Germany SailGP Team gewinnt Rennsieg mit dem 18-Meter-Wing in Portsmouth; Finale verpasst, Gesamtplatz zehn, Fokus Sassnitz-Vorbereitung auf Bedingungen
Portsmouth: Sieg im Rennen, Rang zehn im Event
Das Germany SailGP Team nimmt einen Rennsieg aus Portsmouth mit. In der Event-Wertung beendet die Crew um Steuermann Erik Kosegarten-Heil den England Grand Prix auf Platz zehn.
Portsmouth ließ wenig Zeit zum Sortieren. Im Split-Fleet-Format segelte jedes Team fünf Rennen: drei am Samstag, zwei am Sonntag. Bei starkem Südwestwind jagten die F50 mit dem 18-Meter-Wing mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde über den Kurs.
Der Auftakt misslang. Nach einem schwachen Start fand das deutsche Team im ersten Rennen keine gute Position auf dem Kurs und kam als Sechstes ins Ziel. Im zweiten Lauf arbeitete sich die Crew auf Rang vier vor. Im letzten Rennen des Tages gelang ein deutlich besserer Start. Deutschland ging als Sprint Leader in Führung. Kurz darauf geriet der F50 bei hoher Geschwindigkeit unmittelbar am kreisrunden Spitbank Fort aus der Balance. Wing-Trimmer Kevin Peponnet öffnete im entscheidenden Moment den Wing, Erik steuerte gegen. Die Crew verhinderte eine Kenterung, verlor jedoch die Führung und beendete das Rennen auf Platz sechs. Die SailGP-Kommentatoren sprachen von der „Rettung des Tages“.
„Das war ein Fehler in der Kommunikation, der uns unter extremem Druck passiert ist und so nicht vorkommen darf“, sagte Erik anschließend. Kevin und das gesamte Team hätten schnell reagiert und Schlimmeres verhindert. Entscheidend sei gewesen, die Situation abzuhaken und den Kopf für den zweiten Renntag freizubekommen.
Am Sonntag waren die Bedingungen mit 30 bis 40 Kilometern pro Stunde Wind und böigen Drehern von Land noch anspruchsvoller. Gesegelt wurde mit dem 18-Meter-Wing, High-Speed-Foils und kleinen Rudern.
Im ersten Rennen passte der Start. Der deutsche F50 übernahm die Führung und schoss mit mehr als 91 Kilometern pro Stunde um die erste Marke. Nach Gate drei baute das Team den Vorsprung weiter aus. Selbst eine Boundary-Penalty auf den letzten Metern brachte den Sieg nicht mehr in Gefahr.
„Ein guter Start hat sehr geholfen“, sagte Erik. „Dann hat man alle Entscheidungen selbst in der Hand und wird nicht von anderen Teams diktiert. Der Schlüssel waren ein guter Start und gute Manöver.“
Im zweiten Lauf geriet Deutschland bereits vor dem Start unter Druck. Frankreich drängte den F50 ab, die Crew kam zu spät über die Linie und fand auf dem engen Kurs zunächst kaum freie Bahnen. Nach einem Flip-Flop-Manöver an Marke zwei arbeitete sich das Team wieder nach vorn.
Kurz vor dem Ziel folgte ein enger Zweikampf mit den USA, bei dem Deutschland eine Penalty erhielt. Erik sah dabei zwei aufeinanderfolgende Situationen: eine direkt an der Tonne und eine weitere danach.
„Die zweite Situation wäre nie entstanden, wenn wir für die erste unseren Penalty bekommen hätten“, sagte er. „Das hat uns ein bisschen frustriert. Im Nachhinein war das ein wichtiger Punkt, der auch im Gesamtklassement etwas verändert hat.“ Das Team will die Szenen im Umpire-Debrief noch einmal besprechen.
Mit acht Punkten beendete Deutschland seine Gruppe auf Platz fünf. Für den Einzug ins Finale reichte das nicht. Den Event-Sieg holte das spanische Team „Los Gallos“ um Steuermann Diego Botín. Deutschland kam in der Gesamtwertung von Portsmouth auf Rang zehn.
Nun richtet sich der Blick auf den Heim-Grand-Prix in Sassnitz am 22. und 23. August. Zunächst wertet das Team das Wochenende von Portsmouth aus und trainiert zu Hause auf kleineren Booten weiter. Anfang
Mitte August reist die Crew nach Rügen, um sich vor Ort auf die Bedingungen einzustellen.
„Wir schauen, welche Möglichkeiten wir zur Verbesserung haben“, sagte Erik befragt zu den Vorbereitungen für Sassnitz. „Dann werden wir noch ein bisschen zu Hause auf kleineren Booten trainieren. Anfang oder Mitte August sind wir schon auf dem Weg nach Sassnitz und machen dort die letzten Vorbereitungen auf die Bedingungen, die wir vorfinden werden.“
Für viele NRV Mitglieder liegt das Saison-Highlight damit beinahe vor der Haustür: Der Germany Sail Grand Prix wird am 22. und 23. August vor Sassnitz ausgetragen – und live im ZDF übertragen.
Portsmouth: Sieg im Rennen, Rang zehn im Event
30.07.2026 , Created by SinaWolf
Nach schwierigem Auftakt und einer Beinahe-Kenterung gewinnt das Germany SailGP Team am Sonntag ein Rennen. Für das Finale reicht es dennoch nicht.
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