Straßen.NRW Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift beginnt Fahrbahnsanierung B55 Meschede-Warstein; Kosten rund 1,9 Mio Euro

B55: Fahrbahnsanierung auf der B55 zwischen Meschede und Warstein - Pilotprojekt mit innovativem temperaturabgesenktem Asphalt - Straßen.NRW

B55: Fahrbahnsanierung auf der B55 zwischen Meschede und Warstein - Pilotprojekt mit innovativem temperaturabgesenktem Asphalt

Meschede (straßen.nrw). Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift beginnt am Mittwoch, 12. August 2026, mit der Sanierung der Fahrbahn auf der B55 zwischen Meschede und Warstein. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Herbst 2026 vorgesehen.

Der betroffene Streckenabschnitt liegt zwischen den Einmündungen K45 (Abzweig Meschede-Eversberg) und L856 (Abzweig Warstein-Hirschberg). Erneuert werden dabei sowohl die Fahrspur als auch der Mehrzweckstreifen der bergab führenden Fahrbahn in Richtung Meschede. Der Verkehr wird während der gesamten Bauzeit in beiden Fahrtrichtungen einseitig an der Baustelle vorbeigeführt. Dennoch kann es zeitweise zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen und Verzögerungen kommen.

Die Sanierung wird als technisches Pilotprojekt durchgeführt. Im Rahmen der Bauarbeiten kommt temperaturabgesenkter Asphalt zum Einsatz. Zur messtechnischen Überprüfung und langfristigen Qualitätsanalyse werden im Streckenverlauf spezielle Probefelder eingebaut. Die anschließende Auswertung ist Bestandteil des Forschungsvorhabens. Aufgrund dieser Mess- und Prüfphasen wird die Baustelle phasenweise ruhen, sodass zwischenzeitlich keine sichtbaren Bauarbeiten stattfinden.

Was ist temperaturabgesenkter Asphalt (TA-Asphalt)?

Als temperaturabgesenkter Asphalt werden Asphaltmischgüter bezeichnet, deren Misch- und Einbautemperatur durch den Einsatz von unterschiedlichen Additiven oder Herstelltechnologien gezielt abgesenkt wird. Während konventioneller Heißasphalt bei Temperaturen zwischen 160 °C und 180 °C aufbereitet und eingebaut werden muss, ermöglicht der temperaturabgesenkte Asphalt eine Reduktion der Verarbeitungstemperatur um 20 °C bis 30 °C, ohne dass dabei die Verdichtbarkeit oder Haltbarkeit des Straßenbelags beeinträchtigt wird. TA-Asphalt in Kombination mit einer Absaugeinrichtung am Straßenfertiger reduziert die potentiellen Gesundheitsgefahren für die Arbeiter*innen auf der Baustelle durch Dämpfe und Aerosole. Diese Gefährdung bei der Heißverarbeitung von Bitumen ist seit Jahren in der Diskussion.