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title: "LfL OptiLeg Junghennenaufzucht in Kitzingen und Haus Düsse NRW; längere Legehennenhaltung erhöht Wirtschaftlichkeit"
sdDatePublished: "2026-07-30T14:05:00Z"
source: "https://lfl.bayern.de/mam/cms07/publikationen/daten/merkblaetter/projekt-optileg_lfl-merkblatt.pdf"
topics:
  - name: "livestock farming"
    identifier: "medtop:20000215"
  - name: "scientific research"
    identifier: "medtop:20000735"
  - name: "sustainability"
    identifier: "medtop:20001374"
locations:
  - "North Rhine-Westphalia"
  - "Kitzingen"
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LfL OptiLeg Junghennenaufzucht in Kitzingen und Haus Düsse NRW; längere Legehennenhaltung erhöht Wirtschaftlichkeit

Merkblatt zum Projekt OptiLeg

Das Forschungsprojekt im Überblick:
• Laufzeit: 2023 – 2026
• Tierart: Jung- und Legehennen
• Untersuchungsstandorte:
Versuchs- und Bildungszentrum Geflügel,
Staatsgut Kitzingen (Bayern) und Versuchs- und
Bildungszentrum Landwirtschaft, Haus Düsse
(Nordrhein-Westfalen)
• Fütterungs- und Haltungsstrategien:
Variation der Fasergehalte und Öffnungszeitpunkte
der Volierenanlage während der
Junghennenaufzucht
• Untersuchungsschwerpunkte:
Leistung, Wirtschaftlichkeit, Tiergesundheit,
Tierwohl und Nährstoffansatz
• Projektbeteiligte:
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL),
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen,
Universität Rostock, Bayerische Staatsgüter (BaySG)
Impressum
Herausgeber: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Vöttinger Straße 38, 85354 Freising

www.LfL.bayern.de
Redaktion:
Institut für Tierhaltung, Tierernährung und
Futterwirtschaft

Prof.-Dürrwaechter-Platz 2, 85586 Grub-Poing
E-Mail: ITF@LfL.bayern.de
Tel.: 08161/8640-7300
Fotos:
LfL

1. Auflage: Juli 2026
© LfL
alle Rechte beim Herausgeber, Schutzgebühr 0,50 €
Fazit
Das Projekt OptiLeg untersucht, wie sich unterschied­
liche Haltungs- und Fütterungsbedingungen in der
Junghennenaufzucht auf die spätere Entwicklung
von Legehennen auswirken. Ziel ist es, wissen­
schaftlich fundierte und praxistaugliche Ansätze zu
entwickeln, um die Haltungsdauer von Legehennen
unter Berücksichtigung von Tierwohl, Tiergesundheit,
Umwelt und Wirtschaftlichkeit zu verlängern.
Projekt OptiLeg
Optimierte Junghennenaufzucht:
Schlüssel zur verlängerten
Haltungsdauer von
Legehennen?
Bayerische Landesanstalt für
Landwirtschaft
LfL-Merkblatt
Weitere Infos finden Sie auf unserer Projektwebsite
lfl.bayern.de/optimierte-junghennenaufzucht
oder über den QR-Code.
Kooperation & Förderung
Koordiniert wird das Verbundprojekt durch die
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)
Zu den Projektpartnern gehören:

Wussten Sie schon?
Die Kosten für Junghennen sind in den vergangenen Jahren
deutlich gestiegen. Ein Grund dafür ist das seit 2022 geltende
Verbot, Eintagsküken direkt nach dem Schlupf zu töten.
Eine längere Haltungsdauer von Legehennen kann die
anteiligen Junghennenkosten je erzeugtem Ei senken und
die Wirtschaftlichkeit der Legehennenhaltung verbessern.
Gleichzeitig ist es aus ethischer Sicht sinnvoll, leistungs­
fähige Herden länger zu nutzen. Für Tierhalter bringt eine
verlängerte Legeperiode jedoch auch Herausforderungen
mit sich: Mit zunehmendem Alter der Hennen nimmt
unter anderem die Stabilität der Eischalen ab, wodurch
mehr Brucheier entstehen, die nicht mehr als Konsumeier
vermarktet werden können.

Was untersucht OptiLeg?
Ziel ist es, die Haltungsdauer von Legehennen durch
optimierte Haltungs- und Fütterungsbedingungen in der
Junghennenaufzucht zu verlängern. Dabei stehen Tierwohl,
Tiergesundheit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt gleicher­
maßen im Fokus.
In diesem Projekt werden während der Junghennenaufzucht
verschiedene Haltungs- und Fütterungsbedingungen
miteinander verglichen:
• zwei Futtermischungen mit unterschiedlichen
Fasergehalten
• zwei Zeitpunkte für die Öffnung der Volierenanlage

Zusätzlich werden Ganzkörperanalysen durchgeführt, um
den Phosphor- und Stickstoffansatz im Körper der
Junghennen zu bewerten. Anschließend wird untersucht,
wie sich die unterschiedlichen Aufzuchtbedingungen auf
Leistung, Tierwohl und Tiergesundheit der Legehennen
während der gesamten Legeperiode auswirken.
Warum ist das wichtig?
Die Legehennenhaltung steht vor großen
Herausforderungen: Seit dem Verbot der Tötung von
Eintagsküken sind die Kosten für Junghennen
deutlich gestiegen. Eine längere Haltung leistungsfähiger
Legehennen kann helfen, die anfallenden Kosten besser
zu verteilen und die Wirtschaftlichkeit der Eierproduktion
zu verbessern. Gleichzeitig trägt sie dazu bei, Ressourcen
effizienter zu nutzen und die Umwelt zu entlasten.
Auch aus Sicht des Tierwohls ist eine längere Nutzung
gut entwickelter Tiere sinnvoll – vorausgesetzt, die
Tiergesundheit bleibt auf einem guten Niveau.
Genau hier setzt das Projekt OptiLeg an.

Unsere Untersuchungen…
… im Projekt OptiLeg erfolgten an zwei Standorten in
Deutschland:
Junghennenaufzucht im Süden:
Versuchs- und Bildungszentrum Geflügel der Bayerischen
Staatsgüter am Standort Kitzingen
Legehennenhaltung im Westen:
• Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft
Haus Düsse der Landwirtschaftskammer
Nordrhein-Westfalen
Durch die enge Zusammenarbeit der beiden Standorte
können Auswirkungen der Aufzuchtbedingungen auf
die spätere Legephase umfassend untersucht werden.
Was wird untersucht?
Das Projekt OptiLeg ist in mehrere Arbeitspakete
gegliedert und wird von verschiedenen
Projektpartnern durchgeführt.
Junghennenaufzucht (Staatsgut Kitzingen):
• Vergleich verschiedener Fütterungs- (unterschied­
liche Fasergehalte) und Haltungsbedingungen
(unterschiedliche Zeitpunkte der Volierenöffnung)
• Erfassung von Leistungs- und Tierwohlmerkmalen,
Magenentwicklung und Knochenbruchfestigkeit
• Ganzkörperanalysen zur Erfassung des
Nährstoffansatzes von Junghennen
Legephase (Haus Düsse):
• Einheitliche Fütterung und Haltung aller Gruppen
• Erfassung von Leistungs- und Tierwohlmerkmalen
sowie der Eiqualität
• Erfassung der Daten bis zur 84. Lebenswoche
Alle Ergebnisse werden über den gesamten
Projektzeitraum dokumentiert, ausgewertet und für
die Praxis aufbereitet.
Erste Ergebnisse
Erste Auswertungen zeigen Unterschiede zwischen
den untersuchten Haltungs- und Fütterungsvarianten:
• Junghennen, die die Voliere früher verlassen
konnten (Tag 14), waren bei der Umstallung in den
Legehennenstall im Durchschnitt schwerer als Tiere
mit späterem Öffnungszeitpunkt (Tag 28)
• Tiere mit erhöhtem Fasergehalt im Futter waren
etwas leichter als Tiere der Kontrollfütterung
• Eine frühere Öffnung der Voliere führte zu weniger
Haut- und Federveränderungen während der
Aufzuchtphase
Weitere Daten befinden sich derzeit in der Auswertung.
Aktuelle Ergebnisse werden fortlaufend auf der
Projekthomepage veröffentlicht.
Junghennen im Scharrbereich
Junghennen bei geöffneter Voliere