ThSV Eisenach gewinnt Temposchlacht gegen DRHV in Suhler Wolfsgrube; 42:39 Endstand

Dritter Sieg im dritten Spiel: ThSV gewinnt “Temposchlacht” gegen DRHV - ThSV Eisenach

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Dritter Sieg im dritten Spiel: ThSV gewinnt “Temposchlacht” gegen DRHV

Am Mittwochabend hat der ThSV Eisenach auch das dritte Testspiel seiner Vorbereitung und den letzten Härtetest vor dem Trainingslager für sich entschieden. Gegen Zweitligist Dessau-Roßlau gewann der Kultklub in Blau mit 42:39 (22:19) in der Suhler Wolfsgrube.

Gleich zu Beginn machten die Eisenacher auf den Außenpositionen auf sich aufmerksam. David Móré setzte nach Solák-Anspiel das 0:1, Gian Attenhofer von rechts das 1:2, wiederum Móré das 1:3 zugunsten des ThSV. Nachdem Dessaus Marcel Nowak das 4:4 erzielte, bekam Tillman Leu in Minute 6 die erste Zeitstrafe der Partie. Für jenen war der Abend in Suhl ein besonderer, zum ersten Mal seit seinem Wechsel nach Eisenach trat er gegen seine alten Arbeitskollegen vom DRHV an. In Unterzahl vermied Torwart Mats Grupe den ersten Eisenacher Rückstand mit einer Parade, ehe Peter Walz das 4:5 besorgte. Beliebte Kombination in der Anfangsviertelstunde: Dominik Solák fand David Móré in Spielminute 10, der bewies erneut seine Coolness und netzte zum 7:7-Ausgleichstreffer.

In der Folge konnte der ThSV Eisenach die Partie besser kontrollieren, ging nach einer guten Viertelstunde durch einen Siebenmeter von Spielmacher Felix Aellen mit 11:15 in Front. Wenige Zeigerumdrehungen vor dem Seitenwechsel nahm Mats Grupe dem Dessauer Tim Grüner einen Alleingang aufs Eisenacher Tor mit einer sensationellen Abwehraktion, konnte so die mit dem 19:19 inzwischen wiederhergestellte Augenhöhe bewahren. In den Minuten bis zum Halbzeitpfiff blieben die Wartburgstädter defensiv stabil, ein Oskar-Joelsson-Treffer wenige Sekunden vor der Pause verschaffte Eisenach die 19:22-Führung zum Pausentee.

Intensität und Hochgeschwindigkeits-Handball in Hälfte zwei

Auch in den zweiten Durchgang startete das Team von Cheftrainer Sebastian Hinze mit einem starken Offensivlauf, Aellen per Strafwurf zum 21.25 nach 34 Minuten. Um die 40. Minute traf dreimal in Folge Moritz Ende für den ThSV, von Rechtsaußen erzielte er das 24:27 und das 25:28, bevor er einen Ballgewinn in der Abwehr mit einem Alleingang aufs Dessauer Tor und dem 25:29 veredelte. Das 30. Tor für den Kultklub in Blau machte Vukašin Antonijević, als er das Leder zwar aus mittiger Position an die Querlatte knallte, der Ball von dort aber zum 27:30 über die Linie sprang.

Mit zwei Alleingängen in einer Minute ging Eisenach erst durch Felix Montebovi mit 30:35, dann durch Justin Kurch mit 30:36 in Führung. Beide Ballgewinne durfte sich Tillman Leu auf die Fahne schreiben. Tor 40 machte wieder Aellen aus sieben Metern. Nach 60 Minuten stand ein Drei-Tore-Sieg für den ThSV Eisenach, mit einem 39:42-Endstand auf der Anzeigetafel.

“Fokus auf die Abwehrarbeit” - Die Stimmen zum Spiel

“Wir sind sehr viel Tempo gelaufen, das war schon eine Temposchlacht”, sagte Tillman Leu nach dem Duell mit dem Ex-Verein. “Wir haben neue Besetzungen getestet, spielen seit erst zwei Wochen mit neuen Kombinationen im Innenblock. Es ist ein normaler Prozess, dass sich das System da erstmal finden und einspielen muss. In den nächsten Wochen liegt unser Fokus auf der Abwehrarbeit.”

Cheftrainer Sebastian Hinze sah zwei unterschiedliche Halbzeiten: “In der ersten Halbzeit machen wir es gut, spielen intensiv und temporeich. Zum zweiten Durchgang haben wir offensiv den Rhythmus ein wenig verloren, das war nicht so flüssig, wie wir es wollen. Das Zentrum in der Abwehr war dann besser zu, in den entscheidenden Situationen waren wir aber nicht voll da. Dessau war unser erster Gegner, der sein Spiel sehr geduldig aufgezogen hat. Das hat uns noch zu große Probleme bereitet.” Über das bevorstehende Trainingslager: “In Algund konzentrieren wir uns besonders darauf, uns in der Defensive weiterzuentwickeln.”

“Mit der ersten Halbzeit sind wir offensiv sehr zufrieden, wir haben den Ball gut laufen lassen”, so Rechtsaußen Moritz Ende. “Die zweite Hälfte war offensiv weniger strukturiert, dennoch kommen wir auf 20 Tore und insgesamt auf 42! Das war das dritte Testspiel und einige folgen noch, Mitte August das Highlight mit dem Wartburg Cup.” Ende kämpferisch: “Da zeigen wir euch, dass sowohl Angriff als auch Abwehr nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht haben werden.”

Am Samstagmorgen bricht der ThSV nach Italien auf, eine Woche später die Rückreise. Und dann ist es nur noch eine Woche inklusive eines Tests gegen den EHV Aue (11.08.), bis der Wartburg Cup bevorsteht. Von Freitag bis Sonntag, vom 14. bis 16.08., duellieren sich an drei Turniertagen Gastgeber ThSV Eisenach, der Deutsche Meister SC Magdeburg, der Bundesligadritte SG Flensburg-Handewitt und der Bundesligafünfte TBV Lemgo. Tickets gibt’s hier!