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title: "Verwaltung schließt Haus Rosalie Rendu im Nippes; keine Ersatzangebote geplant, Gespräche über alternative Nutzung"
sdDatePublished: "2026-07-30T13:33:00Z"
source: "https://ratsinformation.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=1104756\u0026type=do"
topics:
  - name: "homelessness"
    identifier: "medtop:20000800"
  - name: "social services"
    identifier: "medtop:20000820"
  - name: "local authority"
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    identifier: "medtop:20000607"
  - name: "housing and urban planning policy"
    identifier: "medtop:20000628"
locations:
  - "Köln"
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Verwaltung schließt Haus Rosalie Rendu im Nippes; keine Ersatzangebote geplant, Gespräche über alternative Nutzung

Beantwortung

Dezernat, Dienststelle
V/50/507

Vorlagen-Nummer

1991/2026
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung
öffentlicher Teil
Gremium
Datum
Bezirksvertretung 5 (Nippes)
24.09.2026

Beantwortung der Anfrage AN/0948/2026 der CDU-Fraktion zur Schließung des
Frauenhauses Haus Rosalie Rendu
Die schriftliche Anfrage der CDU Faktion AN/0948/2026 aus der Sitzung am 25.06.2026 be-
antwortet die Verwaltung wie folgt:

1.
Gibt es Pläne für ein adäquates Ersatzangebot im Bereich des Stadtbezirk Nip-
pes für wohnungslose und von Gewalt bedrohten Frauen?

Die Verwaltung plant kein Ersatzangebot für das entfallende Angebot im Stadtbezirk Nippes.
Im Zuge der Einstellung des Angebotes konnten alle Frauen versorgt werden bzw. haben sich
eigeständig versorgen können:

4 Frauen:
Frauenspezifische Angebote/ambulante Hilfe im Wohnprojekt
1 Frau:
Hotel plus
1 Frau:
Unterbringung in einem Angebot des Amtes für Wohnungswesen der Stadt

 Köln
3 Frauen:
Eigenverantwortliche Anschlussversorgung/eigene Wohnung/Auswanderung

Die Verwaltung beabsichtigt eine Wiederaufnahme der Gespräche mit dem SkF e.V. und den
Vinzentinerinnen im Frühherbst. In den anstehenden Gespräche soll ausgelotet werden, ob
und gegebenenfalls welche anderen Angebote an wohnungslose Menschen in dem nun unge-
nutzten Gebäude realisiert werden könnten (Umbau in Mietwohnraum, Schaffung von Träger-
wohnraum für Wohnprojekte u. ä.). Wenn dies gelänge, könnten andere bestehende Ange-
bote in der Stadt eine Nutzungsentlastung erfahren und damit die dortigen Aufnahmekapazitä-
ten erhöht werden. Eine solche Lösung wäre auch dafür geeignet, Versorgungssicherheit her-
zustellen und den Wegfall der Kapazitäten des Notschlafstellenangebotes im „Haus Rosalie“
zu kompensieren.

2.
Wieso konnte das Haus Rosalie Rendu trotz erheblichen Bedarfs nicht in städti-
sche Trägerschaft überführt werden?

Im Zuge der geplanten Aufgabe des Angebotes durch die Vinzentinerinnen wurde durch die
Verwaltung der SkF e. V., dessen Schwerpunkt auf frauenspezifischen Angeboten liegt, eine
optionale Aufrechterhaltung des Angebotes angefragt. Eine Weiterführung der Notaufnahme
„Haus Rosalie Rendu“, welche im Jahr 2025 mit ca. 353.000 Euro jährlich finanziert wurde,
wäre für den SkF e. V. zum Zweck der Vorhaltung einer Notschlafstelle nur unter einer erheb-

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lichen personellen Aufstockung denkbar gewesen. Die personelle Aufstockung wäre mit zu-
sätzlichen Personalkosten in Höhe von rund 300.000 Euro verbunden gewesen. Eine Finan-
zierung des personellen Mehraufwandes in dieser Höhe wurde durch die Veraltung unter Be-
rücksichtigung der aktuellen Haushaltslage ausgeschlossen.
Auch der Gesamtfinanzierungsbedarf für Nachnutzung konnte nicht abschließend festgestellt
werden, da in dem engen Zeitfenster die erforderlichen Bedarfe durch die Vinzentinerinnen
(Miete, Nebenkosten etc.) nicht zur Verfügung gestellt werden konnten.