Schloss Übigau feiert 300 Jahre in Dresden Übigau; Musical kehrt zum Jubiläum auf die Bühne zurück

300 Jahre Schloss Übigau: Barockes Erbe als lebendiger Kulturort

300 Jahre Schloss Übigau: Barockes Erbe als lebendiger Kulturort

Das Elbschloss in Dresden Übigau feiert am Freitag, 31. Juli 2026, sein 300-jähriges Bestehen. Das zwischen 1724 und 1726 als Lustschloss Augusts des Starken errichtete Bauwerk zählt zu den bedeutendsten Kultur- und Technikdenkmälern Sachsens. Seit 2019 nutzt die COMÖDIE Dresden das historische Gebäude als Spielstätte und füllt es mit Theater, Konzerten und Veranstaltungen. Anlässlich des Jubiläums kehrt die eigens für Schloss Übigau entwickelte Musicalproduktion „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ auf die Bühne zurück. Das Stück verbindet das Werk Caspar David Friedrichs mit der Musik der Band SILBERMOND und schlägt eine Brücke zwischen Geschichte, Kunst und Gegenwart.

„Als wir 2019 begonnen haben, das Elbschloss zu bespielen, war schnell klar, dass dieser Ort mehr verdient als eine schöne Kulisse. Er fordert Geschichten geradezu heraus. Für mich ist genau das die Aufgabe von Theater: Vergangenheit nicht zu konservieren, sondern sie mit unserer Gegenwart ins Gespräch zu bringen. Vielleicht ist das das schönste Geburtstagsgeschenk für ein 300 Jahre altes Schloss: dass seine Geschichte weitererzählt wird.“

„Schloss Übigau verbindet auf einzigartige Weise sächsische Architektur-, Kultur- und Technikgeschichte. Seit 300 Jahren steht dieser besondere Ort für die Innovationskraft und den kulturellen Reichtum Dresdens und der Region. Dass das Schloss heute dank privatwirtschaftlichen kulturellen und denkmalpflegerischen Engagements erfolgreich belebt wird, verdient Dank und Anerkennung. Das Jubiläum lädt dazu ein, die Geschichte dieses außergewöhnlichen Bauwerks jenseits der touristischen Hotspots neu zu entdecken.“

Tickets für die Musicalproduktion „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ sind unter www.comoedie-dresden.de erhältlich.

Schloss Übigau wurde ab 1724 im Auftrag des Generalfeldmarschalls Jakob Heinrich Graf von Flemming als barockes Lustschloss („Maison de Plaisance“) errichtet und bereits zwei Jahre später von August dem Starken erworben. Als repräsentativer Endpunkt der von ihm geplanten Elbachse zwischen Pillnitz und Übigau war das Schloss Teil einer weitläufigen Residenzlandschaft mit prachtvollen Gärten und einer Orangerie. Der Bau des preußischen Hofarchitekten Johann Friedrich Eosander von Göthe gilt mit seinen offenen Korridoren, der Dachterrasse und der engen Verbindung von Architektur und Landschaft als außergewöhnliches Beispiel barocker Baukunst. Bis heute ist Schloss Übigau in seiner barocken Grundstruktur erhalten und zählt zu den bedeutendsten Schlossanlagen aus der Zeit Augusts des Starken in Sachsen.

Auch für die sächsische Technikgeschichte spielt das Schloss eine wichtige Rolle. Im 19. Jahrhundert entstanden auf dem Gelände unter anderem das erste sächsische Personendampfschiff „Königin Maria“ sowie mit der „Saxonia“ die erste in Deutschland gebaute Lokomotive.

Mit dem 300-jährigen Jubiläum wird nicht nur auf die bewegte Geschichte des Schlosses zurückgeblickt, sondern auch die Bedeutung des kulturellen Erbes für die Zukunft Dresdens und Sachsens gewürdigt.

letzte Änderung: 30.07.2026 15:02:20 Uhr

gedruckt am: 30.07.2026 16:11:55 Uhr

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