Christian Tischner besucht KulTour 2026 in Thüringen, Schloss Molsdorf, Wasserburg Kapellendorf, Apolda Avantgarde; 200 Mio Euro SIP I für Denkmalsanierung.
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KulTour 2026: Kunst fördern und kulturelles Erbe bewahren
29.07.2026 Erstellt von Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Am dritten Tag seiner KulTour 2026 standen der Austausch mit Thüringer Künstlerinnen und Künstlern sowie Investitionen in Thüringens kulturelles Erbe im Mittelpunkt. Stationen waren das Künstlerfrühstück mit dem Verband Bildender Künstler Thüringen (VBK), Schloss Molsdorf, die Wasserburg Kapellendorf und das Kunsthaus Apolda Avantgarde.
Austausch mit dem Verband Bildender Künstler Thüringen
Der Tourtag begann mit einem Künstlerfrühstück des Verbandes Bildender Künstler Thüringen. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin Michaela Hirche sowie Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes sprach Minister Christian Tischner über die Rahmenbedingungen für Künstlerinnen und Künstler, die Sichtbarkeit zeitgenössischer Kunst und aktuelle kulturpolitische Herausforderungen. Ein weiteres Thema war die Vorbereitung der 15. artthuer – Kunstmesse Thüringen, die vom 6. bis 8. November 2026 in der Messe Erfurt stattfindet. Als wichtigste Kunstmesse des Freistaats bietet sie Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform und macht die Vielfalt der Thüringer Kunstszene einem breiten Publikum zugänglich.
„Der direkte Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern ist mir besonders wichtig und unverzichtbar. Kultur lebt vom Dialog und von guten Rahmenbedingungen. Die artthuer zeigt eindrucksvoll, welche kreative Kraft in Thüringen steckt und ich freue mich schon sehr auf die Messe“, sagte Kulturminister Christian Tischner.
Investitionen in Schlösser und Burgen
Anschließend besuchte der Minister Schloss Molsdorf bei Erfurt und die Wasserburg Kapellendorf im Weimarer Land. Beide Anlagen stehen beispielhaft für die Investitionen von Bund und Freistaat in den Erhalt bedeutender Kulturdenkmale.
Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten zählt mit 24 Großprojekten zu den größten öffentlichen Bauherren Thüringens. Grundlage dafür ist das rund 200 Millionen Euro umfassende Sonderinvestitionsprogramm I (SIP I), das Bund und Freistaat Thüringen gemeinsam finanzieren. Mit den Mitteln werden historische Schlösser, Burgen und Parkanlagen denkmalgerecht saniert und für kommende Generationen bewahrt. In Schloss Molsdorf informierte sich der Minister über die laufenden Arbeiten im Schlosspark und am Pavillon, in der Wasserburg Kapellendorf über den Stand der Sanierung und die künftige Entwicklung der historischen Anlage.
„Unsere Schlösser, Burgen und Gärten sind einzigartige Zeugnisse der Thüringer Geschichte und zugleich wichtige Anziehungspunkte für Kultur und Tourismus. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm sichern Bund und Freistaat dieses kulturelle Erbe langfristig und schaffen zugleich attraktive Orte der Begegnung“, betonte Kulturminister Christian Tischner.
Den Abschluss des dritten Tourtages bildete der Besuch des Kunsthauses Apolda Avantgarde. Seit seiner Gründung hat das Ausstellungshaus rund 725.000 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland angezogen und zahlreiche renommierte nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler nach Apolda gebracht. Damit steht das Kunsthaus beispielhaft für große internationale Kunst im ländlichen Raum und ist ein kultureller Knotenpunkt mit weit über Thüringen hinausreichender Ausstrahlung. Aktuell präsentiert das Kunsthaus die Ausstellung „KEITH HARING – Posters“, die noch bis zum 23. August 2026 zu sehen ist. Die Schau zeigt rund 80 Originalplakate des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Keith Haring und verdeutlicht, wie er Kunst mit gesellschaftlichem Engagement verband – von Menschenrechten und Toleranz über Kinderbildung bis hin zur Aufklärung über HIV
Im Gespräch mit den Verantwortlichen informierte sich der Minister über die geplante Verbesserung der Barrierefreiheit sowie über die Herausforderungen einer verlässlichen finanziellen Planungsperspektive für die Einrichtung und ihres Personals. „Das Kunsthaus Apolda beweist seit vielen Jahren, dass internationale Kunst nicht nur in den Metropolen zu Hause ist. Es bringt große Namen nach Thüringen, stärkt den Kulturstandort im ländlichen Raum und begeistert Besucherinnen und Besucher aus aller Welt. Solche kulturellen Knotenpunkte brauchen auch künftig verlässliche Entwicklungsperspektiven“, sagte Kulturminister Christian Tischner.
Kultur in allen Regionen stärken
Der dritte Tag der KulTour machte deutlich, dass Kulturpolitik den Erhalt historischer Kulturdenkmale ebenso umfasst wie die Förderung zeitgenössischer Kunst und den Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern, die die kulturelle Vielfalt Thüringens widerspiegeln.
„Kultur entsteht überall dort, wo Menschen sich engagieren und Orte mit Leben füllen. Unsere Aufgabe ist es, diese Vielfalt zu stärkend. Von den Ateliers der Künstlerinnen und Künstler über unsere Schlösser, Parks und Burgen bis hin zu Ausstellungshäusern mit internationaler Strahlkraft“, resümierte Kulturminister Christian Tischner.