stadt Köln und wird nicht aus der institutionellen Förderung der Stadt Köln finanziert. Gleichwohl kann über das Projekt berichtet wer- den, da zwei der beteiligten Einrichtungen – Un-Label und das Orangerie Theater – institutionell durch die Stadt Köln gefördert werden und als bedeutende Akteurinnen der freien darstellenden Künste in Köln tätig sind. Das Orangerie Theater nimmt seit vielen Jahren eine wichtige Rolle innerhalb der freien Theaterlandschaft Kölns ein. Es ist eine zentrale Produktions- und Aufführungs- stätte für zeitgenössische darstellende Künste und bietet Künstlerinnen sowie freien Gruppen Raum für innovative Theater-, Tanz- und Performanceproduktionen. Darüber hinaus versteht sich das Haus als Ort künstlerischer und gesellschaftlicher Diskurse und entwickelt kontinuierlich Formate, die Fragen von Teilhabe, Diversität und inklu- sive Öffnung aufgreifen. Un-Label ist international als Kulturorganisation und Sozialunternehmen tätig und setzt sich für inklusive künstlerische Praxis sowie die gleichberechtigte Teilhabe von Künstlerinnen mit und ohne Behinderung ein. Neben eigenen Produktionen engagiert sich Un-Label in Forschung, Beratung, Qualifizierung und internationalen Kooperatio- nen zur Weiterentwicklung inklusiver Kulturarbeit. Damit leistet die Organisation einen

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wesentlichen Beitrag zur Profilbildung Kölns als Standort für inklusive und innovative darstellende Künste. Vor diesem Hintergrund fügt sich das Projekt „LABOR:leitsysteme“ in die langjährigen Aktivitäten beider Einrichtungen ein. Es verbindet künstlerische Praxis, Designfor- schung und Barrierefreiheit und entwickelt modellhafte Ansätze für die Gestaltung kul- tureller Orte. Nach Angaben der Projektpartner*innen soll das entwickelte Leitsystem über den konkreten Anwendungsfall hinaus als übertragbares Modell für weitere Kul- turinstitutionen dienen und Impulse für eine stärkere Verankerung inklusiver Gestal- tung in der Kulturszene geben.

Gez. Charles