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title: "MastOpti(M)Um untersucht nährstoffangepasste Fütterung zur Emissionsminderung in Masthühnern in Bayern Kitzingen und NRW Haus Düsse; Erste belastbare Ergebnisse Ende 2026 erwartet."
sdDatePublished: "2026-07-30T14:04:00Z"
source: "https://lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/merkblaetter/projekt-mastoptimum_lfl-merkblatt.pdf"
topics:
  - name: "livestock farming"
    identifier: "medtop:20000215"
  - name: "agricultural technology"
    identifier: "medtop:20000759"
  - name: "air pollution"
    identifier: "medtop:20000425"
  - name: "scientific research"
    identifier: "medtop:20000735"
  - name: "water pollution"
    identifier: "medtop:20000429"
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
locations:
  - "North Rhine-Westphalia"
  - "Kitzingen"
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MastOpti(M)Um untersucht nährstoffangepasste Fütterung zur Emissionsminderung in Masthühnern in Bayern Kitzingen und NRW Haus Düsse; Erste belastbare Ergebnisse Ende 2026 erwartet.

Merkblatt Projekt MastOpti(M)Um

Impressum
Herausgeber: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Vöttinger Straße 38, 85354 Freising

www.LfL.bayern.de
Redaktion:
Institut für Tierhaltung, Tierernährung und Futterwirt­
schaft

Prof.-Dürrwaechter-Platz 2, 85586 Grub-Poing
E-Mail: ITF@LfL.bayern.de
Tel.: 08161/ 8640-7300
Fotos:
Titelbild: Pia Schulte-Huxel

alle anderen Bildquellen: siehe Bildunterschrift
Druck:
Wir machen Druck, Backnang

1. Auflage: Juli 2026
© LfL
alle Rechte beim Herausgeber, Schutzgebühr: 0,50 Euro
Kooperation & Förderung
Koordiniert wird das Verbundprojekt durch die
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL).
Zu den Projektpartnern gehören:
Projekt MastOpti(M)Um
Fütterung als Schlüssel zur
Emissionsminderung in der
Masthühnerhaltung
Bayerische Landesanstalt für
Landwirtschaft
LfL-Merkblatt
Interessiert? Hier geht‘s weiter!
www.lfl.bayern.de/angepasste-masthuhnfuetterung
Fazit
Das Projekt MastOpti(M)Um untersucht, wie sich
nährstoffangepasste Fütterungskonzepte weiter-
entwickeln lassen, um Emissionen und Nährstoff-
überschüsse zu senken, ohne Tiergesundheit, Leistung
und Wirtschaftlichkeit zu beeinträchtigen. Erste
belastbare Ergebnisse werden Ende 2026 erwartet.
Das Forschungsprojekt im Überblick
• Laufzeit: 2026 - 2028
• Tierart: Masthühner
• Untersuchungsstandorte: Versuchs- und
Bildungszentrum Geflügel, Staatsgut Kitzingen
(Bayern) und Versuchs- und Bildungszentrum
Landwirtschaft, Haus Düsse (Nordrhein-Westfalen)
• Fütterungsstrategien: Reduzierung von
Rohprotein und mineralischem Phosphor
• Untersuchungsschwerpunkte:
Nährstoffausscheidungen, Nährstoffansatz,
Ammoniakemissionen, Tiergesundheit, Leistung
und Wirtschaftlichkeit.

Wussten Sie schon?
Die Fütterung hat einen entscheidenden Einfluss auf die
Stickstoff- (N-) und Phosphor- (P-) Ausscheidungen in
der Geflügelmast und damit unmittelbar auf Ammoniak-
emissionen sowie Umweltwirkungen. Bereits heute setzen
viele Betriebe erfolgreich N-/P-reduzierte Fütterungs-
konzepte ein, um Nährstoffüberschüsse zu verringern.
Doch welches Potenzial steckt in einer weiteren Absenkung
der Rohproteinkonzentration und einer optimierten
Phosphorversorgung? Und lassen sich Ammoniak-
emissionen dadurch tatsächlich weiter reduzieren, ohne
Tiergesundheit oder Leistung zu beeinträchtigen? Mit
diesen Fragestellungen beschäftigt sich das Verbundprojekt
MastOpti(M)Um.

Was untersucht MastOpti(M)Um?
Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Antworten für die Praxis
zu liefern. Im Fokus stehen:
• Reduktion der Rohproteinkonzentration bei bedarfs­
gerechter Aminosäureversorgung
• Reduktion mineralischer Phosphorzulagen
• Auswirkungen verschiedener Fütterungskonzepte auf
Ammoniakemissionen im Stall
• Tiergesundheit, Leistung und Schlachtkörper-
zusammensetzung
• Unterschiede zwischen schnell und langsam wachsenden
Genotypen (Herkünften)
• Konventionelle und ökologische Masthühnerfütterung
• Ansatz von Stickstoff und Phosphor im Tierkörpernsatz von
Stickstoff und Phosphor im Tierkörper
Warum ist das wichtig?
• Weniger Stickstoffausscheidungen können
Ammoniakemissionen und damit die
Umweltbelastung verringern.
• Ein effizienter Phosphoreinsatz schont endliche
Rohstoffressourcen und trägt zur Verringerung von
Phosphoreinträgen in die Umwelt bei.
• Die Ergebnisse liefern praxisnahe Grundlagen für
Fütterungsberatung, betriebliche Entscheidungen
und Genehmigungsverfahren.
• Damit unterstützt das Projekt die Umsetzung aktueller
Anforderungen des Umwelt- und Emissionsrechts in
der Praxis.
Unsere Untersuchungen...
... erfolgen an zwei Standorten in Deutschland:
• im Süden: Versuchs- und Bildungszentrum Geflügel
der Bayerischen Staatsgüter in Kitzingen
• im Westen: Versuchs- und Bildungszentrum
Landwirtschaft Haus Düsse der
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Die Untersuchungen werden zeitgleich an beiden Stand-
orten durchgeführt. Die Tiere stammen aus demselben
Schlupf und erhalten identische Futtermischungen. So
lassen sich Standort- und Umwelteinflüsse differenzierter
analysieren.
Umfassende Bewertung der Fütterungskonzepte
Eine neu entwickelte mobile Messhaube erfasst
Ammoniakemissionen direkt an der Entstehungs-
quelle (Mistmatratze). Dadurch lassen sich die
Emissionspotenziale verschiedener Fütterungs-
konzepte praxisnah vergleichen.
Darüber hinaus werden folgende Merkmale
untersucht:
• Mastleistung und Schlachtkörperzusammensetzung
• Fußballengesundheit, Gefiederzustand und
Lauffähigkeit
• Knochenstabilität
• Einstreuqualität
• Untersuchung des Stickstoff- und Phosphoransatzes
im Tierkörper
Was bringt die Forschung für die Praxis?
• Weiterentwicklung N-/P-reduzierter Fütterungs-
konzepte zur effizienteren Nutzung von Stickstoff und
Phosphor
• Bessere Abschätzung von Emissions-
minderungspotenzialen
• Datengrundlage für präzise, betriebliche
Nährstoffbilanzen
• Entscheidungsgrundlagen für Beratung und
Genehmigungspraxis
Laboranalyse an der Universität Göttingen (Foto: Universität Göttingen)
Masthühner am Staatsgut Kitzingen (Foto: LfL)
Untersuchung des Fußballens eines Masthuhns
(Foto: Pia Schulte-Huxel)