---
title: "Un-Label, Orangerie Theater und TH Köln entwickeln multisensorisches Leitsystem am Orangerie Theater, Köln; übertragbares Modell für Kulturbetriebe"
sdDatePublished: "2026-07-29T13:32:00Z"
source: "https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1106110\u0026type=do"
topics:
  - name: "local authority"
    identifier: "medtop:20000612"
  - name: "arts and entertainment"
    identifier: "medtop:20000002"
  - name: "theatre"
    identifier: "medtop:20000029"
  - name: "design (visual arts)"
    identifier: "medtop:20000033"
  - name: "disabilities"
    identifier: "medtop:20000791"
  - name: "diversity, equity and inclusion"
    identifier: "medtop:20001373"
  - name: "education"
    identifier: "medtop:05000000"
locations:
  - "Köln"
---


Un-Label, Orangerie Theater und TH Köln entwickeln multisensorisches Leitsystem am Orangerie Theater, Köln; übertragbares Modell für Kulturbetriebe

Mitteilung

Dezernat, Dienststelle
VII/41/41/23

Vorlagen-Nummer 28.07.2026

2074/2026
Mitteilung
öffentlicher Teil
Gremium
Datum
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
01.09.2026
Ausschuss Kunst und Kultur
01.10.2026

Sachstand zum Kooperationsprojekt „LABOR:leitsysteme„ von Un-Label, Orangerie
Theater und TH Köln
In der vergangenen Sitzung der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik am
26.05.2026 wurde von Herr Intveen mündlich um Auskunft zum Projekt „LABOR:leit-
systeme“ gebeten. Hierzu kann die Kulturverwaltung in Absprache mit den Projekt-
partner*innen Folgendes mitteilen:

Bei dem Projekt „LABOR:leitsysteme“ handelt es sich um ein Kooperationsvorhaben
von Un-Label, dem Orangerie Theater und der TH Köln. Ziel des Projekts ist die Ent-
wicklung eines multisensorischen Leitsystems für das Gelände des Orangerie Thea-
ters. Gemeinsam mit Studierenden der TH Köln werden unter Einbeziehung von Ex-
pert*innen für Barrierefreiheit Prototypen entwickelt, die visuelle, haptische und audi-
tive Orientierung miteinander verbinden und so den Zugang zum Kulturort für Men-
schen mit unterschiedlichen Behinderungen verbessern sollen. Die Projektphase dient
zugleich als Machbarkeitsstudie für eine spätere Umsetzung. Finanziert wird sie durch
den Transferfonds der TH Köln sowie die Kämpgen-Stiftung. Am 16. Juni haben die
Studierenden ihre Prototypen der Leitsysteme im Orangerie Theater vorgestellt.
Das Vorhaben ist kein Projekt der Stadt Köln und wird nicht aus der institutionellen
Förderung der Stadt Köln finanziert. Gleichwohl kann über das Projekt berichtet wer-
den, da zwei der beteiligten Einrichtungen – Un-Label und das Orangerie Theater –
institutionell durch die Stadt Köln gefördert werden und als bedeutende Akteur*innen
der freien darstellenden Künste in Köln tätig sind.
Das Orangerie Theater nimmt seit vielen Jahren eine wichtige Rolle innerhalb der
freien Theaterlandschaft Kölns ein. Es ist eine zentrale Produktions- und Aufführungs-
stätte für zeitgenössische darstellende Künste und bietet Künstler*innen sowie freien
Gruppen Raum für innovative Theater-, Tanz- und Performanceproduktionen. Darüber
hinaus versteht sich das Haus als Ort künstlerischer und gesellschaftlicher Diskurse
und entwickelt kontinuierlich Formate, die Fragen von Teilhabe, Diversität und inklu-
sive Öffnung aufgreifen.
Un-Label ist international als Kulturorganisation und Sozialunternehmen tätig und
setzt sich für inklusive künstlerische Praxis sowie die gleichberechtigte Teilhabe von
Künstler*innen mit und ohne Behinderung ein. Neben eigenen Produktionen engagiert
sich Un-Label in Forschung, Beratung, Qualifizierung und internationalen Kooperatio-
nen zur Weiterentwicklung inklusiver Kulturarbeit. Damit leistet die Organisation einen

2

wesentlichen Beitrag zur Profilbildung Kölns als Standort für inklusive und innovative
darstellende Künste.
Vor diesem Hintergrund fügt sich das Projekt „LABOR:leitsysteme“ in die langjährigen
Aktivitäten beider Einrichtungen ein. Es verbindet künstlerische Praxis, Designfor-
schung und Barrierefreiheit und entwickelt modellhafte Ansätze für die Gestaltung kul-
tureller Orte. Nach Angaben der Projektpartner*innen soll das entwickelte Leitsystem
über den konkreten Anwendungsfall hinaus als übertragbares Modell für weitere Kul-
turinstitutionen dienen und Impulse für eine stärkere Verankerung inklusiver Gestal-
tung in der Kulturszene geben.

Gez. Charles