---
title: "Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen treffen sich am Geiseltalsee, Merseburg zum Strukturwandel-Gipfel; Forderungen an den Bund formuliert."
sdDatePublished: "2026-07-30T17:19:00Z"
source: "https://medienservice.sachsen.de/medien/news/1099043/download_pdf"
topics:
  - name: "regional development policy"
    identifier: "medtop:20001174"
  - name: "chemicals"
    identifier: "medtop:20000217"
  - name: "vocational education"
    identifier: "medtop:20001216"
  - name: "tourism"
    identifier: "medtop:20000564"
  - name: "agricultural technology"
    identifier: "medtop:20000759"
locations:
  - "Berlin"
  - "Merseburg"
  - "Naumburg"
  - "Köthen"
  - "Sachsen-Anhalt"
  - "Thüringen"
  - "Sachsen"
---


Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen treffen sich am Geiseltalsee, Merseburg zum Strukturwandel-Gipfel; Forderungen an den Bund formuliert.

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

Seite 1 von 3
Medieninformation
Sächsische Staatskanzlei
Ihr Ansprechpartner
Ralph Schreiber
Durchwahl
Telefon +49 351 564 10300
Telefax +49 351 564 10309
presse@sk.sachsen.de*
30.07.2026
Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Sachsen und
Thüringen setzen gemeinsames Zeichen für ein starkes
Mitteldeutschland und verabschieden Erklärung zu
Sozialreformen
Merseburg (30. Juli 2026) - Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt,
Sachsen und Thüringen, Sven Schulze, Michael Kretschmer und Mario Voigt,
haben sich heute am Geiseltalsee zu einem Strukturwandel-Gipfel getroffen.
Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft,
Bildung und den Kommunen informierten sich die drei Regierungschefs über
aktuelle Strukturwandelprojekte. Im Mittelpunkt der Gespräche standen
die wirtschaftliche Entwicklung, die Fachkräftesicherung, Innovationen und
neue Wertschöpfung für die Region. Ziel ist es, den Strukturwandel weiter
voranzubringen und die Chancen des Mitteldeutschen Reviers konsequent
zu nutzen.
Erfolgsprojekte zeigen den Wandel der Region
An verschiedenen Stationen im Mitteldeutschen Revier machten sich
die Ministerpräsidenten ein Bild davon, wie der Strukturwandel die
Region bereits verändert. Sie informierten sich über den Bildungscampus
Naumburg, der mit rund 45 Millionen Euro aus Mitteln des Just Transition
Fund gefördert wird, das Mitteldeutsche Bildungszentrum Bitterfeld-Wolfen,
das Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützt und neue Aus-,
Fort- und Weiterbildungsangebote entwickelt, sowie das Forschungsprojekt
»Digitalisierung panzlicher Wertschöpfungsketten« (DiP), das neue digitale
Lösungen für eine nachhaltige Bioökonomie entwickelt.
In Leuna informierten sich die Ministerpräsidenten über den Bau der
weltweit ersten Biorafnerie von UPM Biochemicals. Hier entstehen aus
nachhaltig gewonnener Laubholz-Biomasse biobasierte Chemikalien für
eine klimafreundliche Industrie der Zukunft.
Hausanschrift:
Sächsische Staatskanzlei
Archivstr. 1
01097 Dresden
www.sk.sachsen.de
Verkehrsverbindung:
Zu erreichen mit den
Straßenbahnlinien 3, 6, 7, 8, 9, 13
Für Besucher mit Behinderungen
benden sich gekennzeichnete
Parkplätze am Königsufer.
Für alle Besucherparkplätze
gilt: Bitte beim Pfortendienst
melden.
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

Seite 2 von 3
Die Stationen zeigen, wie der Strukturwandel Innovationen fördert,
Unternehmen stärkt und den Menschen im Mitteldeutschen Revier neue
Perspektiven eröffnet.
Der Geiseltalsee als Symbol des Strukturwandels
Der Geiseltalsee ist eines der sichtbarsten Beispiele für den gelungenen
Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier. Wo früher Braunkohle gefördert
wurde, ist einer der größten künstlichen Seen Deutschlands entstanden.
Heute steht die Region für neue Chancen – als Tourismus- und
Erholungsstandort, als Wirtschaftsraum und als lebenswerte Heimat. Der
Geiseltalsee zeigt, wie sich eine Region mit gemeinsamen Anstrengungen
erfolgreich neu entwickeln kann.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze: »Wenn ich heute durch
das Mitteldeutsche Revier fahre, sehe ich, was möglich ist. Aus ehemaligen
Tagebauen entstehen neue Unternehmen, moderne Arbeitsplätze und
Perspektiven für junge Menschen. Genau das ist unser Ziel. Der
Strukturwandel soll nicht auf dem Papier stattnden, sondern im Alltag
der Menschen ankommen. Ich bin überzeugt: Unsere Heimat hat alles, was
sie für eine erfolgreiche Zukunft braucht.« Gemeinsam mit Sachsen und
Thüringen wollen wir dafür sorgen, dass aus den Veränderungen dauerhaft
neue Chancen für die Menschen vor Ort entstehen.«
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer: »Der Strukturwandel
gelingt nur, wenn wir als Länder mit den Kommunen und dem Bund
gemeinsam handeln und zwar dort, wo Zukunft wirklich entsteht: in
unseren Regionen und mit den Menschen vor Ort. Sachsen, Sachsen-
Anhalt und Thüringen haben viele historische, kulturelle und wirtschaftliche
Verbindungen und eine gemeinsame Vorstellung von Zukunft. Wir
bringen unsere Erfahrungen in den industriellen Wandel ein und
schaffen so einen gemeinsamen Wettbewerbsvorteil. Dafür brauchen
wir schnellere Entscheidungen, mehr Investitionen und verlässliche
Rahmenbedingungen.«
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt: »Der Strukturwandel zeigt, was
unsere Region leisten kann. Mitteldeutschland hat in den vergangenen
Jahrzehnten tiefgreifende Veränderungen bewältigt und daraus neue
wirtschaftliche Stärke entwickelt. Diese Erfahrung wollen wir gemeinsam
nutzen – um Innovationen voranzubringen, gute Arbeitsplätze zu schaffen
und die Interessen Mitteldeutschlands mit einer starken Stimme in Berlin
zu vertreten.«
Zudem haben die Ministerpräsidenten eine gemeinsame Erklärung
verabschiedet, in der sie Forderungen an den Bund formulieren. Ziel ist,
die Lebenswirklichkeit und die Lebensleistung der Menschen im Osten
stärker zu berücksichtigen. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die
anstehenden Sozialreformen. So sprechen sich die Ministerpräsidenten
gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren
aus und fordern einen besonderen Vertrauensschutz für ostdeutsche
Erwerbsbiograen. Sie verlangen, dass die geplante Kapitaldeckung die
gesetzliche Rente nicht schwächt und die Frühstart-Rente zügig für alle
Jahrgänge umgesetzt wird. In der Pege fordern sie eine Begrenzung der

Seite 3 von 3
Eigenanteile, eine stärkere Finanzierung versicherungsfremder Leistungen
aus Steuermitteln und eine Stärkung der häuslichen Pege.
Medien:
Dokument: Gemeinsame Erklärung der Ministerpräsidenten von
Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen