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title: "Michael Wahler leitete die Entwicklung des Digital Footprint Explorer im Google Play Store am Institut für Informatik InIT; Garten visualisiert täglichen digitalen Fußabdruck."
sdDatePublished: "2026-07-30T07:05:00Z"
source: "https://www.zhaw.ch/de/engineering/ueber-uns/news/news/event-news/die-umweltwirkungen-des-smartphones-sichtbar-machen"
topics:
  - name: "sustainability"
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locations:
  - "Switzerland"
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Michael Wahler leitete die Entwicklung des Digital Footprint Explorer im Google Play Store am Institut für Informatik InIT; Garten visualisiert täglichen digitalen Fußabdruck.

Die Umweltwirkungen des Smartphones sichtbar machen | ZHAW School of Engineering

Die Umweltwirkungen des Smartphones sichtbar machen

Wie gross ist der ökologische Fussabdruck unserer täglichen Smartphone-Nutzung? Der in einer Bachelorarbeit entwickelte Digital Footprint Explorer macht die versteckten Umweltwirkungen von Apps, Datenströmen und Hintergrundprozessen sichtbar und übersetzt sie in einen virtuellen Garten, dessen Zustand sich mit dem digitalen Konsum verändert.

Smartphones begleiten uns durch den Alltag. Wir kommunizieren, streamen, scrollen, arbeiten und organisieren unser Leben darüber. Dabei geht aber häufig vergessen, dass auch die digitale Nutzung ökologische Auswirkungen hat. Während der CO₂-Fussabdruck von Flugreisen, Fleischkonsum oder Autofahrten vielen Menschen zunehmend bewusst ist, bleibt der Ressourcenverbrauch hinter Apps, Datenströmen und Rechenzentren eine Unbekannte. Über die Anzahl Menschen, die das Smartphone täglich nutzen, kumulieren sich die Auswirkungen zu einer beträchtlichen Menge.

Eine Bachelorarbeit, die von Michael Wahler , vom Forschungsschwerpunkt Software Engineering am Institut für Informatik InIT, betreut wurde, beschäftigte sich mit der Frage, wie sich diese versteckten Umweltwirkungen der Smartphone-Nutzung sichtbar machen lassen. Daraus entstand der Digital Footprint Explorer, eine App, die im Google Play Store verfügbar ist.

Der Digital Footprint Explorer erfasst den digitalen ökologischen Fussabdruck der Smartphone-Nutzung. Dafür entwickelten die Studierenden ein Datenmodell, welches App-Nutzung, Displayverbrauch und Hintergrundprozesse auf dem Smartphone selbst und bei der Datenübertragung, in den Rechenzentren etc. analysiert. Als Grundlage dienen unter anderem die Nutzungsdauer einzelner Apps, das über WLAN und Mobilfunk übertragene Datenvolumen, App-Kategorien, Displayhelligkeit sowie die Aktivität ausgewählter Hintergrundprozesse wie GPS und Bluetooth. Besonders datenintensiv sind dabei Anwendungen wie Social Media oder Videostreaming.

«Das Team hat in der Bachelorarbeit sehr gute Arbeit geleistet und behandelt ein zentrales Thema in unsere Forschungsgruppe Software Engineering: nachhaltige Digitalisierung.» – Michael Wahler, Betreuer der Bachelorarbeit

Ein Mal pro Tag berechnet die App den Verbrauch und stellt diesen über einen virtuellen Garten dar. Dieser kann über ein Widget auf dem Bildschirm angezeigt werden. Der Zustand des Gartens verändert sich je nach dem digitalen Fussabdruck des Tages. Eine Reduktion des digitalen Fussabdrucks wirkt sich positiv auf den Gartenzustand aus, während eine Zunahme zu einer Verschlechterung des Zustands führt. Diese Verschlechterung wird dadurch visualisiert, dass dem Garten symbolisch Wasser entzogen wird und die Pflanzen zu welken beginnen. Mit dem Garten übersetzt die App den Verbrauch in ein verständliches Bild.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit an relevantem Thema

Die App entstand an der Schnittstelle von Software Engineering, Nachhaltigkeit, Psychologie und Gestaltung. Das Thema hat im Rahmen aktueller Entwicklungen eine besondere Relevanz. Denn je stärker Wirtschaft, Bildung und Alltag digitalisiert werden, desto wichtiger wird die Frage, welche ökologischen Folgen digitale Systeme haben und wie auch Nutzer:innen diese verstehen. Aktuell wird in einer grösseren User-Studie Feedback zur App gesammelt. Geplant sind Optimierungen und eine Version für das Betriebssystem von Apple.