Statistikamt Nord veröffentlicht vorläufige Bodennutzungserhebung in Schleswig-Holstein 2026; 2,3 Mio t Getreide, -5% Vorjahr

Vorläufige Bodennutzung und Ernteschätzung in Schleswig-Holstein 2026 - Statistik Nord

Getreideernte leicht unter Vorjahresniveau erwartet

Statistik informiert … Nr. 128

Nach den vorläufigen Ergebnissen der diesjährigen Bodennutzungshaupterhebung wurden in Schleswig-Holstein auf rund 649 400 Hektar (ha) Ackerfrüchte angebaut. Davon entfielen rund 239 000 ha auf Wintergetreide. Dessen Anbaufläche verringerte sich gegenüber dem Vor­jahr um knapp drei Prozent, so das Statistikamt Nord.

Die Anbaufläche von Silomais nahm dagegen um gut neun Prozent auf 170 300 ha zu, nach­dem sie in den letzten Jahren eher rückläufig war. Silomais bleibt damit weiterhin die flächen­stärkste Kultur auf Schleswig-Holsteins Äckern, deutlich vor dem Winterweizen (einschließlich Dinkel), der in diesem Jahr auf knapp 128 200 ha angebaut wurde. Im Vergleich mit dem Vor­jahr entspricht dies einem Rückgang von etwas mehr als fünf Prozent.

Nach der Ernteprognose mit Stand Ende Juni 2026 wird für Schleswig-Holstein eine diesjäh­rige Erntemenge für Getreide (insgesamt, ohne Körnermais) von rund 2,3 Mio. Tonnen (t) er­wartet. Die Erntemenge läge damit knapp fünf Prozent unter der Gesamternte des Vorjahres und knapp drei Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnittswert.

Laut Prognose werden voraussichtlich knapp 49 Prozent der Erntemenge (1,12 Mio. t) auf den Winterweizen (einschl. Dinkel) entfallen. Damit läge dessen Erntemenge fast 9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dieser prognostizierte Rückgang fußt einerseits auf der Verringerung der Anbaufläche, andererseits liegt auch die derzeitige Ertragserwartung mit 89 Dezitonnen je Hek­tar (dt

ha) gut zwei Prozent unter dem endgültig ermittelten Vorjahresertrag. Sofern sich dieser geschätzte Ertrag nach der Ernte bestätigt, entspräche er dem Durchschnitt des sechsjährigen Mittels.

Die Ertragsprognose für den Winterraps von Ende Juni ist geprägt durch eine erneute Reduzie­rung der Anbaufläche um knapp drei Prozent auf 61 000 ha im Vergleich zum Vorjahr, sowie eine im Vergleich zum Vorjahresniveau nur minimal höhere Ertragserwartung. Beide Faktoren führen zu einer geschätzten Erntemenge von rund 234 000 t, die um zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau und knapp 14 Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnittswert läge.

Hinweise: Die Ergebnisse der Ernteprognose beruhen auf den Einschätzungen von 480 Ernte­berichterstattenden zum Stand Ende Juni in Schleswig-Holstein. Zum Schätzzeitpunkt hatte die Erntephase noch nicht begonnen. Das endgültige Ernteergebnis wird quantitativ und qualitativ massiv durch den nachfolgenden Witterungsverlauf (z. B. Regenfälle, Sturm, Hagel und Trockenheit) beeinflusst, sodass die endgültigen Ergebnisse von den jetzt veröffentlichten Daten abweichen können.

Sowohl die vorläufigen Ergebnisse für die Anbauflächen – auch weiterer Kulturen – als auch die ersten Ergebnisse der Ernteprognose sind in den folgenden statistischen Berichten veröf­fentlicht:

Die Bodennutzung in Schleswig-Holstein 2026 (Externer Link)

Ernteberichterstattung über Feldfrüchte und Grünland in Schleswig-Holstein – Juni 2026 (Externer Link)

Fachlicher Kontakt: Cora Haffmans Telefon: 0431 6895-9306 E-Mail: Cora.Haffmans(at)statistik-nord(dot)de Pressestelle: Alice Mannigel Telefon: 040 42831-1847 E-Mail: pressestelle(at)statistik-nord(dot)de Mastodon: @StatistikamtNord@norden.social (Externer Link) Bluesky: @statistiknord.bsky.social (Externer Link) LinkedIn: Statistikamt Nord (Externer Link)

Die Bodennutzung in Schleswig-Holstein 2026

Ernteberichterstattung über Feldfrüchte und Grünland in Schleswig-Holstein – Juni 2026