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title: "Rhein-Sieg-Kreis verzeichnet 6.251 Verkäufe 2025 im Rheinland; Geldumsatz 5,68 Mrd Euro"
sdDatePublished: "2026-07-30T14:32:00Z"
source: "https://www.kampmeyer.com/blog/maerkte/drei-zahlen-ein-muster/"
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  - name: "residential real estate"
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  - "Rhein-Erft-Kreis"
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  - "Rhein-Kreis Neuss"
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  - "Bergisch Gladbach"
  - "Leverkusen"
  - "Köln"
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Rhein-Sieg-Kreis verzeichnet 6.251 Verkäufe 2025 im Rheinland; Geldumsatz 5,68 Mrd Euro

Drei Zahlen, ein Muster - KAMPMEYER Immobilien GmbH

Was die Grundstücksmarktberichte 2026 über den Immobilienmarkt im Rheinland verraten

Die Gutachterausschüsse der Städte und Kreise haben ihre Grundstücksmarktberichte vorgelegt. Darin steht nicht, was Eigentümer sich vorgestellt haben, und auch nicht, was auf einem Portal als Angebotspreis stand. Darin steht, was tatsächlich beurkundet wurde. Jeder Kaufvertrag, der beim Notar unterschrieben wird, landet in der Kaufpreissammlung des zuständigen Ausschusses. Der Jahrgang 2026, der jetzt vorliegt, berichtet über das Jahr 2025.

Diese Berichte sind die verlässlichste Grundlage, die der Markt kennt. Sie haben nur den Nachteil, dass jeder Gutachterausschuss für sein eigenes Gebiet berichtet, in eigenem Layout und mit eigenen Abgrenzungen. Wer wissen will, wie sich das Rheinland als Ganzes bewegt, muss die Berichte zusammentragen und vergleichbar machen.

Zusammengelegt erzählen die Zahlen für 2025 eine ziemlich klare Geschichte. Unsere Kollegin Judith Schreyer hat sie im Video auf drei Zahlen zusammengezogen. Hier ist die lange Fassung.

Vier Jahre in vier Bewegungen

Ein Begriff vorweg, weil er in jedem dieser Berichte auftaucht. Ein Kauffall ist ein beurkundeter Verkauf, ganz gleich ob Eigentumswohnung, Reihenhaus oder Mietshaus. Und der Geldumsatz ist die Summe aller Kaufpreise, die in einem Jahr geflossen sind. Beide Größen zusammen sagen mehr als jede einzeln, denn viele kleine Verkäufe und wenige große können dieselbe Summe ergeben.

Legt man acht Städte und Kreise im Rheinland nebeneinander, ergibt sich eine Kurve, die man kaum missverstehen kann.

Beurkundete Verkäufe 2021 bis 2025

Quelle für Köln, Grundstücksmarktbericht Köln 2026. Übrige Regionen, Aggregation aus den Grundstücksmarktberichten der Gutachterausschüsse Bonn, Düsseldorf, Rhein-Sieg, Rhein-Erft, Rhein-Kreis Neuss und Stadt Neuss, Rheinisch-Bergischer Kreis und Stadt Bergisch Gladbach sowie Leverkusen.

Vier Jahresschritte, und jeder hat seinen eigenen Charakter. 2022 kamen die höheren Zinsen und die Zahl der Verkäufe fiel um 15,3 Prozent. 2023 fiel sie noch einmal fast genauso stark und erreichte mit gut 26.000 Verkäufen den tiefsten Punkt. Gegenüber 2021 war damit mehr als ein Viertel des Marktes verschwunden. 2024 kam die Wende mit einem Plus von 18,7 Prozent, und 2025 hat sie sich mit weiteren 11,0 Prozent bestätigt. Gemessen am Tiefpunkt liegt die Region heute rund ein Drittel höher.

Auf die letzte Spalte lohnt der zweite Blick. Bei aller Erholung fehlen dem Rheinland gegenüber 2021 noch 5,4 Prozent. Zwei Jahre Aufwärtsbewegung haben zwei Jahre Einbruch also fast, aber nicht ganz ausgeglichen. Nur Düsseldorf ist wieder über dem Niveau von damals. Köln fehlen 3,9 Prozent, Bonn 4,4 Prozent, dem Rhein-Sieg-Kreis nur 1,6 Prozent. Am weitesten zurück liegen der Rhein-Erft-Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis.

Man kann das auch anders lesen. Wo die Preise am stärksten nachgegeben haben, ist der Markt am schnellsten zurückgekommen. Und wo Verkäufer nach 2021 am längsten gewartet haben, warten sie teilweise noch.

655 Mehrfamilienhäuser haben in Köln 2025 den Besitzer gewechselt. Das ist mehr als in jedem Jahr seit 2021, und dem Jahr vor der Zinswende fehlen gerade neun Objekte. Die Reihe lautet 664, dann 537, 461, 568 und nun 655. Kein anderer Teil des Kölner Marktes ist so nahe an sein altes Niveau zurückgekehrt.

Interessant wird es beim Geld. Die Summe der Kaufpreise ist in diesem Bereich um 47 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro gestiegen, also weit stärker als die Zahl der Verkäufe mit 15 Prozent. Rechnerisch heißt das, ein durchschnittliches Kölner Mehrfamilienhaus wurde 2025 für 1,87 Millionen Euro verkauft, im Jahr davor für 1,47 Millionen Euro. Die größeren Häuser sind zurück im Markt.

Noch eine Relation, die das Gewicht dieses Bereichs zeigt. Mehrfamilienhäuser sind in Köln nur 8,4 Prozent aller Verkäufe, machen aber 21,6 Prozent des gesamten Geldumsatzes von 5,68 Milliarden Euro aus. Und von den knapp 2.000 Mehrfamilienhaus-Verkäufen der acht Vergleichsregionen findet rund ein Drittel in Köln statt, während die Stadt bei allen Verkäufen zusammen auf knapp 23 Prozent kommt. Beim Wohninvestment ist Köln also überproportional stark. Das meint Judith, wenn sie von Köln als Taktgeber spricht.

294 Mehrfamilienhäuser wurden im Rhein-Sieg-Kreis verkauft. Das ist der höchste Wert aller Kreise in diesem Vergleich und liegt deutlich über dem, was Bonn im selben Jahr verzeichnet. Ein Landkreis vor einer Bundesstadt, und zwar nicht knapp.

Wer das für einen Zufall hält, sollte auf die Gesamtzahl schauen. Mit 6.251 Verkäufen ist der Rhein-Sieg-Kreis nach Köln der zweitgrößte Markt der Region und liegt nur 1,6 Prozent unter dem Niveau von 2021. Von allen acht Regionen ist er damit nach Düsseldorf am weitesten zurückgekehrt.

Der Grund ist alltäglich. Je knapper und teurer der Wohnraum in den großen Städten bleibt, desto mehr verteilt sich die Nachfrage in das Umland. Für viele Menschen ist Bonn der Arbeitsplatz und der Rhein-Sieg-Kreis der Wohnort. Dasselbe Muster zeigt sich zwischen Köln und dem Rhein-Erft-Kreis und zwischen Köln und dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Wer das Rheinland auf Köln, Bonn und Düsseldorf verkürzt, übersieht die Hälfte der Bewegung.

185 Mehrfamilienhäuser und gemischt genutzte Objekte wurden in Bonn verkauft. Prozentual ist das der stärkste Zuwachs, den ein Bonner Teilbereich 2025 hingelegt hat, ein Plus von 29,4 Prozent. Gleichzeitig ist es der einzige wohnungsnahe Bereich in Bonn, der noch spürbar unter 2021 liegt, nämlich um 9,3 Prozent.

Die eigentliche Aussage steckt auch hier im Geld. Während die Zahl der Verkäufe um 29,4 Prozent gestiegen ist, hat die Summe der Kaufpreise um 71 Prozent zugelegt. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern waren es im selben Jahr 9,5 Prozent, bei Eigentumswohnungen 13 Prozent. Der Wert eines durchschnittlich gehandelten Bonner Mehrfamilienhauses ist also deutlich gestiegen. Gekauft wurde nicht einfach mehr, gekauft wurde größer und besser.

Das passt zu einer Beobachtung, die sich durch den ganzen Bonner Markt zieht. Ein energetisch saniertes Haus und ein unsaniertes bewegen sich inzwischen in zwei verschiedenen Märkten, manchmal in derselben Straße. Wer 2025 gekauft hat, hat genau hingesehen.

Was man aus den drei Zahlen lesen kann

Das Geld läuft der Stückzahl voraus. In Köln stieg die Zahl der Kaufverträge um 8 Prozent, die Summe der Kaufpreise aber um 21 Prozent auf 5,68 Milliarden Euro. In Bonn wuchs sie von rund 1,1 auf rund 1,4 Milliarden Euro. Wenn das Geld schneller wächst als die Zahl der Verträge, verschiebt sich der Markt zu den größeren Objekten. 2025 war das Jahr, in dem diese wieder gehandelt wurden.

Die Erholung ist breit, aber nicht fertig. Alle acht Regionen liegen im Plus, die Korrektur der Jahre 2022 und 2023 ist abgeschlossen. Sieben von acht liegen aber weiter unter 2021. Das ist kein Widerspruch, sondern die normale Reihenfolge. Erst kommen die Verkäufe zurück, dann die Preise, und ganz zuletzt das alte Volumen.

Die Schwachstelle heißt Neubau. In Bonn wurden 2025 nur 107 neu gebaute Eigentumswohnungen erstmals verkauft, der niedrigste Wert seit mindestens 2010 und etwa ein Fünftel des Niveaus von 2014. In Köln sieht es anders aus, dort stieg die Zahl der Neubauverträge nach dem Tief von 2023 um 22 Prozent auf rund 450. Zusammen ergibt das eine Region, die im Bestand funktioniert und im Neubau nachhängt. Was heute nicht gebaut wird, fehlt in wenigen Jahren im Angebot.

„Der Investmentmarkt im Rheinland ist 2025 in allen acht Städten und Kreisen unseres Vergleichs gewachsen. Bei Mehrfamilienhäusern ist der Geldumsatz deutlich stärker gestiegen als die Zahl der Verträge. Das ist keine Rückkehr zum Markt von 2021, das ist ein neuer Markt. Käufer zahlen wieder für Substanz. Wer jetzt verkauft, bekommt einen Preis und keinen Zuschlag dafür, dass er lange gewartet hat.

Die vollständige Auswertung mit allen Teilmärkten, Stadtteilen und Preisniveaus steht in den KAMPMEYER Immobilienmarktberichten . Wenn Sie wissen möchten, was diese Bewegung für Ihre Immobilie bedeutet, sprechen Sie mit uns .