Georg-Ludwig von Breitenbuch und Hanka Mittelstädt; grenzüberschreitende Wasserwirtschaft Lausitz gestärkt am Lohsa II und Bärwalder See; Bund-Länder-Koordination vorangetrieben
Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam Pressesprecher Kontakt: Gabriel Hesse Potsdam, 30. Juli 2026 Pressemitteilung Nummer: 160/2026 Telefon: 0331 866-7011 0331 866-7019 Mobil: 0174 6999572 E-Mail: pressestelle@mleuv.brandenburg.de Internet: https://mleuv.brandenburg.de Social Media Wasserwirtschaftliche Zukunft der Lausitz – Sachsen und Brandenburg bauen Zusammenarbeit aus
Sachsen und Brandenburg wollen ihre enge Zusammenarbeit zur Bewältigung der wasserwirt- schaftlichen Herausforderungen im Lausitzer Revier weiter stärken. Bei einem gemeinsamen Vor-Ort-Besuch am Speicherbecken Lohsa II sowie am Bärwalder See tauschten sich Staatsmi- nister Georg-Ludwig von Breitenbuch und Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt über die künftigen Herausforderungen des Bergbauwassermanagements und des Wasserhaus- halts in der Lausitz aus. Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen von Kohleausstieg, Struktur- wandel und Klimarisiken auf die Wasserverfügbarkeit sowie die Notwendigkeit eines abge- stimmten Vorgehens von Ländern und Bund. Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: „Die wasserwirtschaftliche Zukunft der Lausitz ent- scheidet sich nicht an Ländergrenzen. Die anstehenden Aufgaben – von der abschließenden Sanierung der Bergbaufolgelandschaften über die steigenden Wasserbedarfe infolge des Strukturwandels bis hin zur klimaresilienten Entwicklung unserer Gewässer – können nur im engen Zusammenwirken aller beteiligten Akteure bewältigt werden. Der jüngste Beschluss der Umweltministerkonferenz zur Stär- kung der Wasserresilienz bietet dafür eine wichtige Grundlage. Unser Ziel ist es, die bestehenden län- derübergreifenden Strukturen weiter zu stärken und den Bund noch intensiver in die Mitver- antwortung einzubinden.“ Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt: „Die Herstellung eines ausgeglichenen Wasserhaushalts nach dem Ende des Kohleabbaus in der Lausitz ist eine Generationenaufgabe. Die Entwicklung der Restlochkette zeigt, dass die Sanierung der Tagebaulandschaft erfolgreich gelingen kann. Gleichzeitig leistet sie durch ihre speicherwirtschaftliche Nutzung einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Wasserdargebots in der Schwarzen Elster – also der verfügbaren und nutzbaren Wassermenge. In den kommenden Jahren wird die Verantwortung für die Restlochkette nach dem Ende der Bergaufsicht schrittweise auf das Land übergehen. Um diese Herausforderungen zu bewälti- gen, ist eine enge länderübergreifende Zusammenarbeit unerlässlich. Denn eines ist klar: Wasser kennt keine Ländergrenzen. Der Austausch und die Zusammenarbeit sind sehr gut.“
Potsdam, 30. Juli 2026 Pressemitteilung Seite 2 von 2 Im Gespräch verständigten sich von Breitenbuch und Mittelstädt zu den wesentlichen wasserwirt- schaftlichen Aufgaben der kommenden Jahre. Dazu zählen eine prognostische Wasserbilanzierung für die kommenden Jahrzehnte, die Weiterentwicklung der wasserwirtschaftlichen Bergbauspeicher sowie der Aufbau belastbarer Planungsgrundlagen und -instrumente wie das Grundwassermodell Lau- sitz. Sachsen und Brandenburg arbeiten hierbei seit vielen Jahren eng und konstruktiv zusammen, un- ter anderem in der länderübergreifenden Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung Spree - Schwarze Elster - Lausitzer Neiße (AG FGB) der Länder Sachsen, Brandenburg und Berlin, sowie in der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Großraummodell Lausitz zur Erarbeitung des Grundwassermodells Lausitz. Besonders hervorzuheben ist weiterhin die im Mai 2024 gegründete Geschäftsstelle der AG FGB in Hoyerswerda (https://wassermanagement-lausitz.de). Zudem wurde angesichts der aktuellen Niedrigwasserlage Anfang dieser Woche die Ad-hoc-Arbeitsgruppe Extremsituation für das Spreege- biet einberufen. Darin stimmen die Länder Brandenburg, Sachsen und Berlin kurzfristig erforderliche Bewirtschaftungsmaßnahmen ab. Diese Strukturen bilden das Rückgrat für die Bewältigung der was- serwirtschaftlichen Aufgaben, die durch Kohleausstieg und Klimarisiken weiter an Bedeutung gewin- nen. Beide Minister bekräftigten zudem die Notwendigkeit, gegenüber dem Bund weiterhin geschlossen aufzutreten. Im Mittelpunkt steht dabei die zügige Umsetzung des Beschlusses der Umweltminister- konferenz zur Einrichtung eines Bund-Länder-Gremiums. Ziel ist es, die wasserwirtschaftliche Sa- nierung der Braunkohlenfolgelandschaften koordiniert voranzubringen und langfristig einen sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalt im Lausitzer Revier zu ermöglichen.