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title: "Sachsen und Brandenburg; vertiefen wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit in der Lausitz Bund-Länder-Gremium rasch umsetzen"
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Sachsen und Brandenburg; vertiefen wasserwirtschaftliche Zusammenarbeit in der Lausitz Bund-Länder-Gremium rasch umsetzen

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

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Medieninformation
Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
Ihre Ansprechpartnerin
Corinna Saring
Durchwahl
Telefon +49 351 564 20040
Telefax +49 351 564 20007
presse@smul.sachsen.de*
30.07.2026
Wasserwirtschaftliche Zukunft der Lausitz – Sachsen und
Brandenburg bauen Zusammenarbeit aus
Sachsen und Brandenburg wollen ihre enge Zusammenarbeit zur
Bewältigung der wasserwirtschaftlichen Herausforderungen im Lausitzer
Revier weiter stärken. Bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Besuch am
Speicherbecken Lohsa II sowie am Bärwalder See tauschten sich
Staatsminister
Georg-Ludwig
von
Breitenbuch
und
Brandenburgs
Umweltministerin Hanka Mittelstädt über die künftigen Herausforderungen
des Bergbauwassermanagements und des Wasserhaushalts in der Lausitz
aus. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen von Kohleausstieg,
Strukturwandel und Klimarisiken auf die Wasserverfügbarkeit sowie die
Notwendigkeit eines abgestimmten Vorgehens von Ländern und Bund.
Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Die wasserwirtschaftliche
Zukunft der Lausitz entscheidet sich nicht an Ländergrenzen. Die
anstehenden Aufgaben – von der abschließenden Sanierung der
Bergbaufolgelandschaften über die steigenden Wasserbedarfe infolge des
Strukturwandels bis hin zur klimaresilienten Entwicklung unserer Gewässer
– können nur im engen Zusammenwirken aller beteiligten Akteure bewältigt
werden. Der jüngste Beschluss der Umweltministerkonferenz zur Stärkung
der Wasserresilienz bietet dafür eine wichtige Grundlage. Unser Ziel ist es,
die bestehenden länderübergreifenden Strukturen weiter zu stärken und
den Bund noch intensiver in die Mitverantwortung einzubinden.«
Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt: »Die Herstellung eines
ausgeglichenen Wasserhaushalts nach dem Ende des Kohleabbaus in der
Lausitz ist eine Generationenaufgabe. Die Entwicklung der Restlochkette
zeigt, dass die Sanierung der Tagebaulandschaft erfolgreich gelingen
kann. Gleichzeitig leistet sie durch ihre speicherwirtschaftliche Nutzung
einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Wasserdargebots in der
Schwarzen Elster – also der verfügbaren und nutzbaren Wassermenge.
In den kommenden Jahren wird die Verantwortung für die Restlochkette
nach dem Ende der Bergaufsicht schrittweise auf das Land übergehen. Um
Hausanschrift:
Sächsisches Staatsministerium
für Umwelt und Landwirtschaft
Wilhelm-Buck-Straße 4
01097 Dresden
https://www.smul.sachsen.de
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diese Herausforderungen zu bewältigen, ist eine enge länderübergreifende
Zusammenarbeit unerlässlich. Denn eines ist klar: Wasser kennt keine
Ländergrenzen. Der Austausch und die Zusammenarbeit sind sehr gut.«
Im Gespräch verständigten sich von Breitenbuch und Mittelstädt zu
den wesentlichen wasserwirtschaftlichen Aufgaben der kommenden
Jahre. Dazu zählen eine prognostische Wasserbilanzierung für die
kommenden Jahrzehnte, die Weiterentwicklung der wasserwirtschaftlichen
Bergbauspeicher sowie der Aufbau belastbarer Planungsgrundlagen
und -instrumente wie das Grundwassermodell Lausitz. Sachsen und
Brandenburg arbeiten hierbei seit vielen Jahren eng und konstruktiv
zusammen, unter anderem in der länderübergreifenden Arbeitsgruppe
Flussgebietsbewirtschaftung Spree - Schwarze Elster - Lausitzer Neiße
(AG FGB) der Länder Sachsen, Brandenburg und Berlin, sowie in der
Bund-Länder-Arbeitsgruppe Großraummodell Lausitz zur Erarbeitung des
Grundwassermodells Lausitz. Besonders hervorzuheben ist weiterhin die im
Mai 2024 gegründete Geschäftsstelle der AG FGB in Hoyerswerda (https://
wassermanagement-lausitz.de). Zudem wurde angesichts der aktuellen
Niedrigwasserlage Anfang dieser Woche die Ad-hoc-Arbeitsgruppe
Extremsituation für das Spreegebiet einberufen. Darin stimmen die
Länder Brandenburg, Sachsen und Berlin kurzfristig erforderliche
Bewirtschaftungsmaßnahmen ab. Diese Strukturen bilden das Rückgrat
für die Bewältigung der wasserwirtschaftlichen Aufgaben, die durch
Kohleausstieg und Klimarisiken weiter an Bedeutung gewinnen.
Beide Minister bekräftigten zudem die Notwendigkeit, gegenüber dem Bund
weiterhin geschlossen aufzutreten. Im Mittelpunkt steht dabei die zügige
Umsetzung des Beschlusses der Umweltministerkonferenz zur Einrichtung
eines Bund-Länder-Gremiums. Ziel ist es, die wasserwirtschaftliche
Sanierung der Braunkohlenfolgelandschaften koordiniert voranzubringen
und langfristig einen sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalt
im Lausitzer Revier zu ermöglichen.