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title: "Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Waldbaulicher Umgang mit der Aspe im Klimawandel Online-Tagung; Auszeichnung zum Baum des Jahres 2026"
sdDatePublished: "2026-07-30T13:18:00Z"
source: "https://lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/03_waldbau_mit_der_aspe_dr._hans-joachim_klemmt.pdf"
topics:
  - name: "forestry and timber"
    identifier: "medtop:20000214"
  - name: "climate change"
    identifier: "medtop:20000418"
  - name: "conservation"
    identifier: "medtop:20000420"
  - name: "forests"
    identifier: "medtop:20000433"
locations:
  - "Bavaria"
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Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft Waldbaulicher Umgang mit der Aspe im Klimawandel Online-Tagung; Auszeichnung zum Baum des Jahres 2026

Bayerische Landesanstalt
für Wald und Forstwirtschaft
Waldbaulicher Umgang mit der Aspe im
Klimawandel
Online-Tagung Baum des Jahres 2026
Dr. Hans-Joachim Klemmt, Abteilung „Waldbau, Waldwachstum und Inventuren“
Foto: Christoph Josten (LWF)

Aufbau
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Einleitung
Zahlen
Zum Vorkommen der Aspe (in Bayern)
Zum Wachstum der Baumart Aspe
Arteigenschaften, die es waldbaulich zu beachten gilt
Praktischer Waldbau mit der Aspe
Wiederbewaldung
Ersatzbaumart
Mischbaumart
Waldbauliche „Leitlinien“
Zusammenfassung und Diskussion

Einleitung
3/ 11
3
Vorkommen
Wandel der Sicht auf die Aspe
Auszeichnung zum Baum des Jahres 2026
Foto: Norbert
Wimmer (LWF)

Zahlen (1)
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Zum Vorkommen der Aspe in Bayern
Vorkommen in nahezu ganz Bayern (BWI 4)
Überdurchschnittliche Anteile an Inventurpunkten
am Waldrand

Zahlen (2)
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Zum Wachstum der Aspe
Wenige waldwachstumskundliche Untersuchungen
Wachstumsgang von Pionierbaumarten
Sehr rasches Jugendwachstum!
Später nachlassend
Hohe Volumenleistungen bereits in jungen
Jahren!

Arteigenschaften, die es waldbaulich zu beachten gilt
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Aspe = Pionierbaumart
Nahezu jährliche Fruktifikation und Bildung großer
Samenmengen
Geringe Schattentoleranz
Härte gegenüber Freiflächenbedingungen
Rasches Jugendwachstum
Meist geringe Lebensdauer
Weiterhin:
Schlechte natürliche Astreinigung
Hohe Immissions- und Salztoleranz
Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8791

Ökonomie vs. Ökologie
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Holzmarkt und Verwendung
Aspe: Geringe Rohdichte -> niedrigere Heizleistung als Birke oder
Nadelholz; höheren Trocknungsaufwand
Aspenholz erzielt deutlich geringere Preise als andere Holzarten
=> Kein wirtschaftlicher Ersatz für viele andere Baumarten
Unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Gründe:
Aspenanteile aus ökologischen Gründen gezielt fördern aber aus
wirtschaftlicher Sicht bemessen halten
Naturschutzförderung für Biotopbäume und Altholzinseln nutzen
Foto: Johann Geiger (LWF)
Foto: Johann Geiger (LWF)

Praktischer Waldbau mit der Aspe
8/ 11.
Wiederbewaldung von Schad- und Kahlflächen
Ersatzbaumart für Esche
Risikoarme, ökologisch wertvolle Mischbaumart im
Klimawandel

Foto: Wolfram Rothkegel (ehem. LWF)
Foto: Peter Amann (waldwissen.net)
Foto: Norbert Wimmer (LWF)

Waldbauliche Leitlinien (– Z-Baum-Strategie)
9/ 11
Foto: Wolfram Rothkegel (ehem. LWF)
Foto: Peter Amann (waldwissen.net)
Phase 1:
Übernahme aus
Naturverjüngung,
Saat (Pflanzung)
0 - 10 Jahre
Phase 2:
Z-Baumauswahl
~1 Z-Baum/ ar
    ~ 10 Jahre
Phase 4:
Einzelbaumernte
und Erhalt
Biotopbäume
    ~ ab 35 Jahre
Phase 3:
Konsequente
Kronenfreistellung
der Z-Bäume
    ~ 10-35 Jahre
•
Naturverjüngung bevorzugen – Aspe kommt häufig von selbst!
•
Z-Bäume ab BHD 12-14 cm auswählen und konsequent und kräftig in der Krone freistellen
•
Ab Alter ~35 Jahre: dimensionsstarke Aspen einzelbaumweise ernten
•
Einzelne Aspen dauerhaft als Biotopbäume belassen – ökologischer Mehrwert für
Höhlenbrüter und Totholzbewohner

Zusammenfasssung + Diskussion
10/ 11
10
Foto: Wolfram Rothkegel (ehem. LWF)
Foto: Peter Amann (waldwissen.net)
Fazit: Bemessene Beteiligung mit klarer Strategie
Risikoarme Zukunftsbaumart
Klimavage, standortflexibel und ökologisch wertvoll – die Aspe ist
fit für den Klimawandel
Naturverjüngung nutzen
Die Aspe kommt oft von selbst – frühzeitig Weichen stellen:
fördern oder konsequent begrenzen
Drei Einsatzfelder
Vorwald auf Schadflächen · Eschenersatz · Mischbaumart mit Z-
Baum-Pflege
Anteile bemessen halten
Ökologischer Mehrwert ja – wirtschaftliche Übergewichtung nein.
Qualität vor Quantität
„Die einheimische, ökologisch stabile, unkomplizierte und kostenlose Aspe vermehrt in unseren Waldbau zu integrieren ist eigentlich
naheliegend." – Amann, 2024

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
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Foto: Wolfram Rothkegel (ehem. LWF)
Foto: Norbert Wimmer (LWF)
Kontakt:
Dr. Hans-Joachim Klemmt
Abteilung „Waldbau,
Waldwachstum und Inventuren“
Telefon: 08161/ 4591-301
eMail: hans-
joachim.klemmt@lwf.bayern.de