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title: "Verbraucher erhalten Rechnungen von Margot Brands Limited aus Hongkong in Deutschland; Vertrag erst bei klarer Kostenangabe."
sdDatePublished: "2026-07-29T11:05:00Z"
source: "https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/digitale-welt/onlinedienste/rechnung-von-astrolonova-fitnovaness-novavitalia-oder-bongochat-das-muessen-sie-wissen-124473"
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Verbraucher erhalten Rechnungen von Margot Brands Limited aus Hongkong in Deutschland; Vertrag erst bei klarer Kostenangabe.

Rechnung von Astrolonova, Fitnovaness, Novavitalia oder Bongochat? Das müssen Sie wissen! | Verbraucherzentrale.de

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Rechnung von Astrolonova, Fitnovaness, Novavitalia oder Bongochat? Das müssen Sie wissen!

Sie haben eine Rechnung von Astrolonova, Fitnovaness, Novavitalia oder Bongochat erhalten, obwohl Sie sich dort nie angemeldet haben? Hinter all diesen Namen steckt dieselbe Firma: die Margot Brands Limited aus Hongkong. Die Verbraucherzentralen erklären, was Sie jetzt tun sollten.

Eine Rechnung allein beweist noch keinen gültigen Vertrag.

Ein Vertrag entsteht nur, wenn Sie vor der Bestellung klar auf die Kosten hingewiesen wurden. Zum Beispiel durch einen Button mit der Aufschrift "zahlungspflichtig bestellen".

Fehlt dieser klare Hinweis, ist die Rechnung ungültig. Sie müssen dann nicht zahlen.

Drohungen mit Inkasso oder einem Schufa-Eintrag sind kein Grund zur Sorge, wenn Sie der Forderung widersprechen.

Widersprechen Sie schriftlich und zahlen Sie nichts vorschnell.

Was sind Astrolonova, Fitnovaness, Novavitalia und Bongochat?

Die vier Namen wirken wie unterschiedliche Angebote: ein Horoskop-Dienst, ein Fitness-Planer und ein KI-Chat. Betrieben werden alle sie aber von derselben Firma, der Margot Brands Limited mit Sitz in Hongkong .

Verbraucherzentralen in mehreren Bundesländern berichten aktuell über Beschwerden zu diesen Angeboten. Betroffene erhalten Rechnungen oder Mahnungen über mehrere hundert Euro für ein angebliches Jahresabo . Viele von ihnen erinnern sich nicht daran, dort jemals etwas bestellt zu haben.

Muss ich die Rechnung bezahlen?

In den meisten Fällen nein. Entscheidend ist, ob überhaupt ein gültiger Vertrag zustande gekommen ist. Nach deutschem Recht gilt: Vor einem Vertragsschluss müssen alle Kosten und Bedingungen genannt werden. Ein Vertrag entsteht nur, wenn Sie vor dem Absenden der Bestellung klar erkennen konnten, dass die Bestellung etwas kostet. Zum Beispiel durch einen Button mit der eindeutigen Aufschrift "zahlungspflichtig bestellen" .

Fehlt dieser klare Hinweis, oder können Sie sich nicht erinnern, überhaupt bestellt zu haben, ist die Rechnung in aller Regel ungültig.

Die Firma setzt gezielt auf Angst: In den Schreiben wird oft sofort mit einem Inkassobüro, zusätzlichen Gebühren oder einem Schufa-Eintrag gedroht . Diese Drohungen sind rechtlich nicht zulässig, solange Sie der Forderung widersprochen haben. Lassen Sie sich davon nicht einschüchtern.

Ruhig bleiben. Zahlen Sie nichts aus Angst. Kurze Fristen und drohende Formulierungen sollen Sie unter Druck setzen. Das ist Absicht.

Schriftlich widersprechen. Schreiben Sie der Firma, dass Sie keinen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen haben. Nutzen Sie dafür den Musterbrief der Verbraucherzentralen . Verschicken Sie Ihren Widerspruch möglichst nachweisbar, zum Beispiel per Einschreiben oder mit Lesebestätigung bei einer E-Mail. Wenn Sie eine E-Mail versenden, setzen Sie sich oder einen Bekannten in BCC, um den Sendevorgang zu dokumentieren.

Beweise aufbewahren. Heben Sie alle Rechnungen, Mahnungen und weiteren Schreiben auf. Sie brauchen diese Unterlagen, falls der Fall später vor Gericht landet.

Auch bei Inkasso nicht zahlen. Meldet sich ein Inkassobüro? Das ändert nichts an der Rechtslage. Eine ungültige Rechnung wird auch durch ein Inkassobüro nicht gültig.

Ich bin unsicher, ob ich mich vielleicht doch angemeldet habe. Was jetzt?

Überlegen Sie: Haben Sie eine dieser Webseiten (Horoskop-Dienst, Fitness-Planer, KI-Chat) überhaupt besucht? Haben Sie dort bewusst auf einen Button geklickt, der die Kosten klar benannt hat? Viele Betroffene berichten, dass sie die Webseiten nie besucht haben. Dann gilt: Ohne einen klaren, nachweisbaren Klick auf einen Kosten-Button ist kein Vertrag entstanden.

Was kann ich noch tun?

Sie können wegen Betrugsversuchs durch unseriöse Firmen Strafanzeige stellen. Das geht auch bequem online unter www.online-strafanzeige.de .

Informieren Sie bei unzulässiger Verwendung Ihrer Daten den Landesdatenschutzbeauftragen.

Sofern das Inkassounternehmen trotz Widerspruch von Ihnen weiter Inkassoschreiben verschickt, sollten Sie das unseriöse Inkassounternehmen an die zentrale Inkassoaufsicht melden. Das Gleiche gilt, wenn das vermeintliche Inkassounternehmen gar keine Zulassung hat. Beschwerden können Sie hier einreichen.

Wenn Betroffene per Lastschrift bezahlt haben, können sie das Geld innerhalb von 8 Wochen (bei unberechtigten Mandaten sogar bis zu 13 Monate) über ihre Bank zurückbuchen lassen. Bei Kreditkarten hilft oft das Chargeback-Verfahren.

Haben Sie eine ungültige Rechnung erhalten oder sind Sie unsicher? Ihre Verbraucherzentrale vor Ort hilft Ihnen weiter. Sie können sich persönlich, telefonisch oder per Video beraten lassen.

FAQ: Häufige Fragen zu Rechnung von Astrolonova, Fitnovaness oder Bongochat

Ist Margot Brands Limited seriös?

Nein. Die Firma verschickt Rechnungen ohne gültige Vertragsgrundlage und setzt Betroffene mit Drohungen unter Druck.

Was, wenn ich schon bezahlt habe?

Fordern Sie das Geld schriftlich zurück, wenn kein gültiger Vertrag bestand. Lassen Sie sich dazu bei Ihrer Verbraucherzentrale beraten.

Drohen mir wirklich rechtliche Konsequenzen, wenn ich nicht zahle?

Nein, solange Sie der Forderung schriftlich widersprochen haben und kein gültiger Vertrag vorliegt.

Kontrollieren Sie bitte Ihre Kontoauszüge nach unbekannten Abbuchungen. Unberechtigte Abbuchungen können Sie bei Ihrer Bank zurück buchen lassen. Lassen Sie die Anbieter auch direkt durch Ihre Bank sperren.

Dieser Inhalt wurde von der Gemeinschaftsredaktion in Zusammenarbeit mit den Verbraucherzentralen Baden-Württemberg und Sachsen für das Netzwerk der Verbraucherzentralen in Deutschland erstellt.

Wählen Sie Ihr Bundesland, um die Angebote und Services Ihrer regionalen Verbraucherzentrale zu sehen.

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Schriftlich widersprechen. Schreiben Sie der Firma, dass Sie keinen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen haben.

Nutzen Sie dafür den Musterbrief der Verbraucherzentralen

. Verschicken Sie Ihren Widerspruch möglichst nachweisbar, zum Beispiel per Einschreiben oder mit Lesebestätigung bei einer E-Mail. Wenn Sie eine E-Mail versenden, setzen Sie sich oder einen Bekannten in BCC, um den Sendevorgang zu dokumentieren.